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Regelmäßige Informationen über aktuelle Entwicklungen

Was prägt derzeit den Markt für Luftfracht? Was für Seefracht? Was auf der Bahnverbindung mit China? Wissenswertes lesen Sie hier.

GENERELLE INFORMATION  

Der Krieg in der Ukraine und die anhaltenden Folgen der strikten Lockdowns in China bestimmen weiter die globale Marktlage. In dieser Ausgabe werden insbesondere die Begleiterscheinungen für die Seefracht näher beleuchtet.

Auch für SENATOR führen die aktuellen Herausforderungen zu Kostenerhöhungen. Nach wie vor gilt: Zu detaillierten und produktbezogenen Fragen wenden Sie sich gern direkt an Ihre(n) persönlichen SENATOR-Ansprechpartner(in).

LUFTFRACHT 

Die Treibstoffpreise klettern weiter und liegen auf noch höherem Niveau als zuletzt. Weiterer Faktor: einige Flughäfen verzeichnen vermehrt Knappheit an Jet Fuel. Hiervon ist u.a. Südafrika betroffen. Noch hat dies keine einschneidenden Folgen. Sollte sich die Situation verschärfen, wären Auswirkungen auf die Ladekapazität auf solchen Strecken möglich. 

Die Situation für Export und Import von und nach China bleibt angespannt. Noch immer verzeichnet der Markt nach dem längeren Lockdown in Shanghai einen Rückstau. Erste Tendenzen zeigen in eine positive Richtung. Wie lange es dauert, bis die Lage sich normalisiert, bleibt offen.

Auf der "SAB" SENATOR Atlantic Bridge in Richtung USA verkehren im Mai wöchentlich 4 zusätzliche Flüge nach Greenville-Spartanburg (GSP). Diese Extra-Verbindungen dürften der zuletzt angespannten Situation Luft verschaffen. Gleiches gilt für Mexiko. Auch im Mai fliegen pro Woche drei A330-F Frachtflieger von Frankfurt (FRA) nach Mexiko-Stadt (MEX).

Generell ist die Luftfrachtkapazität von Nordostasien nach Europa seit Ende Februar deutlich gesunken. Weite Umwege machen die Strecke unwirtschaftlich. Seit Beginn des russischen Angriffs auf die Ukraine und der darauf verhängten Sanktionen ist die Kapazität auf diesen Routen im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 22% gesunken. Dies zeigen die jüngsten Zahlen von Accenture's Seabury Consulting (Quelle: aircargonews.net).

SEEFRACHT  

Staus vor so gut wie allen großen Containerhäfen, Lockdowns in China, fehlende leere Container auf wichtigen Routen – die Lage für Seefracht bleibt sehr angespannt. Hieraus resultiert ein deutlicher Rückgang der Fahrplanzuverlässigkeit. Wichtig zu wissen: frei zugängliche Daten zum Beispiel über die Websites der Reedereien (wie Maersk, MSC, Hapag Lloyd etc.) sind aktuell nicht mehr komplett valide. Fahrplanabweichungen werden nur unzureichend veröffentlicht.

Normalerweise weisen Reedereien eine Service-Verlässlichkeit von über 90% auf. Zuletzt lag diese bei vielen Anbietern teilweise unter 30%. Vor allem der Lockdown von Shanghai hat der Planbarkeit stark zugesetzt. Aktuell warten vor dem dortigen Hafen bis zu 400 Schiffe auf Abfertigung. Die gesamten Zeitpläne wurden durch Verschiebungen in den Lieferketten durcheinandergebracht. Die Datensysteme der Carrier werden noch lange brauchen, bis sie wieder verlässliche Ergebnisse liefern. Momentan geben die Raten etwas nach und viele Reedereien reagieren mit einer Konsolidierung von Ladungen oder Streichung von Abfahrten („Blank Sailings“). Manche Quellen gehen davon aus, dass viele der Containerschiffe vor dem Hafen von Shanghai einfach auf neue Aufträge warten. Die Flottenmanager hätten Schwierigkeiten, sich mit Allianzpartnern Notfallpläne abzustimmen (Quelle: theloadstar.com).

Generell sollten aktuelle Daten der Reeder in Bezug auf Schiffsabfahrten und -ankünfte mit Vorsicht betrachtet werden. Vorausschauende und flexible Planung für alle Sendungen ist das A und O.

Für Export von Europa nach Asien hat sich wenig geändert. Der Lockdown in Shanghai beeinflusst wie bereits ausgeführt die Fahrplanverlässlichkeit. Hinzu kommen jetzt Verzögerungen in der Region Peking. Für den Hamburger Hafen stauen sich derzeit viele Schiffe in der Deutschen Bucht vor Helgoland. Für Import von Asien nach Europa bestimmen die Lockdowns und die daraus resultierenden Verspätungen ebenfalls das Bild. Raten geben momentan leicht nach.

Für Export von Europa nach Nordamerika und Mexiko bleiben die Staus vor den US-Häfen ein entscheidender Bremser. Während sich die Lage vor Los Angeles und Long Beach ein wenig gebessert hat, führt die hohe Zahl umgeleiteter Schiffe vor der US-Ostküste vermehrt zu Staus. Viele Schiffe sind bis zu 6 Wochen im Voraus ausgebucht. Raten bleiben auf hohem Niveau. In Europa sind leere Container weiterhin Mangelware. Eine Entspannung ist derzeit nicht in Sicht. Von Europa nach Mexiko werden gleichfalls erhebliche Verspätungen gemeldet. Die Situation erfordert sowohl für FCL als auch für LCL genaue und vorausschauende Planung.

