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Regelmäßige Informationen über aktuelle Entwicklungen

Was prägt derzeit den Markt für Luftfracht? Was für Seefracht? Was auf der Bahnverbindung mit China? Wissenswertes lesen Sie hier.

GENERELLE INFORMATION  

Der Krieg in der Ukraine mit allen politischen und wirtschaftlichen Konsequenzen wirkt sich weiter spürbar auf die Lieferketten aus. Gleiches gilt für die Lockdowns in China, insbesondere die weiterhin verhängten Einschränkungen in der Region Shanghai. 

Bei SENATOR macht sich die Situation insbesondere an Kostenzuschlägen bemerkbar. Nach wie vor gilt: Zu detaillierten und produktbezogenen Fragen wenden Sie sich gern direkt an Ihre(n) persönlichen SENATOR-Ansprechpartner(in).

LUFTFRACHT 

Die Treibstoffpreise sorgen weiter für enorme Herausforderungen. Die Kosten ziehen nahezu wöchentlich weiter an. Dieser Faktor sollte für alle Buchungen einkalkuliert werden. Oberstes Gebot: frühzeitig planen.

Die Nachfrage in Richtung USA bleibt hoch. Weiterhin sind Kapazitäten knapp und entsprechende Engpässe nicht auszuschließen. SENATOR reagiert und hat für Juni und Juli 2022 eine zusätzliche Rotation auf der "SAB" SENATOR Atlantic Bridge nach Greenville-Spartanburg (GSP) bestätigt. Hierdurch sollen eventuelle Engpässe aufgefangen werden. Momentan wird an weiteren Zusatz-Optionen gearbeitet.

Von und nach China bleibt die Situation ebenfalls angespannt. Trotz widersprüchlicher Meldungen wird die Abriegelung in Shanghai nach wie vor strikt eingehalten. Konsequenzen für die Luftfracht sind deutlich zu spüren: weniger Verbindungen, längere Wartezeiten und unkalkulierbare Verspätungen. Laut chinesischer Regierung soll der Lockdown ab 1. Juni größtenteils aufgehoben werden. Es bleibt abzuwarten, ob sich die Lage in den nächsten 2 bis 4 Wochen allmählich normalisiert.

In Richtung Südafrika haben die Folgen der Überschwemmungen in der Provinz KwaZulu-Natal zu Treibstoffengpässen geführt. Einige Fluglinien reagierten mit einer Auslassung des Flughafens Johannesburg. Auf der "SAB" SENATOR Africa Bridge von Frankfurt (FRA) nach Johannesburg (JNB) traten bisher keine Probleme auf. Es ist davon auszugehen, dass der Betrieb auch weiterhin normal läuft.

SEEFRACHT  

Die Lage bleibt weltweit angespannt. Insbesondere die Lockdowns in China und deren Auswirkungen bestimmen das Bild. Für Export von Europa nach Asien heißt das weiterhin: mangelnde Fahrplanzuverlässigkeit und Verzögerungen der Abfahrten. Die Abriegelung des Großraums Shanghai dauert mittlerweile 50 Tage. Ein Ende ist de facto nicht in Sicht. Die lokale Regierung vor Ort plant laut neuesten Meldungen eine Klassifizierung der Region in verschiedene Zonen. Je nach Covid-Infektionsrisiko in der jeweiligen Zone wäre dann möglicherweise eine Öffnung bestimmter Industriegebiete möglich. Laut Zulieferern wurden letzte Woche die meisten Containerdepots im Hafen von Yangshan geschlossen. Dies führt zu Staus und Wartezeiten. Die Abfertigung vor Ort wird dementsprechend beeinträchtigt. Die Raten sinken derzeit weiter, weil Angebot und Nachfrage im Ungleichgewicht sind. Spediteure im Hafen von Shanghai kämpfen mit der Abwicklung der angestauten Container.

Auf Sri Lanka hat der Hafen von Colombo seinen Betrieb nach einem Streik wieder aufgenommen. Der Streik folgte auf den Rücktritt von Sri Lankas Premierminister Rajapaksa und daraus resultierenden politischen Unruhen. Der wichtige Containerhafen leidet unter der angespannten Lage auf der Insel. Auch in den kommenden Wochen dürfte die Situation schwer kalkulierbar bleiben. Manche Reedereien suchen bereits nach alternativen Häfen in Richtung Indien (Quelle: theloadstar.com).

