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Was prägt derzeit den Markt für Luftfracht? Was für Seefracht? Was auf der Bahnverbindung mit China? Wissenswertes lesen Sie hier.

LUFTFRACHT

Die Nachfrage für Exporte von Europa in die USA liegt weiter auf sehr hohem Niveau. Ebenso in Gegenrichtung aus USA nach Europa. Kapazität ist noch immer knapp, die Lage angespannt. SENATOR INTERNATIONAL agiert und wird auch im Juni 2021 mit zusätzlichen Charter-Flügen auf der "SAB" SENATOR Atlantic Bridge einige Engpässe ausgleichen.

Und von China nach Europa? Ähnliches Bild: hohe Nachfrage, knappe Kapazität. Zwar nimmt der Import Persönlicher Schutzausrüstung (PPE) und Test Kits derzeit ab. Hintergrund: die ansteigende Impfquote in West- und Mitteleuropa. Doch die Gesamtnachfrage anderer Güter bleibt hoch.

Auch beim Export von Europa nach Südafrika hat die Nachfrage in den letzten Wochen stark angezogen. SENATOR bietet auf der "SAB" SENATOR Africa Bridge von Frankfurt-Hahn (HHN) nach Johannesburg (JNB) zusätzliche Charter-Flüge. Entlastung für den Markt.

SEEFRACHT

Die Gesamtsituation bleibt angespannt. Vor allem in Europa ist freies Equipment weiter Mangelware. Die Raten? Steigen auch für Juni weiter. In Haupthäfen Hamburg und Rotterdam kommt es zu Verzögerungen. 

Für Export von Europa nach Asien bleiben Schiffe ausgebucht. Sommerflaute zeichnet sich für dieses Jahr nicht ab. Nach wie vor können kurzfristige Buchungen kaum oder nur gegen Premiumraten getätigt werden. Ab Juni 2021 erhöhen viele Reedereien Raten erneut. Vor September wird mit keiner Entspannung gerechnet.

Häfen in Myanmar werden aufgrund der weiterhin instabilen politischen Lage vor Ort derzeit nicht bedient. Für Indien sorgt der Zyklon Tauktae für Probleme. Auswirkungen des Sturms hatten in der vergangenen Woche für spürbare Verspätungen gesorgt. Die Häfen Nhava Sheva, Mundra und Hazira haben inzwischen normalen Betrieb wieder aufgenommen. In Pipavav wird das Terminal voraussichtlich ab 1. Juni 2021 hochfahren.

Für Import von Asien nach Europa dasselbe Bild: volle Schiffe, kaum freies Equipment, hohe Raten. 

Für Export von Europa nach Nordamerika und Mexiko sind Volumina weiterhin sehr hoch. Hohe Auslastung wird vermutlich über den Sommer hinweg anhalten. Je nach Carrier ist Schiffsraum mit einer Vorlaufzeit von 4 - 6 Wochen verfügbar. Wer sicher gehen will, muss höhere FAK-Raten (freight all kind) zahlen. Durch Überlastung vieler Häfen in den USA und Kanada sind Fahrpläne noch immer nicht verlässlich. Richtung Südamerika ebenfalls hohe Nachfrage. Speziell für die Westküste steigt die Auslastung derzeit, was zu weiteren Zuschlägen wie PSS führt. Buchungen sollten unbedingt so weit wie möglich im Voraus platziert werden.

Vor dem Hafen von Colombo auf Sri Lanka ist auf dem 2.700 TEU Schiff X-Press Pearl am 19. Mai 2021 ein Feuer ausgebrochen. Löscharbeiten dauerten über das vergangene Wochenende an. Nachdem das Feuer Ende letzter Woche unter Kontrolle gebracht schien, flammte es erneut auf. Die Sri Lanka Ports Authority (SLPA) vermutet, dass Chemikalien in den Containern reagiert und damit das Feuer neu entfacht hatten (Quelle: theloadstar.com).

BAHNFRACHT

Die Türkei könnte sich derzeit womöglich zu einer neuen Drehscheibe im Schienengüterverkehr zwischen China und Europa entwickeln. Seit Monaten investieren namhafte europäische Eisenbahnunternehmen in Richtung Türkei. Das Land bietet dank seiner Lage und jüngst verbesserter Bahnanlagen vor Ort viel Potenzial für eine Anbindung an die Neue Seidenstraße. 

Das Eisenbahnunternehmen METRANS, das zu 100% der hamburgischen HHLA gehört, hat 2020 die Anzahl der zwischen Europa und China verkehrenden Containerzüge um 114% erhöht. Trotz COVID-19 profitierte der Anbieter von den Kapazitätsengpässen in der Seefracht und dem Preisvorteil des Schienentransports. Die jüngst veröffentlichte Bilanz des Anbieters ist weiteres Indiz für den extremen Zuwachs auf der Bahnverbindung zwischen China und Europa (Quelle: railfreight.com).

Auf der Route durch Polen sorgt eine Baustelle zwischen Poznan und Rzepin für Verzögerungen. Bauarbeiten dürften einige Zeit in Anspruch nehmen. Entlang der Hauptverkehrsader kommt es immer wieder zu Beeinträchtigungen – häufiger noch im Bereich des Grenzbahnhofs Malaszewicze.

