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Regelmäßige Informationen über aktuelle Entwicklungen

Was prägt derzeit den Markt für Luftfracht? Was für Seefracht? Was auf der Bahnverbindung mit China? Wissenswertes lesen Sie hier.

GENERELLE INFORMATION 

Der Krieg in der Ukraine zieht weltweit weitreichende Folgen für Handelswege und Lieferketten nach sich. Zahlen für Seefracht belegen es. So ist der Seehandel mit Russland seit Beginn der Invasion bisher um 58% zurückgegangen (Quelle: splash247.com). Für Luftfracht wird die ohnehin Covid-bedingte Knappheit an Kapazität durch die Sperrung von Lufträumen weiter verschärft.

Gestiegene Treibstoffkosten führen weiterhin zu Zuschlägen auf den Verkehrsträgern. Dies betrifft auch SENATOR. Zu detaillierten und produktbezogenen Fragen wenden Sie sich gern direkt an Ihre(n) persönliche(n) SENATOR-Ansprechpartner(in).

LUFTFRACHT 

Die Entwicklung der Treibstoffpreise hält den gesamten Markt in Atem. Wenige große Carrier haben in den vergangenen Tagen ihre zuletzt erhobenen Zuschläge geringfügig reduziert. Generell herrscht weiter große Unsicherheit in Bezug auf die Preisentwicklung. Verlässliche Prognosen sind kaum möglich. Bis auf weiteres sollte vorsichtig geplant und die Entwicklung aufmerksam verfolgt werden. 

Mit der Zeitumstellung auf die Sommerzeit greift ab Sonntag bei den Fluggesellschaften der Sommerflugplan. Mit dem Flugplanwechsel geht normalerweise eine gesteigerte Verfügbarkeit von Kapazitäten einher. Inwieweit die aktuelle Covid-Situation diese Entspannung erlaubt, bleibt abzuwarten. Zumindest in Richtung Westen könnte eine zunehmende Anzahl an Passagierflügen mit Frachtoption (PAX) durchaus für mehr verfügbare Kapazität sorgen. 

Auf der "SAB" SENATOR Atlantic Bridge kann es durch reduzierte Frequenzen weiter zu Kapazitätsengpässen kommen. Hintergrund sind routinemäßige Wartungsarbeiten an eingesetzten Frachtflugzeugen. SENATOR erarbeitet Lösungen, um eventuelle Flugausfälle zu kompensieren.

Die Bodenabfertigung am Flughafen Frankfurt International (FRA) läuft größtenteils normal. Derzeit schließt SENATOR die letzten Veränderungen für die 1:1 Referenzierung in der Zollabwicklung für Importe ab. Die Testphase der neuen Prozessabwicklung dürfte somit in Kürze erfolgreich beendet sein.

SEEFRACHT  

Der Ukraine-Krieg und neue Covid-Ausbrüche in China dominieren die Abläufe. Angesichts sinkender Spotraten streichen viele Reedereien geplante Abfahrten und planen weitere Zuschläge. Letzte Woche musste Chinas Technologie- und Finanzmetropole Shenzhen Covid-bedingt abgeriegelt werden. Der Hafen von Yantian läuft weiter im Normalbetrieb. Trotzdem sorgt der Lockdown für Fahrplanänderungen und verzögerte Abwicklung im Hafenbetrieb vor Ort. Parallel dazu prognostizieren Beobachter für die kommenden Wochen geringere Nachfrage nach Nordeuropa. Dies veranlasst viele Reedereien zu Leerfahrten oder zur Streichung von Abfahrten (Quelle: theloadstar.com).

Für Export von Europa nach Asien führt der Lockdown in Shenzhen zu Schiffsausfällen und Verspätungen. Im Laufe dieser Woche wird sich zeigen, für wie lange sich die kurzfristige Abriegelung bemerkbar machen wird. Aufgrund des Ukraine-Krieges stauen sich in vielen wichtigen Häfen die Container. Dadurch verzögern sich Abläufe. Unter anderem meldet der Hafen von Piräus (Griechenland) 18 vor Anker liegende Schiffe. Hier wird es mittelfristig zu Verspätungen kommen. Piräus ist einer der wichtigsten Umschlaghäfen im Mittelmeer. 

Für Import von Asien nach Europa geben die Raten derzeit teils etwas nach. Auch die Platzsituation scheint sich bei einigen Reedern zu entspannen. Der Ukraine-Krieg und Chinas Null-Covid-Strategie mit jederzeit möglichen neuen Lockdowns erschweren jedoch eine verlässliche Prognose.

Für Export von Europa nach Nordamerika und Mexiko bleibt die Lage unverändert: Hohe Nachfrage trifft auf wenige freie Plätze. Ein großes Problem stellt momentan die Verfügbarkeit von Leercontainern dar. Dies betrifft auch viele Häfen. Hintergrund: Ursprünglich für Russland beladene Container stehen an Terminals und werden nicht bewegt. Dadurch fehlt es dem übrigen Markt kurzfristig an genügend leeren Containern. 

BAHNFRACHT

Bitte beachten Sie, dass als Folge der Kriegssituation in der Ukraine unser Service SARB (SENATOR Asia Rail Bridge) vorläufig ausgesetzt wird. Zurzeit werden keine Buchungen mehr angenommen. Wir bitten um Ihr Verständnis und werden Sie über weitere Entwicklungen zur Bahnfracht auf dem Laufenden halten.
 
