+++ ALWAYS UP TO DATE WEEK 39 +++

Regelmäßige Informationen über aktuelle Entwicklungen

Was prägt derzeit den Markt für Luftfracht? Was für Seefracht? Was auf der Bahnverbindung mit China? Wissenswertes lesen Sie hier.

LUFTFRACHT  

Der Markt zeigt sich weiter angespannt. Besonders der Ex- und Import von und nach China ist betroffen. Der Flughafen Zhengzhou (CGO) ist aktuell stark überlastet. Aufgrund erheblichen Personalmangels und Verzögerungen bei der Bodenabfertigung ist der Import von Spezialladungen (Ladungen mit Überlänge, Überbreite, Schwerlaststücke usw.) derzeit nicht gestattet. Gleichzeitig kommt es zu Kapazitätsengpässen durch reduzierte Nutzlast für Import-Flüge. Gegenmaßnahmen sollen die Situation in CGO wieder normalisieren. Auch der Flughafen Shanghai Pudong (PVG) ist weiterhin von Verzögerungen der Abläufe und daraus resultierenden Flugstreichungen betroffen. Die Golden Week vom 1. - 7. Oktober wird gerade die Export Situation aus Europa zusätzlich erschweren.

In Richtung USA bleibt die Lage gleichfalls schwierig. Eine hohe Nachfrage trifft auf nicht genügend freie Kapazitäten. Die Raten liegen durchweg auf hohem Niveau. SENATOR INTERNATIONAL reagiert und bietet auf der "SAB" SENATOR Atlantic Bridge 7 Flüge pro Woche zwischen Frankfurt-Hahn (HHN) und Greenville-Spartanburg (GSP) und 3 Flüge zwischen Frankfurt-Hahn (HHN) und Chicago-Rockford (RFD) an.

Am Flughafen Frankfurt (FRA) kommt es zu Verzögerungen bei der Zollabwicklung für Importsendungen. Grund hierfür ist die veränderte Prozessabwicklung im Einfuhrzollverfahren. Der Aufwand für die Gestellung der Ware beim Zoll nimmt mehr Zeit in Anspruch, weil jede einzelne Sendung, d.h. jeder einzelne Haus- Luftfrachtbrief, einzeln beim Zoll vorangemeldet werden muss. Dementsprechend verlängert sich die Wartezeit für die Zollabfertigung. Für alle über FRA abgewickelten Sendungen sollte dieser Mehraufwand im Importprozess dringend einkalkuliert werden. Generell kommt es derzeit in FRA zu erheblichen Störungen in der Bodenabwicklung. Neben der Zoll-Thematik kommen Verzögerungen in den globalen Lieferketten und das hohe Frachtaufkommen hinzu. 

SEEFRACHT   

Für den Export von Europa nach Asien bleiben die Raten hoch. Freie Plätze sind weiter Mangelware. Auch Exporte nach Australien/Neuseeland sind stark ausgebucht. Einige Reeder akzeptieren derzeit keine Transit-Fracht auf dieser Route. Die Reederei OOCL bietet ab Oktober 2021 keine Ladungen nach Japan mehr an. Hintergrund: Dort eingesetzte Container werden in chinesischen Häfen weit dringender benötigt.

Ab 1. Oktober 2021 greifen für alle Sendungen nach Ägypten die ACI Regeln (ACI = Advance Cargo Information). Alle Kunden sind damit verpflichtet, folgende Angaben zu übermitteln:

•    ACID-Nummer: 19-stellige Nummer zur Identifizierung der ACI-Sendung
•    Umsatzsteuer-Identifikationsnummer des ägyptischen Importeurs
•    Registrierungsnummer des Exporteurs: 17-stellige alphanumerische Nummer
(zusammen mit dem 10-stelligen harmonisierten Zollcode bei Einreichung der Buchung)

Für den Import von Asien nach Europa bleibt die Lage ebenfalls angespannt: Hohe Raten, kaum verfügbares Equipment. Die Golden Week in China (1. - 7. Oktober) befeuert die angespannte Marktsituation und könnte weitere Verzögerungen in Richtung Europa nach sich ziehen.

Auch für den Export von Europa nach Nordamerika, Mexiko und Südamerika zeigt sich noch keine Erleichterung. Die Situation bleibt angespannt: Verfügbare Container sind Mangelware und die Raten steigen nochmals an. Im LKW-Verkehr innerhalb der USA führt der Mangel an Fahrern und Chassis zu starken Verzögerungen. Die US-Häfen bleiben zum Teil stark überlastet, insbesondere an der Westküste. 

Im Oktober wird OOCL den sogenannten „Door Moves“ Service (Reeder übernimmt den gesamten Transport bis zum Empfänger) in Nordamerika einstellen. Ursache hierfür ist der immense Mangel an verfügbaren Fahrern in Kanada und den USA. Wann der Service wieder aufgenommen wird, ist derzeit unklar.

BAHNFRACHT   

Diverse Anbieter konnten den Rückstau auf den Bahnverbindungen spürbar abbauen. Daher entspannen sich derzeit die Laufzeiten zwischen China und Europa. Nachdem Abfahrten über Zhengzhou Ende August noch ca. 14 Tage verspätet auf die Schiene gingen, starten die Züge derzeit nahezu pünktlich. Für Export von Europa nach China gibt es nach wie vor genug freie Plätze. Die Raten in Richtung China liegen auf einem interessanten Preisniveau.

