+++ ALWAYS UP TO DATE WEEK 16 +++

Regelmäßige Informationen über aktuelle Entwicklungen

Was prägt derzeit den Markt für Luftfracht? Was für Seefracht? Was auf der Bahnverbindung mit China? Wissenswertes lesen Sie hier.

GENERELLE INFORMATION  

Der Krieg in der Ukraine, die Auswirkungen der strikten Lockdowns in China und die heftigen Fluten in Teilen Südafrikas sind bestimmende Themen in dieser Woche. 

Weiterhin ist die Marktlage weltweit in Bewegung. Der Krieg in der Ukraine und die politischen Folgen halten die Preise instabil. Dies führt auch konkret bei SENATOR zu Kostenzuschlägen. Weiterhin gilt: Zu detaillierten und produktbezogenen Fragen wenden Sie sich gern direkt an Ihre(n) persönlichen SENATOR-Ansprechpartner(in).

LUFTFRACHT 

Der Lockdown in der Region Shanghai führt zu spürbaren Beeinträchtigungen. Sowohl für Export nach China als auch für Import von China nach Europa sind Optionen begrenzt. Durch den enormen Rückstau (Backlog) kommt Fracht derzeit kaum in die Region rein oder aus ihr heraus. Auch die LKW-Routen in und um Shanghai sind teilweise von der Abriegelung betroffen. Die Folge: eine Um- und Weiterleitung von Fracht auf andere Zielflughäfen ist nur unter Umständen möglich. Weiterhin müssen ehebliche Verzögerungen oder Flugausfälle einkalkuliert werden.

Die Entwicklung der Treibstoffpreise setzt den Markt unvermindert unter Druck. Zuletzt hat die Frachtfluggesellschaft Cargolux Treibstoffzuschläge nochmals erhöht. Weitere Anbieter dürften nachziehen. Momentan ist nicht absehbar, wann mit einem Rückgang zu rechnen ist. Vorsichtige Planung ist gefragt. Die Entwicklung sollte aufmerksam beobachtet werden.

In Richtung USA bleibt die Auslastung hoch. Für den Monat Mai arbeitet SENATOR an weiteren regelmäßigen selbst kontrollierten Charter-Lösungen für Export und Import. Dies dürfte für Entspannung der Situation, mehr Zuverlässigkeit und verbesserte Kapazität sorgen.

Gute Nachricht: Auf dem "SAB" Service nach Mexiko verkehren ab dieser Woche drei Mal wöchentlich A330-Frachtflugzeuge von Frankfurt (FRA) nach Mexiko-Stadt (MEX). Damit steht ab sofort mehr Kapazität zur Verfügung.

SEEFRACHT  

Für Export von Europa nach Asien hat sich zuletzt wenig verändert. Der strikte Lockdown in Shanghai beeinträchtigt den größten Containerhafen der Welt massiv. Laut Datenanalyst VesselsValue warten mehr als 300 Frachtschiffe in dem Gebiet auf Be- oder Entladung. Die Abriegelung in der Region bleibt streng. LKW sind weiterhin nur begrenzt verfügbar. Die Folge: Transportketten zu den Terminals bleiben teils unterbrochen. Dies betrifft sowohl FCL als auch LCL Verkehre. Die Überlastung des Hafens Yangshan nimmt zu. Auch hier benötigt die Abfertigung der Schiffe deutlich mehr Zeit als normalerweise. Andere Häfen an der Ostküste Chinas und am Jangtse-Fluss sind inzwischen auch überlastet und haben Kapazitätsengpässe.

Generell suchen Anbieter derzeit alternative Lösungen für Südostasien. Reedereien wie Maersk, MSC und Hapag Lloyd haben Gefahrgut und Reefer-Container in andere Entladehäfen verlegt. Intermodale Dienste werden teils als Land-zu-Wasser oder in Kombination mit Bahntransporten angeboten. Viele Verlader in den Provinzen Jiangsu, Anhui und Sichuan versuchen, Fracht von Shanghai nach Ningbo umzuleiten (Quelle: theloadstar.com).

Für Import von Asien nach Europa wirkt sich der Lockdown ebenfalls aus. Alle Buchungen müssen frühzeitig geplant werden. Die Raten sind derzeit noch stabil. Dennoch ist auch hier mit einer Preissteigerung in Folge der Lockdowns zu rechnen.

Für Export von Europa nach Nordamerika und Mexiko dasselbe Bild wie jüngst: Volle Schiffe, hohe Raten, teils auch Mangel an Equipment. Die Situation vor den überlasteten Westküstenhäfen der USA – primär Long Beach und Los Angeles – hat sich zuletzt leicht erholt. Vergangene Woche lagen hier zwischen 34 und 37 Schiffe vor Anker. Aufgrund der Lockdowns in China dürfte sich die Lage vor den US-Häfen jedoch bald wieder spürbar verschärfen, da Fahrpläne stark durcheinandergewirbelt werden.

BAHNFRACHT

Als Folge der Kriegssituation in der Ukraine wurde unser Service SARB (SENATOR Asia Rail Bridge) vorläufig ausgesetzt. Zurzeit werden keine Buchungen angenommen. Alternative Routen via Kaspisches Meer und die Türkei erwiesen sich als nicht interessant genug oder instabil. Wir bitten um Ihr Verständnis und werden Sie über weitere Entwicklungen zur Bahnfracht auf dem Laufenden halten.

