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Was prägt derzeit den Markt für Luftfracht? Was für Seefracht? Was auf der Bahnverbindung mit China? Wissenswertes lesen Sie hier.

LUFTFRACHT

Corona-Hilfspakete der US-Regierung und konjunkturelle Belebung führen zu ungebrochen hoher Nachfrage von Luftfracht auf dem Transatlantikmarkt. Für Exporte von Europa nach Nordamerika herrschen weiterhin Kapazitätsengpässe. Die Handling-Situation an zentralen Flughäfen wie Atlanta (ATL) oder Chicago O'Hare (ORD) ist dadurch stark beeinträchtigt. Die Folge: massive Verzögerungen im Import- und Exportprozess.

SENATOR INTERNATIONAL operiert Extra-Flüge (Pax Charter, Full Charter) in die eigenkontrollierten HUBs Chicago-Rockford (RFD, nahe ORD) & Greenville-Spartanburg (GSP, nahe ATL). Überlastete Flughäfen werden umgangen. Schneller, zuverlässiger, flexibler.

Für Importe von China nach Europa lässt der große Boom für die Einfuhr der Corona Test Kits inzwischen nach. Aufgrund der allgemeinen Nachfrage und Kapazitätssituation sind Raten allerdings weiter auf hohem Niveau.

Für Exporte von Europa nach Latein- und Südamerika sind Kapazitäten hart umkämpft. Die "SAB" SENATOR Atlantic Bridge von Frankfurt (FRA) nach Mexiko-Stadt (MEX) mit 3 Flügen pro Woche ist die beste Alternative. Von Europa nach Südafrika bleibt die Auslastung ebenfalls hoch. Buchungen sollten vorausschauend getätigt werden.

SEEFRACHT

Die Marktlage bleibt kritisch. Raten? Bleiben hoch. Equipment? Weiterhin schwer zu haben. Häfen? Vielerorts überlastet. Im Export von Europa nach Asien sind momentan zusätzlich akute Probleme in den Häfen Hamburg und im Raum Shenzhen, Südchina, zu beachten. 

Für den Hamburger Hafen melden mehrere Reedereien Schiffsausfälle. So hat zum Beispiel Maersk angekündigt, Hamburg auf dem AE7-Dienst Asien-Nordeuropa auf den nächsten vier Fahrten auszulassen. Hintergrund: außergewöhnliche Wartezeiten durch nicht eingehaltene Fahrpläne. Stattdessen endet die Reise dann in Bremerhaven. Bitte beachten Sie, dass Container in Bremerhaven abgenommen werden müssen und nicht in Hamburg. Hieraus können entsprechend Mehrkosten entstehen.

Im Hafen Yantian (Großraum Shenzhen) verschlechtert sich die Lage ebenfalls. Nachdem dort neue positive COVID-19 Fälle bestätigt worden sind, greifen die Behörden restriktiv durch. Abläufe sind aus dem Lot. Erhebliche Verzögerungen land- und seeseitig. Weil Terminalanbieter Maßnahmen zur Eindämmung der neuen Corona-Fälle umsetzen müssen, werden im Hafen von Yantian Staus und Schiffsverspätungen von mehr als 14 Tagen erwartet. Vom 6. bis 13. Juni 2021 werden exportbeladene Container nur 3 Tage vor ETA des Schiffes in Shekou angenommen. Ab 7. Juni werden in Nansha beladene Exportcontainer nur noch 7 Tage vor ETA des Schiffes angenommen. Die ganze Region spürt Auswirkungen.

Auch Shekou (ebenfalls Shenzhen Area) mit Terminals Chiwan, Mawan und Shekou Container Terminal selbst, haben Maßnahmen angepasst, um Sicherheit des Personals zu gewährleisten. Mehrere Reeder haben angekündigt, die Häfen Yantian und Shekou vorübergehend auszulassen. Hierdurch sollen Pünktlichkeit der Fahrpläne eingehalten und Verzögerungen aufgeholt werden.

Für Import von Asien nach Europa gestaltet sich die Lage nach wie vor schwierig. Heißt: volle Schiffe, Fahrpläne durcheinander, Abfahrten kurzfristig geändert, Verspätungen und Staus in den Häfen. Auch die Equipment Situation bleibt angespannt. Das hat umgekehrt auch Auswirkungen auf Exporte von Europa in die Region am Pearl River Delta.

