+++ ALWAYS UP TO DATE WEEK 19 +++

Regelmäßige Informationen über aktuelle Entwicklungen

Was prägt derzeit den Markt für Luftfracht? Was für Seefracht? Was auf der Bahnverbindung mit China? Wissenswertes lesen Sie hier.

LUFTFRACHT

Die Marktlage zeigt sich weiterhin angespannt. Auf den Routen zwischen Europa und China bleibt die Auslastung in beiden Richtungen sehr hoch. SENATOR INTERNATIONAL hat daher in den letzten Wochen erfolgreich einige Charter Flüge von und nach China abgewickelt und ihre Block Space Agreement Kapazitäten erhöht.

Auch in Richtung Südafrika hat sich der Bedarf in den letzten Wochen nochmals deutlich erhöht. Die Auslastung der "SAB" von Frankfurt-Hahn (HHN) nach Johannesburg (JNB) ist aktuell sehr hoch.

Die Nachfrage für Exporte von Europa nach Nordamerika ist weiterhin sehr hoch. Die Frequenz der "SAB" Route von Frankfurt-Hahn (HHN) nach Greenville Spartanburg (GSP) wurde erneut auf bis zu 8 Rotationen pro Woche im Mai erhöht.

Auch auf den Transportrouten von und nach Südamerika sind die Kapazitäten weiterhin angespannt.

SEEFRACHT

Grundsätzlich bleibt die Lage kritisch. Freies Equipment? Mangelware. Freie Plätze? Mangelware. Volle Schiffe, hohe Raten. Nach der Suezkanal Blockade melden viele Reeder immer noch Ausrüstungs-Engpässe in den Häfen. Vor allem Asien und Europa sind betroffen. Selbst in den großen chinesischen Häfen wie Shanghai oder Ningbo ist die Ausrüstungssituation sehr problematisch. Die Folge: weitere Raten-Zuschläge (EIS, PSS). 

Es ist davon auszugehen, dass zumindest das gesamte 2. Quartal noch ähnlich angespannt bleiben wird. Die Blockade durch die M/V Ever Given hat die ohnehin schwierige Situation weiter angeheizt. Aufgrund des Equipment- und Platzmangels können viele Reedereien keinen zu einhundert Prozent verlässlichen Service bieten. Freie Plätze sind oft nur gegen Höchstpreise zu haben.          

Für Export von Europa nach Asien demnach weiterhin volle Schiffe und fehlende Container. Die Ratenmisere geht weiter. Die Marktlage führt zu weiteren Erhöhungen der FCL-Raten und   Zuschlägen.

Für Import von Asien nach Europa dasselbe Bild: Platz und Equipment weiterhin knapp, Preise ziehen derzeit wieder an. 

Für Export von Europa nach Nordamerika, Mexiko und Südamerika werden ab 1. Juni 2021 neue PSS angekündigt. Die Raten bleiben auf einem hohen Niveau. Staus vor wichtigen US-Häfen bleiben bestehen. Die Westküste – besonders Los Angeles-Long Beach mit derzeit 27 Schiffen vor Anker und 3 weiteren kurz vor Ankunft – ist stärker betroffen als die Ostküste und der Golf von Mexiko. Nach wie vor besteht zu Lande eine Knappheit an verfügbaren Trucks und Chassis.

Für alle Binnenverkehre von/nach deutschen Seehäfen haben MSC und Hapag Lloyd vor wenigen Tagen eine Congestion Surcharge angekündigt. Andere Carrier könnten in Kürze nachziehen.

BAHNFRACHT

Im April hat die Blockade des Suezkanals dem Güterschienenverkehr zwischen China und Europa ein erneutes Hoch beschert: hohe Nachfrage, gestiegene Raten. Laut der U-Freight Group werden insbesondere intermodale Dienste mehr und mehr angefragt. Ein großes Plus sehen viele Kunden in der Kostenersparnis gegenüber der Luftfracht und der Zeitersparnis gegenüber der Seefracht. 

Der Schienengüterverkehr zwischen dem Hamburger Hafen und Xuzhou in China wird ab sofort mit zwei regelmäßigen Fahrten pro Monat abgewickelt. Laut den Hamburger Hafenbetreibern habe der Dienst seit November 2020 seine Tragfähigkeit deutlich bewiesen. Die Verbindung ist Teil des Xuzhou-Europe Railway Express. Die Züge dieser Verbindung benötigen für die ca. 10.000 Kilometer lange Fahrt 18 Tage (Quelle: railfreight.com).