AKTUELLE LAGE WELTWEIT

BRASILIEN

Die Impfkampagne schreitet allmählich voran. Bislang wurden 20% der Bevölkerung erstgeimpft. Aufgrund der Bevölkerungsgröße bleibt es sicherlich eine längerfristige Herausforderung, bis Herdenimmunität erreicht ist. Die Wirtschaft hat sich indes leicht erholt.

Für Seefracht ist die Situation in Import und Export weiter sehr volatil. Freier Platz und freies Equipment? Mangelware. Reeder schicken die meisten verfügbaren Kapazitäten derzeit auf die Transpazifikroute zwischen Asien und Nordamerika. SENATOR arbeitet eng mit Netzwerk und Reedern zusammen, um Fracht trotzdem termingerecht ans Ziel zu bekommen. Hierfür werden u.a. Premium-Frachten für besonders dringende Ladungen genutzt.

Für Luftfracht sind Raten gestiegen, da es an Passagier-Flügen (PAX) mangelt. Für die LATAM Region sind Buchungen Wochen voraus gefragt. Genaue Prognosen sind momentan kaum möglich. Vorausschauende Planung ist entscheidend. SENATOR bietet neben teureren Direktlösungen auch preiswertere Consolidation-Services für viele Destinationen an.

CHINA

Die dramatische Entwicklung der Corona-Pandemie in Indien stärkt derzeit Chinas Rolle für die Lieferketten aus Asien noch mehr. Hintergrund: die aktuelle indische Corona-Welle hat viele kleinere Hersteller gezwungen, ihre Produktion zu reduzieren oder Fabriken zumindest vorübergehend komplett zu schließen. Dies erschwert Indiens Versuche, Unternehmen im Rahmen einer globalen Verlagerung der Lieferketten von China wegzulocken (Quelle: scmp.com).

In China haben sich am 21. Mai 2021 zwei schwere Erdbeben ereignet. Wie die Provinzregierung von Yunnan im Südwesten des Landes meldete, wurden in der gleichnamigen Provinz mehrere Menschen getötet und Dutzende Personen verletzt. Inwieweit sich die Folgen des Erdbebens auf den Überland-Verkehr im Süden Chinas auswirken könnten, ist noch unklar (Quelle: faz.net).

MEXIKO

Für Luftfracht von Europa nach Mexiko wird aktuell Treibstoffzuschlag erhoben. Aufgrund begrenzter Kapazitäten müssen Buchungen 1 - 2 Wochen im Voraus erfolgen. Die "SAB" SENATOR Atlantic Bridge von Frankfurt (FRA) nach Mexiko-Stadt (MEX) mit 3 Flügen pro Woche ist eine gute Premium Alternative. Flüge in der Region LATAM sind durch Einschränkungen und Bestimmungen im Zusammenhang mit COVID-19 momentan erschwert. So befindet sich Argentinien in neuem Lockdown. Hier können aktuell keine Pax-Flüge gebucht werden.
 
Für Seefracht ist die Lage bei FCL-Transporten kritisch. Einige Carrier nehmen bis Ende Juni 2021 keine Buchungen nach Mexiko an. Equipment ist knapp. Für Importe aus China und Südost-Asien sind Raten nochmals enorm gestiegen. Immerhin ist die Equipment-Situation auf der Transpazifik-Route derzeit entspannter.

SÜDAFRIKA

Auswirkungen der COVID-19 bedingten Restriktionen auf den Straßengüterverkehr bleiben bestehen. Insbesondere an den Grenzen zu Botswana und Simbabwe kommt es weiterhin zu Staus und längeren Verzögerungen. Mehrere Grenzposten wurden zuletzt nach positiven Corona-Testfällen bei Kontrollen für mindestens 24 Stunden geschlossen. Durch die zusätzliche Verzögerung kommt es weiter zu Rückstau von Lastwagen, die darauf warten, Südafrika verlassen zu dürfen. Die angespannte Situation auf den Überlandrouten sollte für Buchungen bedacht werden.

USA

Im April 2021 sind Luftfracht Raten um 0,5% angestiegen. Die Nachfrage zieht sowohl für Importe als auch Exporte an. US-Inlandsflugkapazitäten bzw. verfügbare Frachttonnenkilometer (AFTK) stiegen im März 2021 um 4% gegenüber Vorjahr. Nach elf Monaten des Kapazitätsrückgangs war dies der zweite Monat in Folge mit positivem Trend.

Für Seefracht bleibt die Nachfrage beim Import in die USA und Kanada konstant hoch. Im April 2021 stiegen Containerimporte laut PIERS (Port Import/Export Reporting Service) um 27% gegenüber Vorjahr. Das Importvolumen an der Westküste stieg um 24%, an der Ostküste um 30%. Verfügbare Kapazitäten sind weiterhin knapp.

Nachdem der Equipment-Mangel lange Zeit durch nicht verfügbare Container bestimmt war, entwickelt sich jetzt die Verfügbarkeit von Paletten zum Thema. Nach COVID-19 bedingten Einschränkungen und weiteren Faktoren wie dem Rückstau durch die Suezkanal-Blockade und Holzknappheit sind aktuell nicht ausreichend Paletten vorhanden (Quelle: theloadstar.com).

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