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Was prägt derzeit den Markt für Luftfracht? Was für Seefracht? Was auf der Bahnverbindung mit China? Wissenswertes lesen Sie hier.

LUFTFRACHT

Die jüngsten IATA Statistiken zeigen, dass die Nachfrage für Kapazität das Pre-COVID Niveau jetzt wieder übertroffen hat. Zugleich ist die globale Luftfracht-Kapazität um 12% gesunken. Dadurch bestehen auf den meisten Trades weiter Kapazitätsengpässe. Die Lage verschärft sich durch die Auswirkungen der Blockade des Suezkanals. Es wird erwartet, dass der dadurch verursachte Rückstau auf dem Seeweg auch signifikante Auswirkungen auf die Luftfracht haben wird.

SENATOR INTERNATIONAL bietet dazu Lösungen. Ab 19. April 2021 verkehren befristet auf zwei Wochen zusätzliche Charter Frachtflüge mit B-767-300F und B777F von Shanghai (PVG) nach Deutschland. Letzter Abflug voraussichtlich am 02. Mai.

Die Nachfrage von und nach Nordamerika boomt weiter. Auch hier bietet SENATOR INTERNATIONAL Lösungen: mit zusätzlichen Flügen auf der "SAB" SENATOR Atlantic Bridge. Um hohe Auslastung nach Mexico City (MEX) abzudecken, verkehren derzeit wöchentlich drei eigenkontrollierte Frachter-Flüge von Frankfurt-Hahn (HHN) nach Mexico City (MEX).


SEEFRACHT

Nach der Befreiung von M/V EVER GIVEN im Suezkanal liegt das Schiff noch immer im Great Bitter Lake vor Anker. Noch ist unklar, wann der Container-Carrier seine Reise wieder aufnehmen darf. Die Blockade des Suezkanals ist längst aufgehoben. Fast alle wartenden Schiffe haben den Kanal passieren können. Zuletzt angekündigte Buchungsstopps diverser Reeder sind inzwischen - in den meisten Fällen – schon wieder aufgehoben: Neubuchungen sind zum Teil wieder möglich.

Die Lage für die globale Schifffahrt bleibt kritisch. Hauptgrund hierfür: der weiterhin akute Mangel an verfügbaren Containern. Dieser Mangel wird durch den Rückstau in den wichtigsten europäischen Häfen verschärft. Die Folgen der Kanal-Blockade werden die Fahrpläne vermutlich noch bis in den Mai beeinflussen.

Für Export von Europa nach Asien bleiben Schiffe auch im April ausgebucht. Kurzfristige Buchungen können kaum platziert werden oder nur gegen Aufpreis. Treibstoffpreise steigen, Bunkerzuschläge werden angepasst. Alle Seefrachtraten bleiben auf hohem Niveau. Vor Ende Juni ist nicht mit Entspannung zu rechnen.

Aufgrund anhaltender Staus an wichtigen Knotenpunkten wie Port Kelang (Malaysia) und Singapur müssen zusätzliche Verspätungen von bis zu 5 Tagen einkalkuliert werden. Derzeit sind ferner alle Dienste von/nach Karachi & Port Qasim (Pakistan) um ca. 4 bis 6 Tage verzögert.

Für Export von Europa nach Nordamerika und Mexiko bleibt die Platzsituation unverändert: volle Schiffe, hohe Raten. Viele Reeder haben nur begrenztes Interesse an Neugeschäft, da sie mit aktuellen Volumina zu kämpfen haben. Für dringende Sendungen bieten CMA CGM und Hapag Lloyd Buchung per Priority Service an.

Für Import von Asien nach Europa wird die ohnehin angespannte Equipment-Situation durch die Folgen der Suezkanal Blockade weiter verschärft. Darüber hinaus wird in den europäischen Häfen starker Stau erwartet, worauf längere Umschlagzeiten folgen könnten. Diese Faktoren sollten für alle Buchungen bedacht werden.

Für sämtliche Exportsendungen nach Ägypten muss ab sofort im B/L eine sogenannte ACID Registration Number (Advance Cargo Information Declaration) aufgeführt werden. Mit Gültigkeit ab 01. April 2021 soll noch eine Übergangsphase gelten. Spätestens ab 01. Juli 2021 wird ohne ACID Registration Number kein B/L mehr erstellt und eine Einfuhr nicht mehr möglich.
 