Im Export von Europa nach Nordamerika, Mexiko und Südamerika bleibt die Situation ähnlich angespannt. Raten weiter auf hohem Niveau, volle Schiffe, kaum freie Container. Soweit möglich, sollten Buchungen dringend im Voraus getätigt werden. In Kolumbien gefährdet ein Streik am Hafen von Buenaventura die Abläufe. Einige Carrier haben bereits reagiert: Hamburg Süd, Hapag Lloyd, MSC und CMA CGM nehmen momentan keine Buchungen nach Buenaventura an. Der Ausweichhafen Cartagena arbeitet bereits am Limit. Hier ist mit Staus und Verzögerungen zu rechnen.

Auch im Export von der US-Ostküste nach Europa ist die Lage kritisch. An den wichtigen Häfen   Charlston (South Carolina) und Savannah (Georgia) kommt es zu Schiffsausfällen. Es fehlt an LKWs, noch kritischer ist die Verfügbarkeit von Chassis. Dementsprechend verschärft sich die Verspätung wartender Schiffe noch weiter. Am Greer Rail Terminal (South Carolina) zeigt sich eine starke Überlastung. Die Folge: auf der Bahn werden für den Export aktuell keine Buchungen akzeptiert. Auch diese Faktoren sollten für Buchungen dringend miteinkalkuliert werden.

Nach dem Brand auf dem havarierten Containerschiff X-Press Pearl vor Sri Lanka werden die Folgen für die Umwelt deutlich. Shmuel Yoskovitz, CEO von X-Press Feeders, hat sich für die ökologischen und wirtschaftlichen Schäden entschuldigt. Unter der Ladung an Bord befanden sich Plastikpellets, sogenannte Nurdles, die in großen Mengen an Strände gespült wurden. Die Pellets sind schwer einzusammeln, werden leicht von den Gezeiten weiter getrieben und ziehen Giftstoffe aus dem Wasser an, die sich im Plastik konzentrieren (Quelle: theloadstar.com).

BAHNFRACHT

Das türkische Terminal Köseköy in der Nähe von Istanbul avanciert derzeit zu einer weiteren Drehscheibe auf der Neuen Seidenstraße. Hintergrund: Die österreichische Rail Cargo Group (RCG) und die türkische Pasifik Eurasia haben sich zusammengetan. RCG wird ab sofort Fracht auf der Schiene zwischen Europa und Köseköy transportieren. Ab dort übernimmt Pasifik Eurasia. Der Verkehr zwischen der Türkei und China wird u.a. mit Haltepunkten in Aserbaidschan, Kasachstan und Usbekistan abgewickelt (Quelle: railfreight.com).


AKTUELLE LAGE WELTWEIT

ÄGYPTEN

Mit dem neuen Egyptian Customs Law #207 und daraus resultierenden Dekreten tritt das Advance Cargo Information (ACI) System für alle Einfuhren per Seefracht nach Ägypten zum 01. Juli 2021 in Kraft. Dabei gilt dieser Stichtag für Ankunft der Ware. Aktuell gebuchte Sendungen müssen entsprechend erfasst und registriert sein. Was ist erforderlich? Vor Verladung müssen folgende Informationen mitgeteilt werden:
•    ACID (Advance Cargo Information Declaration) Nummer: 19-stellige Shipment Nummer
•    VAT Nummer des Importeurs
•    Exporter Registration: 17-stellige alphanumerische Nummer des Exporteurs
Ohne diese Daten erfolgt keine Verschiffung.

BRASILIEN

Die Impfkampagne in Brasilien kommt allmählich voran. Bislang haben 23% der Bevölkerung zumindest die erste Dosis erhalten. Dies macht auch ökonomisch etwas Hoffnung auf Verbesserung der Lage.

Für Luftfracht mangelt es weiter an Passagierflügen (PAX), auf denen Frachtraum im Lower Deck zugebucht werden kann. Dies wirkt sich auf Importe und Exporte gleichermaßen aus. Raten bleiben auf hohem Niveau, insbesondere beim Export.

Für Seefracht steigen Raten auf fast allen Routen weiter. Speziell auf der Route von Asien an die Ostküste Südamerikas. Auch für die Route Brasilien nach Nordamerika sollten Buchungen möglichst weit im Voraus angefragt werden.