Für Import von Asien nach Europa bleibt die Situation entsprechend herausfordernd: Verspätungen und eine schlechte Planbarkeit bestimmen das Bild. Für Export und Import nach und von Indien erheben viele Reeder eine Buchungsstornogebühr (BCF). Dies haben u.a. MSC und Hapag Lloyd mitgeteilt. Die Anbieter begründen diesen Schritt mit einer notwendigen Kostendeckung in Anbetracht der knappen Kapazitäten. Die Gebühr greift bei einer Nichtabholung der Container. SENATOR weist darauf hin, dass diese Kosten im Eintrittsfall zu Lasten der Ware gehen.

Für Export von Europa nach Nordamerika und Mexiko liegen die Raten wie zuletzt auf hohem Niveau. Freie Plätze sind rar. Staus vor wichtigen US-Häfen führen nach wie vor zu Verzögerungen. Hinzu kommt die Gefahr eines größeren Streiks an Häfen der Westküste. Im Zuge der am 10. Mai begonnenen Tarifverhandlungen ist mit Spannungen zwischen Hafenarbeitern und Arbeitgebern zu rechnen.  Als Vorsorgemaßnahme in Anbetracht möglicher Arbeitsniederlegungen verlagern einige Importeure bereits jetzt Container an die Ost- und Golfküste. 

BAHNFRACHT

Als Folge der Kriegssituation in der Ukraine wurde unser Service SARB (SENATOR Asia Rail Bridge) vorläufig ausgesetzt. Zurzeit werden keine Buchungen angenommen. Wir bitten um Ihr Verständnis und werden Sie über weitere Entwicklungen zur Bahnfracht auf dem Laufenden halten.

Während die Seefracht zurzeit weniger verlässlich und die Luftfracht sehr teuer ist, bietet sich mit SEA-AIR eine interessante Alternative. Bis in den Mittleren Osten geht es auf dem Seeweg– maßgeblich via Dubai – und mit dem Flugzeug weiter nach Westeuropa.

AKTUELLE LAGE WELTWEIT

BRASILIEN

Für Luftfracht ist die Situation nach und von China problematisch. Viele Flüge von Shanghai PVG und weiteren Flughäfen wurden gestrichen. Der Rückstau auf brasilianischen Flughäfen wächst. SENATOR arbeitet derzeit an Lösungen in Brasilien, um Fracht über andere Flughäfen zu bewegen. In São Paul ist die Lage an den Flughäfen Guarulhos (GRU) und Viracopos (VCP) weiter kompliziert. Beide nehmen nur Ladungen mit einer erwarteten Ankunftszeit (ETD) von unter 48 Stunden an. Hierdurch sollen die Lager entlastet werden. 

Für Seefracht bringt der Lockdown von Shanghai ebenfalls die Lieferketten durcheinander. Die Raten steigen derzeit auf allen Fahrtgebieten von und nach Südamerika. Für Export in die LATAM Region hat sich die Lage etwas verbessert, abgesehen von Peru. Die Alternative für Fracht nach Peru ist der Lkw-Überlandverkehr. 

CHINA

Chinas Wirtschaft leidet weiterhin extrem unter der Null-Covid-Strategie und den Lockdowns. Der Effekt auf die zweitgrößte Volkswirtschaft der Welt ist größer als zunächst erwartet. Die Industrieproduktion fiel im April im Vergleich zum Vorjahr um 2,9%. Die Einzelhandelsumsätze brachen sogar um 11,1% ein. Die sich schnell verbreitende Omikron-Variante stellt die strikte chinesische Null-Covid-Strategie auf eine harte Probe (Quelle: spiegel.de).

In Shanghai macht sich der Lockdown auch an der Arbeitslosenquote deutlich bemerkbar. Diese stieg im April auf 6,1%. Dies ist der höchste Stand seit der Anfangsphase der Covid-Pandemie im Februar 2020. Hauptfaktor dieser Quote stellt die derzeitige Schließung vieler Unternehmen dar, insbesondere im Einzelhandel und in der Produktion (Quelle: bbc.com).