AKTUELLE LAGE WELTWEIT

BRASILIEN

Für Luftfracht gestaltet sich die Platzsituation etwas flexibler als zuletzt. Dies gilt vor allem für Flüge in Richtung USA und in die LATAM Nachbarregion. Die beiden Flughäfen Guarulhos (GRU) und Viracopos (VCP) in São Paulo sind für Exporte weiterhin überlastet. SENATOR bemüht sich in Kooperation mit Verladern vor Ort um eine verlässliche Planung für alle Abholungen. Hierdurch soll das Risiko für Verspätungen verringert werden.

Für Seefracht ist die Nachfrage in Richtung Europa und Südafrika nach wie vor hoch. Dementsprechend gibt es kaum verfügbare Plätze. Sämtliche Buchungen sollten 6 Wochen im Voraus angefragt werden. Auf den Routen nach Asien sieht es besser aus: freie Plätze und verlässliche Raten. Für Import aus USA ist die Lage entspannt. Auch aus Asien sind Buchungen möglich. Für Import aus Europa sind die Schiffe weiterhin voll belegt. Heißt: Wenig freie Kapazitäten und hohe Raten.

CHINA

Chinas Null-Covid-Politik wirkt sich immer deutlicher auf die innerstaatliche Wirtschaft aus. Die Kommunalverwaltungen sehen sich einer wachsenden finanziellen Belastung ausgesetzt. Derzeit befindet sich das Land in der größten Covid-Welle seit zwei Jahren (Quelle: scmp.com).

Auch die globalen Lieferketten bekommen die Auswirkungen der Null-Covid-Strategie deutlich zu spüren. Unterbrechungen in China wirken sich häufig zeitnah auf die weltweite Produktionskapazität aus. Der in der vergangenen Woche verhängte Lockdown im Technologiezentrum Shenzhen könnte durch einen kurzzeitigen Produktions-Stopp für viele Artikel mittelfristige Lieferengpässe nach sich ziehen. Die Zahl der vor dem Hafen Yantian wartenden Schiffe sei im Laufe der Woche um 28,5% gestiegen. Letzte Woche erklärte Präsident Xi Jinping, das Land werde an seiner bisherigen Covid-Politik festhalten. Zeitgleich betonte er, dass die Maßnahmen zur Bekämpfung der Pandemie keine wirtschaftlichen Nachteile mit sich bringen dürften (Quelle: bbc.com).

MEXIKO

Für Luftfracht liegen die Raten auf hohem Niveau. Dies betrifft insbesondere den Import von Europa. Reguläre Tarife für kommerzielle Flüge sind schwer zu bekommen. SENATOR bietet mit der "SAB" SENATOR Atlantic Bridge eine verlässliche Option mit Flügen von Frankfurt (FRA) nach Mexiko-Stadt (MEX) an. 

Für Seefracht fehlt es auf fast allen Routen von und nach Mexiko an freien Containern. Die Raten steigen derzeit an. Bedingt durch Verzögerungen können Fahrpläne zum Teil nicht eingehalten werden. Im Export nach Europa kommt es durch hohe Wartezeiten bei der Verladung teilweise ebenfalls zu Verspätungen. Im Import von China wirken sich die Lockdowns in dortigen Häfen auf die Ratensituation aus. Verzögerungen und Schiffausfälle führen auch hier zu einem Anstieg der Raten.

SÜDAFRIKA 

Die Treibstoffpreise in Südafrika steigen in Folge des Ukraine-Krieges deutlich an. Experten erwarten einen Anstieg des Dieselpreises auf 30 Rand pro Liter. Dies würde für den Zeitraum ab Januar 2021 einen Preiszuwachs von 70% und damit ein Rekordniveau bedeuten. 

Durch Maßnahmen des Stromanbieters Eskom kommt es momentan vermehrt zu Stromausfällen im ganzen Land. Schwere Regenfälle und schlechtes Wetter hatten zuletzt das Stromnetz teilweise beschädigt. Wie lange die unsichere Versorgungslage noch anhält, hängt von den Reparaturmaßnahmen und den Wetterbedingungen in den kommenden Wochen ab.

Ab 1. April 2022 greifen Preiserhöhungen durch die staatliche Hafenbehörde Portnet. Die Terminal Handling Charge (THC) wird aber laut Behörde auf dem aktuellen Niveau bleiben.

USA 

Die Fluglinie Amazon Air hat ihre Luftfrachtaktivitäten in Europa in den vergangenen 6 Monaten rapide ausgeweitet. Bis Ende 2022 dürfte die Gesamtflotte auf 100 Flugzeuge anwachsen. Dies geht aus einem Bericht des „Chaddick Institute for Metropolitan Development“ hervor. Die wichtigsten Standorte für Amazon Air in Europa waren zuletzt der Flughafen Köln-Bonn und der Flughafen Paris CDG (Quelle: aircargonews.net).

Nachdem die wichtigsten Containerhäfen vor der US-Westküste bereits seit fast zwei Jahren unter Überlastung leiden, steigt inzwischen auch der Verkehr vor Häfen an der Ostküste dramatisch. Ende letzter Woche warteten zeitweise 63 Containerschiffe vor den Häfen der Ost- und Golfküste. Ursache ist insbesondere eine direkte Umleitung von immer mehr Frachtschiffen vom Pazifik-Gateway Los Angeles-Long Beach an die Ostküste. Als Folge dürften sich die Staus vor den Ostküstenhäfen weiter verschärfen. Die eingesetzte Kapazität im Asien-Ost-Verkehr wird im Juni 2022 voraussichtlich 889.000 Zwanzig-Fuß-Einheiten erreichen. Das sind 40% mehr als im Durchschnitt des gesamten Jahres 2021 (Quelle: freightwaves.com).

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