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Regelmäßige Informationen über aktuelle Entwicklungen

Was prägt derzeit den Markt für Luftfracht? Was für Seefracht? Was auf der Bahnverbindung mit China? Wissenswertes lesen Sie hier.

GENERELLE INFORMATION  

Der Krieg in der Ukraine bestimmt unsere Weltlage. Dies gilt auch vermehrt für die Handelsrouten und so gut wie alle Transportwege. Luft-, See- und Bahnfracht sind bereits jetzt erheblich von den Entwicklungen in der Ukraine, von den Folgen der Sanktionen gegen Russland sowie der Sperrung der Lufträume betroffen. Aufgrund des explosionsartigen Ölpreis-Anstiegs sind auch die Dieselpreise seit letztem Wochenende massiv gestiegen. Als Reaktion erheben Fuhrunternehmer, LKW-Spediteure und Carrier kurzfristig Sonderkosten aufgrund des teuren Diesels.

Zu detaillierten und produktbezogenen Fragen wenden Sie sich gern direkt an Ihre(n) persönliche(n) SENATOR-Ansprechpartner(in).

LUFTFRACHT 

Der Markt ist spürbar von den Folgen des Krieges in der Ukraine und damit einhergehenden Sanktionen der westlichen Staaten betroffen. Die gegenseitige Sperrung der Lufträume führt zu Kapazitätsverknappung durch den Wegfall russischer Fluggesellschaften (zum Beispiel Air Bridge Cargo) sowie durch längere Flugstrecken von Europa nach Fernost und zurück. Lieferketten sind von und nach Russland und der Ukraine unterbrochen, von und nach Fernost gestört. Nach wie vor belastet das Thema Covid 19 den Luftfrachtmarkt negativ. Nun kommen weitere Herausforderungen hinzu.

Durch die Sperrung des russischen Luftraums für europäische Fluggesellschaften ist die Luftfracht von Europa nach Fernost stark eingeschränkt. Aktuell reduzieren Fluggesellschaften ihre Verbindungen von und nach Fernost. Besonders Japan ist nur über Umwege erreichbar. Die Folge: Steigende Frachtraten, die zudem auch von stark steigenden Rohölpreisen beeinflusst werden.

Handelswege von Europa in Richtung Westen sind derzeit weniger von Sanktionen und deren Auswirkungen betroffen, wobei auch hier Kapazitätsprobleme auftreten, da mit Air Bridge Cargo ein Anbieter auf den Routen in die USA nun aus dem Rennen ist.  Auf der "SAB" SENATOR Atlantic Bridge sind Kapazitäten wegen reduzierter Frequenzen beschränkt. Grund sind routinemäßige Wartungsarbeiten an einem der eingesetzten B747-400 Frachtflugzeuge. SENATOR arbeitet an Lösungen, um mehr Verbindungen anzubieten.

In Richtung Südafrika bietet die "SAB" SENATOR Africa Bridge weiterhin eine zuverlässige Lösung für Sendungen von Frankfurt-Hahn (HHN) nach Johannesburg (JNB).

SEEFRACHT  

Für die Seefracht verzeichnet der Markt ebenfalls spürbare Folgen des Konflikts in der Ukraine. Alle Verladungen von und nach Belarus, Russland und der Ukraine wurden eingestellt. Hierüber informierten alle namhaften Reedereien unisono.

Nach den schweren Stürmen in Nordeuropa sind die Terminals am Hamburger Hafen weiter überlastet. Insbesondere das Container Terminal Altenwerder (CTA) ist betroffen. Zahlreiche Züge warten tagelang auf Abfertigung. Als Folge fehlt es im Hinterlandlandverkehr an Equipment. Depots in Deutschland, Österreich, der Schweiz, Tschechien und Ungarn verzeichnen eingeschränkte Containerverfügbarkeit.

Für Export von Europa nach Asien ist die Ratensituation sehr angespannt. Dies gilt insbesondere für den Mittleren Osten und Indien/Pakistan. Im Hafen von Colombo (Sri Lanka) verursacht ein Rückstau Verzögerungen im Verkehr nach Indien. Colombo ist wichtige Drehscheibe für den Subkontinent. So hat die Reederei Hapag Lloyd die Annahme aller Buchungen aus Nord- und Südeuropa in den indischen Hafen Visakhapatnam eingestellt.

Für Import von Asien nach Europa bleibt COVID-19 ein spürbarer Faktor. In mehreren Städten Chinas kam es in der vergangenen Woche erneut zu steigenden Infektionszahlen, u.a. in Qingdao, Shenzhen und Shanghai. In Hongkong bleibt die Lage besonders angespannt. Hier kann es bei eingehenden Sendungen zu Verspätungen und kurzfristigen Änderungen in den Fahrplänen kommen.

Für Export von Europa nach Nordamerika und Mexiko hat sich die Lage zuletzt kaum verändert. Die Staus vor wichtigen US-Häfen – vor allem an der Westküste – sorgen nach wie vor für Verzögerungen. Die Raten bleiben auf hohem Niveau. Für das 2. Quartal werden in Richtung LATAM und Mexiko noch weiter steigende Raten prognostiziert.