CHINA

Chinas Importe erzielen Wachstum wie zuletzt vor zehn Jahren. Im Mai 2021 stieg die Rate um 51,1% im Vergleich zum Vorjahresmonat. Dies war der höchste Zuwachs seit Januar 2011. Ein weiteres Indiz der Erholung der chinesischen Wirtschaft von den Folgen der COVID-19 Pandemie. Exporte aus dem Reich der Mitte stiegen ebenfalls. Hier betrug das Wachstum 27,9% (Quelle: scmp.com).

Die Frachtflug-Linie Hong Kong Air Cargo bereitet zurzeit die Ausweitung ihres Linienfrachtnetzes nach Europa vor. Die Tochtergesellschaft von Hong Kong Airlines hatte bereits im Dezember 2020 weltweit neun neue Strecken beantragt und Anfang Mai 2021 Lizenzen für die Flüge erhalten. In Europa sollen künftig zwei Destinationen angeflogen werden: Lüttich und Mailand. Derzeit umfasst das Streckennetz China, Südostasien und die Türkei (Quelle: aircargonews.net).

MEXIKO

Für Luftfracht sollten Buchungen aus Europa, Asien und LATAM mit etwa zwei Wochen Vorlauf erfolgen. Derzeit wird erwartet, dass die Auslastung auf der Route nach/von Nordamerika in Kürze wieder Pre-COVID Niveau erreichen wird. Die "SAB" SENATOR Atlantic Bridge dient weiter als beste Option für Transporte von Frankfurt (FRA) nach Mexiko-Stadt (MEX).

Für Seefracht ist die Situation sehr komplex. Exporte von Europa nach Mexiko sollten möglichst weit im Voraus angefragt werden (mind. 7 Wochen). Weiter sind freie Kapazitäten für Importe und Exporte knapp.

SÜDAFRIKA

Nach herben finanziellen Rückschlägen durch COVID-19 hat die südafrikanische Fluggesellschaft South African Airways (SAA) den Starttermin für den anvisierten Neubeginn vom 1. Juli 2021 auf den 1. August 2021 verschoben. Grund hierfür ist offenbar die problematische Abwicklung der aufgestauten Schuldenlast. Laut Pravin Gordhan, Minister für öffentliche Unternehmen in Südafrika, gebe es prinzipiell Einigung zur strategischen Neuausrichtung. Es müssten jedoch noch finanzielle und rechtliche Vereinbarungen abgeschlossen werden. Weitere Rettungsaktionen seien aber nicht notwendig, heisst es.

Im Straßengüterverkehr bleibt das Verkehrsaufkommen für den Export von Südafrika in nördliche Nachbarländer Botswana und Simbabwe unverändert hoch. Auch die erneute Öffnung des Grenzpostens an der Kazangula-Brücke hat wenig Erleichterung gebracht. An fast allen Grenzen stauen sich weiterhin LKW, da es COVID-19 bedingt zu strengeren Kontrollen kommt. Für alle Transporte, die Südafrika auf dem Landweg verlassen, sollten nach wie vor Verzögerungen einkalkuliert werden.

USA

Per Luftfracht gibt es neue Entwicklungen beim Transport von Pharma Produkten. United Cargo ist die erste nordamerikanische Fluggesellschaft, die eine Lizenz auf den Transport von temperaturkontrollierten Releye RLP-Containern erhalten hat. Nach Zulassung umfasst das Portfolio von United Cargo nun mehr als 15 Containeroptionen, die darauf ausgelegt sind, entsprechende Fracht bei exakt kontrollierter Temperatur zu halten (Quelle: aircargonews.net).

Für Seefracht bleibt die Situation in den Häfen von Kalifornien höchst problematisch. Nach wie vor stauen sich viele Containerschiffe, wobei Oakland (San Francisco) nun Los Angeles/Long Beach als Epizentren der Rückstaus abgelöst hat. So warnt Maersk Verlader, dass Wartezeiten vor Oakland derzeit bis zu drei Wochen betragen.

Verzögerungen in den Häfen der Westküste haben schwerwiegende Auswirkungen auf Fahrpläne. Routings werden geändert, Abfahrten gestrichen, weil Schiffe sonst nicht rechtzeitig nach Asien zurückkehren können. Für den US-Import bedeutet das noch längere Verzögerungen, noch höhere Raten und Begrenzung der erlaubten Buchungsmenge (Quelle: freightwaves.com).


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