Was funktioniert aktuell eigentlich noch als echte Alternative zum langsamen, oft genug weniger zuverlässigen Seeschiff und zum teuren Flugzeug? SEA-AIR. Der Weg von Asien per Seefracht bis in den Mittleren Osten – maßgeblich via Dubai – und weiter nach Westeuropa per Flugzeug war längere Zeit eingeschlafen und erlebt neuen Aufwind, weil die Landbrücke per Bahn durch Russland und Belarus hinfällig ist.

AKTUELLE LAGE WELTWEIT

BRASILIEN

Für Luftfracht bestimmen hohe Nachfrage und Beschränkungen brasilianischer Zollbehörden das Bild. Die beiden Hauptflughäfen Guarulhos (GRU) und Viracopos (VCP) in São Paulo sind unverändert überlastet, insbesondere für Export. Vorausschauende Planung ist das A und O. Flüge in die LATAM Region sind wieder flexibler verfügbar.

Für Seefracht fehlt es teilweise an Equipment, speziell an Reefern. Für Export nach Europa gibt es derzeit kaum freie Plätze. Dies treibt die Raten in die Höhe. Für Export nach Asien dominiert auch hier der Lockdown in Shanghai die Lage. Rückstau führt auch in Brasilien zu massiven Verzögerungen.

CHINA

Chinas Handel bekommt die Folgen der Null-Covid-Strategie immer mehr zu spüren. Importe fielen im März im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 0,1%. Zuvor waren sie im Januar und Februar um 15,5% gestiegen. Exporte stiegen im März um 14,7%. Das bedeutet gegenüber Januar und Februar 2022 ebenfalls einen leichten Rückgang (Quelle: scmp.com).

Die strengen Lockdowns in China wirken sich weltweit auf die Lieferketten aus. Insbesondere die US-Wirtschaft und ihre Lieferketten sind von der derzeitigen Abriegelung der Region Shanghai betroffen. Amerikanische Unternehmen sind bedingt durch COVID-19 und der Spannungen zwischen Russland und dem Westen noch abhängiger vom Import chinesischer Produkte geworden (Quelle: freightwaves.com).

MEXIKO

Für Luftfracht von Europa nach Mexiko führt die hohe Nachfrage zu Kapazitätsengpässen. Sämtliche Buchungen sollten mindestens 2-3 Wochen im Voraus angefragt werden. Für Import von Asien ziehen die Lockdowns in China Verzögerungen nach sich. Die Folge: Auch hier weniger verfügbare Kapazität.

Für Seefracht steigen die Raten im Import von Europa erneut an. Freie Plätze sind schwer zu finden. Durch die aktuelle Marktentwicklung wird die Lage voraussichtlich noch über Monate schwer kalkulierbar bleiben. Für Import von Asien führt der Lockdown in der Region Shanghai auch hier zu Verspätungen. Immerhin: Die Raten bleiben momentan stabil.

SÜDAFRIKA

Vergangene Woche haben schwere Regenfälle mit Sturmböen in Teilen Südafrikas die schwersten Überschwemmungen seit einem halben Jahrhundert ausgelöst. In der Provinz KwaZulu-Natal kamen laut offiziellen Angaben mehr als 440 Menschen ums Leben. Präsident Cyril Ramaphosa hat den Notstand ausgerufen. In der betroffenen Region befindet sich mit Durban auch der größte Containerhafen des Landes. Als erste Reederei hatte Maersk angekündigt, die eigenen Schiffe nach Port Elizabeth umzuleiten. Zufahrtsstraßen zum Hafen von Durban sind unpassierbar. Auch andere Reedereien erwägen vorübergehende Umleitung (Quelle: theloadstar.com).

Der Hafenbetrieb in Durban wurde Ende der Woche laut offiziellen Angaben wieder aufgenommen. Der Betrieb läuft aber nicht mit voller Kapazität. Rund um das Hafengebiet wurde die Infrastruktur dramatisch zerstört. Das Schienensystem ist ebenfalls betroffen. Die meisten Depots sind überlastet. Bei der Abfertigung von Im- und Exportcontainern wird es vermutlich noch länger zu einem Rückstau kommen. 

USA 

Kaliforniens größte Containerhäfen bereiten sich auf die Folgen des Lockdowns in Shanghai vor. Dies gilt vor allem für Los Angeles und Long Beach. Hintergrund: Die Abriegelung der Region Shanghai bringt die Fahrpläne der Reedereien durcheinander. Somit ist in wenigen Wochen mit großem Ansturm derzeit noch in China gestauter Schiffe zu erwarten (Quelle: scmp.com).

Laut einem Bericht der University Maritime Advisory Services (UMAS) könnte ein erheblicher Teil der US-Schifffahrtsflotte in den kommenden Jahren auf Batteriebetrieb umgestellt werden. Die sogenannte Dekarbonisierung ist Teil eines von der Ocean Conservancy in Auftrag gegebenen Berichts. Dieser enthält u.a. den Vorschlag, einen Großteil der US-Schiffe durch batteriebetriebene Schiffe zu ersetzen. Etwa 24% der in US-Gewässern verkehrenden Schiffe seien bereits jetzt für Dekarbonisierung vorbereitet. Technologien stünden zur Verfügung. Erforderlich seien darüber hinaus minimale Veränderungen der Infrastruktur (Quelle: theloadstar.com).

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