BAHNFRACHT

Als Folge der Kriegssituation in der Ukraine wurde unser Service SARB (SENATOR Asia Rail Bridge) vorläufig ausgesetzt. Zurzeit werden keine Buchungen angenommen. Wir bitten um Ihr Verständnis und werden Sie über weitere Entwicklungen zur Bahnfracht auf dem Laufenden halten.

Eine Alternative zum langsamen, oft genug weniger zuverlässigen Seeschiff und zum teuren Flugzeug heißt SEA-AIR. Der Weg von Asien per Seefracht bis in den Mittleren Osten – maßgeblich via Dubai – und weiter nach Westeuropa per Flugzeug erlebt neuen Aufwind. Schneller als Seefracht, preiswerter als Luftfracht. Gute Lösung dazwischen.

AKTUELLE LAGE WELTWEIT

BRASILIEN

Für Luftfracht hat sich vergleichsweise wenig geändert: Hohe Nachfrage und wenig freie Plätze. Die Überlastung der Flughäfen Guarulhos (GRU) und Viracopos (VCP) in São Paul hält an.

Für Seefracht ist insbesondere von und nach Asien aufgrund der Lockdown-Situation mit Verzögerungen zu rechnen.

CHINA

Chinas Transportkrise weitet sich durch Feiertage im Reich der Mitte und Lockdowns in weiteren Großstädten aus. Der chinesische Export- und Logistikmarkt gerät damit noch weiter unter Druck. Trotz der Öffnung einiger Stadtteile Shanghais bleibt die Lage im Großteil der Region kritisch. Absperrungen und strenge Kontrollen bremsen dortige Lieferketten nach wie vor (Quelle: theloadstar.com).

Auch die Luftfracht bekommt die Folgen des weiträumigen Lockdowns der Region Shanghai zu spüren. Am Flughafen Shanghai PVG ist die Luftfrachtkapazität im April um ein Drittel des Vorjahresmonats gesunken. Die neuesten Statistiken von Seabury Consulting zeigen einen Rückgang von 66,4% (Quelle: aircargonews.net). 

Derweil bahnt sich für die Region Peking ein weiterer Lockdown an. Auch hier bekommt die Luftfracht mögliche Auswirkungen bereits jetzt zu spüren. Seit 27. April müssen alle in Peking eintreffenden Luftfrachtgüter in eine 10tägige Quarantäne. Konkret werden die Sendungen in den Räumlichkeiten des Empfängers aufbewahrt und mehrfacht desinfiziert, bevor sie ausgeliefert, verbaut oder weiterverarbeitet werden dürfen. 

MEXIKO

Für Luftfracht entlastet der "SAB" Service mit 3 Verbindungen pro Woche von Frankfurt (FRA) nach Mexiko-Stadt (MEX) die Kapazitätsengpässe. Von und nach Asien zeigt sich eine komplexe Situation. Durch einen Wechsel der Abflughäfen können hier ggf. flexible Lösungen geschaffen werden.

Für Seefracht bleibt die Kapazitätssituation komplex. Freie Plätze sind knapp, hier und da fehlt es an Leercontainern. Der Lockdown in Shanghai und weiteren chinesischen Metropolen beeinflusst auch den Transfer nach und von Mittelamerika. Vorausschauende Planung ist oberstes Gebot.

SÜDAFRIKA

Momentan scheint sich eine fünfte Corona-Welle abzuzeichnen. Die Zahl der Neuinfektionen ist vergangene Woche auf 4.000 Fälle pro Tag gestiegen. Die Regierung hat neue Maßnahmen ergriffen, um die Lage möglichst schnell wieder in den Griff zu bekommen. 

Nach den verheerenden Überschwemmungen in der Provinz KwaZulu-Natal sind die Aufräumarbeiten im vollen Gange. Schätzungen zufolge könnten die finanziellen Schäden an der Infrastruktur bis zu 17 Mrd. Rand betragen (mehr als 1 Mrd. USD).

Als Folgeerscheinung der Überschwemmungen ist auch die Treibstoffversorgung im Land zum Teil gestört. Hierauf reagieren einige Fluggesellschaften mit der Streichung von Flügen nach Johannesburg. ACSA, die Airports Company South Africa, bestätigte einen Mangel an Flugzeugtreibstoff. Dennoch sei die Situation weiterhin unter Kontrolle.

USA 

Nach einem entsprechenden Richterspruch besteht an Bord von Flugzeugen in den USA keine Maskenpflicht mehr. Die nationale Gesundheitsbehörde CDC habe mit der Vorschrift ihre rechtlichen Befugnisse überschritten, so die Begründung. Die Luftfahrtbehörde FAA teilte danach mit, dass sie das Tragen von Masken ab sofort nicht mehr vorschreiben werde (Quelle: aerotelegraph.com).

Dem US-amerikanischen Lkw-Markt droht in diesem Sommer einer der stärksten Einbrüche der letzten Jahre. Die strengen Abriegelungen in China und die daraus resultierenden Auswirkungen auf die Lieferketten wirken sich enorm auf die wichtigen US-Containerhäfen aus - und damit auch auf die Fuhrunternehmen, die sie bedienen. Laut einer Berechnung von FreightWaves stammt fast die Hälfte aller in die Vereinigten Staaten importierten Container aus China (Quelle: freightwaves.com). 

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