BAHNFRACHT

Die Situation in der Ukraine und die Sanktionen gegen Russland treffen vor allem die Bahnfracht für China. Die Neue Seidenstraße führt durch Russland und Belarus. 

Hiermit teilen wir mit, dass unser Service SARB (SENATOR Asia Rail Bridge) aufgrund der Krisensituation vorerst ausgesetzt wird. Ab sofort werden keine Buchungen mehr angenommen. Die aktuelle Entwicklung erlaubt keinen sicheren Transport mehr für Sendungen. Ebenfalls geht es um die Sicherheit der beteiligten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Wir bitten um Verständnis und werden über die weitere Entwicklung zur Bahnfracht informiert halten.

AKTUELLE LAGE WELTWEIT

BRASILIEN

Für Luftfracht hat die Zahl der Passagierflüge zugenommen. Durch die damit einhergehende Frachtoption (PAX) hat sich die Kapazitätssituation etwas verbessert. Die Raten bleiben auf hohem Level. Weiterhin verzeichnen die beiden Flughäfen Guarulhos (GRU) und Viracopos (VCP) in São Paulo Engpässe. Diese führen zu langen Wartezeiten, insbesondere für Importe eingehend nach Brasilien.

Für Seefracht sind freie Plätze von und nach Europa und Südafrika weiterhin rar. In Richtung Nordamerika hat sich die Lage etwas entspannt. Für den Seeweg von und nach Asien lassen sich kleinere Frachtmengen ohne Einschränkungen verschiffen. Schwergut oder größere Packstücke sind hingegen problematisch. Die südlichen Häfen in Brasilien melden weiterhin Verspätungen, wodurch Lieferketten beeinträchtigt werden.

CHINA 

Als Folge der westlichen Sanktionen gegen Russland ist der Handel zwischen Russland und China um fast 40% gestiegen. Der bilaterale Transfer erreicht damit für das erste Quartal 2022 bisher das höchste Wachstum seit 12 Jahren. Laut den am Montag von der Allgemeinen Zollverwaltung veröffentlichten Daten, war der Zuwachs doppelt so hoch wie der prozentuale Anstieg des chinesischen Gesamthandels im selben Zeitraum (Quelle: scmp.com).

Trotz dieses Aufschwungs wird auch Chinas Exportwirtschaft insgesamt spürbar gebremst. Die Folgen des Ukraine-Kriegs treffen die zweitgrößte Volkswirtschaft der Welt in schwieriger Lage. Chinas Null-Covid-Strategie hat den Außenhandel bereits seit November deutlich gedämpft. Jetzt warnt die Regierung „vor einem schwierigen Jahr“. Der chinesische Ministerpräsident Li Keqiang sprach am Samstag zum Auftakt des Pekinger Volkskongresses von einem „volatilen, ernsten und unsicheren" Umfeld. Es bestünden „viele potenzielle Risiken" im Wirtschafts- und Finanzsektor (Quelle: tagesschau.de).

MEXIKO

Für Luftfracht von Europa bietet die "SAB" SENATOR Atlantic Bridge von Frankfurt (FRA) nach Mexiko-Stadt mit 3 Flügen pro Woche eine flexible und leistungsstarke Lösung. Auf der Route von Asien bleiben die Raten auf hohem Niveau. 

Für Seefracht von Europa kommt es zu Kapazitätsengpässen. Vorausschauende Planung ist ein Muss. Der LCL Service von SENATOR ist gute Alternative für zeitkritische Fracht. Aktuell verfügt der Service über genügend verfügbare Kapazitäten. Von Asien nach Mexiko wirkt sich die Null-Covid-Strategie weiter aus. In einigen chinesischen Häfen kommt es kurzfristig zu Fahrtausfällen. Im Verkehr in die USA ist die SENATOR Gulf Bridge eine gute Option mit wettbewerbsfähigen Raten. 

SÜDAFRIKA 

Die COVID-Situation im Land entspannt sich weiter. Die Zahl der Neuinfektionen pro Tag fiel in der letzten Woche auf unter 1.000. 

Die Preise für Benzin und Diesel sind im Laufe der Woche um 7,5% gestiegen. Ursache auch hier: die Krise in Osteuropa und der daraus folgende Anstieg der Rohölpreise. Zudem wird der südafrikanische Rand (ZAR) derzeit schwächer gehandelt.

USA 

Als Reaktion auf den russischen Angriffskrieg in der Ukraine haben das US-Verkehrsministerium und die US-Luftfahrtbehörde den US-Luftraum für russische Fluggesellschaften gesperrt. Die Regelung betrifft sowohl Passagier- als auch Frachtflüge sowie Linien- und Charterflüge. Die Vorgabe greift offiziell seit 2. März. Zuvor hatte Russland am 28. Februar für Fluggesellschaften aus 36 Ländern (darunter alle 27 Mitgliedsstaaten der EU) ein Flugverbot über dem eigenen Territorium verhängt (Quelle: aircargonews.net).

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