INFOMAIL FEBRUAR 2020

China: Auswirkungen Corona, Luftfracht, Seefracht, Bahnfracht, Landfracht

Sehr geehrte Damen und Herren,

China: Auswirkungen Corona

ab Montag 10.02.20 sollte das normale Leben auf der Straße, in Fabriken und bei Behörden wieder starten. Eigentlich. Offiziell ist nichts Gegenteiliges bekannt. Die Lage ist undurchsichtig. Teils haben Fabriken bereits eine weitere Woche Verlängerung der Ferien angekündigt. Wie schon letzte Woche kann seitens offizieller Stelle eine generelle Verlängerung kurzfristig empfohlen werden.

China: Luftfracht

Die meisten Airlines haben alle Flüge für den Februar ausgesetzt. KLM / Air France will – Stand heute – erst wieder ab 16.03.20 von und nach China fliegen.

China: Seefracht

Schiffe mit Ziel Australien dürfen 14 Tage zuvor keinen chinesischen Hafen angelaufen haben.

Ansonsten kommt seitens der Reedereien bislang noch wenig. Doch Routinen werden längst durchbrochen. Crews können nicht planmässig in China getauscht werden. Denn Flugverbindungen fehlen. Scrubber Nachrüstung von Schiffen in chinesischen Werften verzögert sich. Denn Arbeiter in den Werften fehlen. Diese Schiffe kommen nicht rechtzeitig zurück in die vorgesehene Rotation und Reise. Blank Sailings werden ausgeweitet. Die Auswirkungen werden umso stärker im Export spürbar sein. Dann fehlen für die nächsten ein und zwei Monate Schiffe aus Asien in Europa. Schon ist die Rede von GRI – General Rate Increase – ab 01.03.20. Leere Container bleiben im Terminal in China stehen und fehlen in Europa.

Selbst wenn die Produktion in nächster Zeit wieder hochfährt: Es wird dauern, bis alle Routinen wieder laufen. Rückstau und Verspätungen sind zu erwarten. Immerhin: Erste Reeder wollen vorübergehend auf Demurrage & Detention in China verzichten.

China: Bahnfracht

Erste Bahngesellschaften stoppen alle Verbindungen bis Ende Februar. Waren die ersten Abfahrten zunächst für 18. / 19.02.20 geplant – und sofort ausgebucht – ist mit weiteren Verzögerungen auch per Bahn zu rechnen.

China: Landfracht

Auf chinesischer Seite sind bis auf den Grenzübergang Turugart / Irkeshtam nach Kirgisistan alle Grenzübergänge offen. Kirgisische Behörden hatten ihre Grenzübergänge mit China geschlossen. Russische Zollorgane haben die meisten Grenzübergänge auf dem Landweg für den Güterverkehr mit China wiederaufgenommen. Ausgenommen: Pokrovka, Amurzet, Nizhneleninsky. Die bleiben noch geschlossen. Reisende von China nach Hong Kong werden in 14-tägige Quarantäne gesetzt. Ausgenommen davon ist der Güterverkehr.

An den meisten Grenzübergängen nach China haben Importe zur Bekämpfung des Coronavirus erste Priorität bei der Abfertigung.

Gern halten wir Sie weiter informiert.
Ihr SENATOR INTERNATIONAL Team