Die Fluggesellschaft Cathay Pacific hat die Lockerung der Quarantänevorschriften für Besatzungen durch die Regierung in Hongkong begrüßt. Dank der neuen Regelung will die Airline das Frachtgeschäft möglichst schnell wieder ankurbeln. Ab Mai soll die Anzahl der Frachtflüge nach und nach deutlich steigen. Aufgrund der Covid-Lage in Hongkong hatte Cathay Pacific das gesamte Langstrecken-Frachtnetz zu Beginn des Jahres gezwungenermaßen stark eingeschränkt (Quelle: aircargonews.net).

MEXIKO

Für Luftfracht wird momentan keine Sendung aus Shanghai PVG angenommen. Gute Alternativen nach und von Mexiko sind Hongkong, Thailand, Singapur und Vietnam. Von Europa ist unsere "SAB" von Frankfurt (FRA) nach Mexiko-Stadt (MEX) eine hervorragende Option. Die Treibstoffpreise bleiben aktuell ein wichtiger Faktor. Vorausschauende Planung ist das A und O.

Für Seefracht ziehen die Lockdowns in China auch in Mexiko Verzögerungen und eine Verknappung des Equipments nach sich. Von und nach Europa hat sich die Verfügbarkeit verbessert, speziell für den Automobilsektor aus Nord- und Mitteleuropa.

SÜDAFRIKA

Die fünfte Corona-Welle nimmt Fahrt auf. Die Zahl der Neuinfektionen steigt täglich und liegt durchschnittlich bei mehr als 7.500 pro Tag. Die Großstädte Johannesburg, Durban und Kapstadt sind besonders betroffen. Bisher hat die Regierung keine neuen Einschränkungen beschlossen.

In der Provinz KwaZulu-Natal sind die Aufräumarbeiten nach den verheerenden Überflutungen weiter im Gange. Die Schäden wurden zuletzt auf 17,6 Mrd. ZAR geschätzt. Die Regierung hat die Provinz zum Katastrophengebiet erklärt. U.a. wird momentan die Bahnstrecke zwischen Durban und Johannesburg repariert. Das zerstörte Bahnnetz hat auch Auswirkungen auf die Lieferung von Kerosin. Diese wurde an den Flughäfen in Johannesburg zeitweilig unterbrochen. Einige Fluggesellschaften haben ihre Flüge nach Südafrika gecancelt, andere leiteten ihre Flüge nach Kapstadt um. Kurzfristig wurde Treibstoff von der Küste nach Johannesburg transportiert. Langfristig kann die Lösung aber nur in der vollständigen Reparatur der Schienenverbindung bestehen. 

USA 

Die Überlastung vieler US-Flughäfen zieht Verspätungen nach sich. Dafür sorgt ein leichter Rückgang der Nachfrage von Europa nach USA für stabilere Raten. Sollten sich die Engpässe auf den Flughäfen wieder lösen, könnten viele Kunden in absehbarer Zeit mit einer spürbaren Preiserleichterung rechnen. Dies belegen aktuelle Statistiken des Analyseunternehmens „Clive Data Services“. Die Kapazitäten auf der Transatlantik-Route sind zwischen Mitte März und Ende April 2022 um 21% gestiegen (Quelle: freightwaves.com).

Der Flugzeugbauer Airbus baut seine A320-Produktion in den USA aus. Das Airbus-Werk im US-amerikanischen Mobile (Alabama) wird eine zusätzliche Endmontagelinie erhalten und damit einhergehend rund 1.000 neue Jobs schaffen. Der Bau der neuen Anlage soll 2023 beginnen. Im Jahr 2025 soll die Produktion starten (Quelle: aerotelegraph.com).

Das US-Militär kooperiert im Angesicht des Krieges in der Ukraine mehr und mehr mit kommerziellen Frachtfluggesellschaften. Laut offiziellen Medien transportieren zurzeit mindestens drei Airlines US-Militärausrüstung und Waffen in Richtung Ukraine. U.a. brachten 747-Frachflugzeuge von Atlas Air und Kalitta Air entsprechendes Frachtgut von der Dover Air Force Base in Delaware nach Polen (Quelle: freightwaves.com).

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