BAHNFRACHT

Der Rail Operator ZIH (verantwortlich für die Abwicklung der Route über Zhengzhou) kündigt an, Raten erneut zu erhöhen. Nachdem im März leichte Entspannung der Preise verzeichnet wurde, liegen diese nun wieder auf ähnlichem Niveau wie im Dezember 2020. Diese Ratenerhöhung betrifft alle Sendungen mit ETD ab/nach dem 16. April 2021.

Die Blockade des Suezkanals hat die Nachfrage für den Schienentransport auf der Neuen Seidenstraße nochmals verstärkt. Der Betreiber Chengdu CR Express erwartet laut eigener Aussage nochmaligen Anstieg der Volumina. Der westgehende Verkehr nach Europa sei durch die aktuelle Entwicklung derzeit zu 150 Prozent ausgebucht, heißt es (Quelle: railfreight.com).


AKTUELLE LAGE WELTWEIT

CHINA

Am 11. April 2021 ereignete sich ein Zwischenfall am Hongkong International Airport (HKG). Eine Luftfracht Palette mit VIVO Smartphones fing unmittelbar vor Verladung auf dem Rollfeld Feuer.  Hong Kong Air Cargo hat die Abfertigung von VIVO Smartphones mit sofortiger Wirkung gestoppt. Andere Fluggesellschaften zogen bereits nach. Dies zeigt erneut, wie sensibel Transporte von Batterien sein können. Entsprechende Sendungen sollten generell möglichst früh angefragt werden, um reibungslosen Ablauf zu ermöglichen.

Auch die Transportwege von und nach China sowie die Equipment-Situation in chinesischen Häfen sind extrem von den Folgen der Suezkanal Blockade betroffen. Experten gehen davon aus, dass die Verfügbarkeit freier Container für längere Zeit beeinträchtigt bleiben wird. Die Auswirkungen auf die globalen Lieferketten dürften somit ebenfalls länger anhalten (Quelle: scmp.com).


MEXIKO

Luftfracht nach Mexiko ist weiter kritisch. Kapazität ist knapp. Die "SAB" SENATOR Atlantic Bridge nach Mexico City (MEX) bietet eine zuverlässige Option. Die Raten von und nach Asien liegen immer noch auf einem hohen Niveau. Der Verkehr mit Brasilien zeigt aufgrund der weiterhin kritischen Lage im größten südamerikanischen Land sehr begrenzte Kapazitäten. Reservierungen müssen dringend frühzeitig vorgenommen werden.

Für Seefrachten bleiben Raten ebenfalls hoch. Dies betrifft alle Häfen in Mexico gleichermaßen. Als Folge der Suezkanal Blockade wird sich die Equipment-Situation auch in Mexiko zumindest vorübergehend weiter verschlechtern.

SÜDAFRIKA

Schlechte Straßenverhältnisse, COVID-19-bedingte Einschränkungen und zum Teil chaotische Planung beeinträchtigen zunehmend den grenzüberschreitenden Straßengüterverkehr im südlichen Afrika. Daher sollten für sämtliche Sendungen, die von Johannesburg oder Kapstadt aus über Land weitertransportiert werden, unerwartete Verspätungen einkalkuliert werden.

Am 06. April 2021 traten in Südafrika neue Kraftstoffpreise in Kraft, was mit generellen Preiserhöhungen einhergeht. Die Branche begründet erhöhte Kosten u.a. mit der Einhaltung der COVID-19-Vorschriften, Verzögerungen an den Grenzen und dem schlechten Straßenzustand. 


USA

Die Situation in den Häfen bleibt kritisch – speziell an der Westküste. Insbesondere Los Angeles-Long Beach und Oakland sind weiterhin hart betroffen. Durch den Backlog und nachkommende Schiffe, die aufgrund der Suezkanal Blockade warten mussten und jetzt nach und nach eintreffen, könnte sich der Stau möglicherweise noch bis Juni hinziehen.

Das Importvolumen der Häfen an der Ostküste ist als Folge der aktuellen Lage zuletzt ebenfalls gestiegen, teils weil Importeure Verkehre aus Asien dorthin verlagert haben. Norfolk Southern meldete im März einen Anstieg des intermodalen Verkehrs um 12,4%.

Die US-Inlandsluftfahrtindustrie erholt sich scheinbar schneller von den COVID-19-Auswirkungen als bisher angenommen. Hintergrund: Die in hohem Tempo angelaufene Impfkampagne hat die Nachfrage nach Inlandsflügen zuletzt spürbar angekurbelt. Einige Fluggesellschaften korrigieren ihre Gewinn-Prognosen daher nach oben (Quelle: freightwaves.com).

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