AKTUELLE LAGE WELTWEIT

CHINA

Die dramatische Entwicklung in Indien und die Erholung der US-Wirtschaft beflügeln derzeit Chinas Handelsbilanzen. Im April 2021 wuchsen die Exporte Chinas um 32,3% gegenüber dem Vorjahr. Dies war die zehnte aufeinanderfolgende Periode des Exportwachstums. Die Vergleichbarkeit ist allerdings laut Beobachtern schwierig, da die weltweite Wirtschaft im April 2020 durch die erste große Corona-Welle stark eingeschränkt war (Quelle: scmp.com).

INDIEN

Weltweit ist der indische Subkontinent derzeit am härtesten von COVID-19 betroffen. Mehrere Bundesstaaten befinden sich in einem vollständigen Lockdown. Dieser wird in den meisten Regionen noch mindestens bis 24. Mai 2021 gelten. Die Lage hat extreme Auswirkungen auf den Güterverkehr: viele Importeure und Exporteure arbeiten aktuell mit einer um 50% reduzierten Belegschaft. Daher ist auf allen Verbindungen nach/aus und über Indien mit geringeren Volumina und längeren Wartezeiten zu rechnen. 

MEXIKO

Sowohl für Luftfracht- als auch Seefracht von und nach Mexiko gilt weiterhin: freie Kapazitäten sind knapp, sorgfältige Planung ist gefragt. Wenn möglich, sollten Buchungen ca. 2 bis 3 Wochen vor dem geplanten Transport erfolgen. Ad-hoc-Buchungen für dringende Sendungen sind nicht immer möglich, wenn dann nur gegen hohe Preise. Die Luftfrachtraten aller Fluggesellschaften bleiben noch im oberen Bereich. Daher bietet die "SAB" SENATOR Atlantic Bridge von Frankfurt (FRA) nach Mexico City (MEX) mit 3 Flügen pro Woche eine gute Option.

SÜDAFRIKA

Im Straßengüterverkehr aus Südafrika nach Simbabwe kam es letzte Woche am Grenzübergang Beit Bridge zu einem langen Stau. Kurzzeitig war die Situation angespannt, mittlerweile konnten die Behörden den Stau wieder auflösen. Auch am Grenzposten Kazangula Bridge nach Botswana stauen sich seit Tagen die Fahrzeuge. Fahrer und Spediteure beschuldigen die staatliche Behörde SARS (South African Revenue Service), in Hinblick auf die enorme Menge an abzuwickelnden Lastwagen schlecht vorbereitet zu sein. Es fehle an Weitblick in der Planung und an genug Personal, hieß es.

USA

In der Luftfracht hat sich der Flughafen Anchorage (ANC) in Alaska laut jüngsten Statistiken 2020 zum viertgrößten Frachtflughafen der Welt entwickelt. Fast 3,16 Millionen Tonnen Fracht wurden über ANC abgewickelt, ein Anstieg von 15% gegenüber dem Vorjahr. ANC dient insbesondere als Umschlagplatz für den Güterverkehr zwischen Asien und Nord-/Südamerika (Quelle: aircargoweek.com).

In der Seefracht ist als Langzeit-Folge der Suezkanal Blockade weiter mit extremen Verspätungen zu rechnen. Derzeit ist die Transpazifik-Route besonders schwer betroffen. Zurzeit liegt die Zahl der vor Los Angeles und Long Beach wartenden Containerschiffe im Schnitt bei etwa 20 pro Tag. Experten gehen für den Seefrachtverkehr von Asien nach Nordamerika für den gesamten Monat von weiteren Verzögerungen und explodierenden Raten aus. Das trans-pazifische Importvolumen steigt weiter (Quelle: freightwaves.com).


Mit SENATOR INTERNATIONAL bleiben Sie Up To Date

Wir nutzen Cookies, um Ihnen die bestmögliche Nutzung unserer Website zu ermöglichen und unsere Kommunikation mit Ihnen zu verbessern. Treffen Sie hier Ihre persönliche Präferenz:

Erforderliche Cookies helfen dabei, eine Website nutzbar zu machen, indem sie Grundfunktionen wie Seitennavigation und Zugriff auf sichere Bereiche der Website ermöglichen. Die Website kann ohne diese Cookies nicht richtig funktionieren.

Diese Cookies werden genutzt, um Funktionen der Website zuzulassen, die Ihnen eine möglichst komfortable und auf Ihre Interessen zugeschnittene Nutzung ermöglichen. Des Weiteren hilft uns die Analyse des Nutzerverhaltens ebenfalls, die Qualität unserer Webseite fortlaufend zu verbessern.