AKTUELLE LAGE WELTWEIT

BRASILIEN   

Nach den heftigen Folgen der Corona-Krise hat sich die Wirtschaft mittlerweile leicht erholt. Auch dank der voranschreitenden Impfkampagne. Mittlerweile gelten 40% der Bevölkerung als vollständig geimpft. 

Für Luftfracht hat sich die Platz- und Ratensituation kaum verändert. Für Export von Europa nach Brasilien sind freie Plätze besonders rar. Beim Export werden vor allem die Strecken in die LATAM-Region stark frequentiert. Sämtliche Anfragen sollten möglichst im Voraus erfolgen.

Für Seefracht stellt die boomende Transpazifik-Route den Markt vor Herausforderungen: Kaum freie Plätze und hohe Raten. Auch für Export von Brasilien nach LATAM muss vorausschauend geplant werden.

CHINA 

Im Vorfeld der Golden Week sind die Spot-Containerfrachtraten auf der Transpazifik-Route erstmals seit vielen Monaten leicht rückläufig. Dieser Trend betrifft sowohl Ladungen an die West- als auch an die Ostküste der USA. Trotzdem beobachten Experten den leichten Abwärtstrend mit Vorsicht (Quelle: theloadstar.com).

Das chinesische C919-Programm verzögert sich durch die strengen US-Exportvorschriften länger als erwartet. Das erste in China entwickelte zweistrahlige Passagierflugzeug wurde auf der größten Luftfahrtmesse des Landes nicht präsentiert. Hintergrund: Die USA verlangen Sondergenehmigungen für den Export von Teilen und Technologien durch Unternehmen, die Verbindungen zum chinesischen Militär aufweisen (Quelle: scmp.com).

GROSSBRITANNIEN 

Nach wir vor hat Großbritannien mit einem allgemeinen Mangel an LKW-Fahrern zu kämpfen. Dies betrifft alle Branchen. Die angespannte Situation wirkt sich mittlerweile auch auf den Einzelhandel aus: Supermärkte beklagen Engpässe, Kraftstofflieferungen an Tankstellen treffen teilweise verzögert ein. Die Lage für Containertransporte ist kritisch. Nahezu alle Reeder sind betroffen. Kunden sollten für Importe in das Vereinigte Königreich verstärkt a priori Demurrage / Detention einkalkulieren. Für Exporte hängen die Zusatz-Kosten von den jeweiligen Schiffskapazitäten ab (Quelle: bbc.co.uk).

MEXIKO  

Aktuell kommt es im Inlandverkehr zu erheblichen Verzögerungen. Bei „Single“ Containertransporten beträgt die durchschnittliche Transportzeit per LKW von und zu Seehäfen 72 - 96 Stunden. Bei Tandem-Transporten 24 - 72 Stunden. Die Ursachen hierfür sind u.a. starke Regenfälle, erhebliche Personalausfälle, zu wenige freie Container und eine streikbedingte Blockade der wichtigsten Bahnverbindung zum Hafen Lazaro Cardenas.

SÜDAFRIKA  

Nach den langanhaltenden Corona-bedingten Restriktionen wird die Wirtschaft nach und nach wieder geöffnet. Im Straßengüterverkehr gibt es berechtigte Hoffnung auf eine baldige Verringerung des Grenzstaus zwischen Südafrika und Simbabwe. Hintergrund: Beide Länder haben für den 1. Oktober 2021 die Öffnung des neuen „One-Stop-Grenzpostens“ in Beitbridge angekündigt.

Steigende Ölpreise und ein schwächerer Rand (ZAR) könnten im Oktober eine Erhöhung der Treibstoffpreise nach sich ziehen. Für Seefracht von und nach Südafrika kommt es aufgrund des globalen Platzmangels weiterhin zu Engpässen. Die Raten steigen momentan spürbar an.

USA   

Rund um die Häfen Los Angeles-Long Beach bleibt die Situation kritisch. Derzeit liegen mehr als 60 Containerschiffe vor Anker. Die Reederei Hapag-Lloyd weist darauf hin, dass sich die Ankunfts- und Abfahrtszeiten ständig ändern. Für Los Angeles-Long Beach liegt die durchschnittliche Wartezeit bei 9 - 11 Tagen. Das Schiffsaufkommen beider Häfen ist in diesem Jahr bislang um 30% gestiegen. Verzögerungen werden mindestens bis Ende des Jahres erwartet. Auch viele Häfen an der Ostküste sind betroffen. In New York und Philadelphia beträgt die derzeitige Wartezeit im Durchschnitt 7 Tage.

Mit SENATOR INTERNATIONAL bleiben Sie Up To Date


 

Wir nutzen Cookies, um Ihnen die bestmögliche Nutzung unserer Website zu ermöglichen und unsere Kommunikation mit Ihnen zu verbessern. Treffen Sie hier Ihre persönliche Präferenz:

Erforderliche Cookies helfen dabei, eine Website nutzbar zu machen, indem sie Grundfunktionen wie Seitennavigation und Zugriff auf sichere Bereiche der Website ermöglichen. Die Website kann ohne diese Cookies nicht richtig funktionieren.

Diese Cookies werden genutzt, um Funktionen der Website zuzulassen, die Ihnen eine möglichst komfortable und auf Ihre Interessen zugeschnittene Nutzung ermöglichen. Des Weiteren hilft uns die Analyse des Nutzerverhaltens ebenfalls, die Qualität unserer Webseite fortlaufend zu verbessern.