+++ ALWAYS UP TO DATE WEEK 2 +++

Regelmäßige Informationen über aktuelle Entwicklungen

Was prägt derzeit den Markt für Luftfracht? Was für Seefracht? Was auf der Bahnverbindung mit China? Wissenswertes lesen Sie hier.

LUFTFRACHT  

Zu Jahresbeginn zeigt sich die globale Marktsituation höchst angespannt. Durch die COVID-Variante Omikron kommt es weltweit zu Flugausfällen und Personalmangel. Von und nach China hat sich die Charter-Situation nochmals verschärft. Hunderte Passagierflüge werden gestrichen. Hieraus resultiert ein deutlicher Rückgang an Frachtoptionen auf Passagiermaschinen (PAX-Flüge). Chinas Null-Covid-Strategie und daraus folgende Lockdowns führen teilweise zu einem Entzug der Landeerlaubnis für Fluglinien aus Europa und den USA. Für alle Buchungen sollte vorab der aktuelle Flugstatus dringend geprüft werden.

Die eigenkontrollierten Flüge unserer "SAB" sind ebenfalls betroffen. Personalausfälle bei Piloten und anderem Personal führen zu Flugstreichungen. Daher kann der aktuelle Flugplan nicht eingehalten werden. Vor allem auf der "SAB" SENATOR Atlantic Bridge zwischen Deutschland und den USA fallen mehrere geplante Flüge aus. In Richtung Mexiko zeigt die COVID-Lage bisher noch keine konkreten Auswirkungen. Dies kann sich allerdings im Laufe der Woche ändern. 

In Richtung Südafrika und Singapur dasselbe Bild: Bislang ist kein Effekt zu spüren. Nach den Feiertagen ist die Lage momentan ruhig. Auch für diese Routen ist noch keine verlässliche Prognose möglich. 

Die Wiederherstellungsplanung des Flugprogramms läuft kontinuierlich. Die Vorlaufzeiten sowie die Umplanung werden stetig geprüft, um sicherzustellen, dass die Lieferketten stabil bleiben. Über die weitere Entwicklung halten wir Sie auf dem Laufenden.

SEEFRACHT   

Die Situation bleibt ähnlich angespannt wie vor dem Jahreswechsel. Für Export von Europa nach Asien führen Chinas strikte Maßnahmen bei COVID-Ausbrüchen weiter zu Verzögerungen. Lockdowns bedeuten limitierte Transportmöglichkeiten. Das chinesische Neujahrsfest (ab 1. Februar 2022) wirft schon Schatten voraus und erschwert die Planbarkeit für Buchungen nach China und Fernost.

Im Hafen von Ningbo kommt es nach neuen COVID-Fällen zu Verzögerungen durch eine Absperrung der Stadtbezirke Zhenhai und Beilun. Der Hafen selbst ist weiterhin geöffnet. Die Lade- und Löschvorgänge für Container im Hafen verlaufen aktuell normal. Jedoch wurde der LKW-Verkehr vom Hafen in mehrere Bezirke der Region eingestellt. Viele Verlader vor Ort reagieren auf die Beschränkungen und verlagern ihr Volumen für Exporte in das ebenfalls überlastete Shanghai. Auf diesem Weg sollen weitere Verzögerungen auf dem Landweg vermieden werden (Quelle: theloadstar.com).

Seit dem vergangenen Wochenende wurde nach einem COVID-Ausbruch auch die Hafenstadt Tianjin in der Nähe von Peking teilweise abgeriegelt. Ausgangskontrollen wurden eingerichtet und in der Stadt werden Massentests durchgeführt. Die Tianjin Port Group versichert bislang normalen Terminalbetrieb und teilt mit, es gebe keine Hinweise auf Verzögerungen.

Für Import von Asien nach Europa zeigen Verzögerungen in China ebenfalls spürbare Folgen. Die Raten bleiben durchweg auf hohem Niveau. Freie Plätze sind knapp.

Für Export von Europa nach Nordamerika und Mexiko gilt nach wie vor: Volle Schiffe, Raten auf hohem Niveau, lange Wartezeiten vor der US-Westküste. Konkret beträgt die Wartezeit in Long Beach bis zu 40 Tage, in Los Angeles bis zu 28 Tage. Auch nach Südamerika volle Schiffe und hohe Raten. Dies betrifft sowohl die Ost- als auch die Westküste (SAEC / SAWC).

Die Reederei MSC ist der Gewinner im Rennen um Containerschiffskapazitäten im Jahr 2021. Dies geht aus Daten einer Jahreserhebung des Analyse-Tools Alphaliner hervor. MSC hat im vergangenen Jahr 411.000 TEU an Kapazität hinzugenommen, hauptsächlich durch den Kauf von gebrauchten Containerschiffen. Auch Maersk konnte Zuwächse erzielen. Andere Reeder gingen mit Verlusten bei der Kapazität aus dem Gesamtjahr 2021 hervor (Quelle: theloadstar.com).

BAHNFRACHT 

Die gewaltsamen Auseinandersetzungen zwischen Demonstranten und staatlichen Einsatzkräften in Kasachstan hat die Stabilität der Bahnverbindung auf der Neuen Seidenstraße bislang nicht beeinträchtigt. Laut Recherche des Branchenmediums RailFreight.com bestätigten dies mehrere Quellen auf direkte Rückfrage. Allerdings wird das GPS in den Containern durch die Unterbrechung des Internet im Land beeinträchtigt. Noch könne keine Entwarnung für den Frachtverkehr auf der Schiene gegeben werden. Dies hinge von der weiteren Entwicklung im Land ab (Quelle: railfreight.com).  

Für die SENATOR Asia Rail Bridge (SARB) sollte in Hinblick auf Chinese New Year für die kommenden Wochen frühzeitig gebucht werden - spätestens innerhalb der nächsten 7 - 10 Tage. Der Lockdown in Xi'an hat massive Auswirkungen auf die Zugabfertigung. Die Stadt ist wichtige Drehscheibe der Bahnverkehre. Es ist weiter von spürbaren Verspätungen auszugehen.

AKTUELLE LAGE WELTWEIT

BRASILIEN

Für Luftfracht zeigt auch hier COVID spürbare Folgen. Personalmangel und Flugausfälle verknappen verfügbare Kapazitäten. Für Import von Europa, Asien und USA ist die Lage kritisch: Hohe Raten und Wartezeiten bei der Abfertigung. Für Export kann die Platzbestätigung je nach Ziel mehr als 3 Wochen dauern.

Für Seefracht bleibt die Nachfrage hoch. Dadurch werden die Raten zum Teil wieder steigen, unter anderem für Import von Europa und Asien.

CHINA

Das chinesische Neujahrsfest (ab 1. Februar 2022) und die Olympischen Winterspiele in Peking (ab 4. Februar 2022) verkomplizieren die COVID-Lage im Land. Die weiter praktizierte Null-Covid-Strategie führt zum Teil zu ad-hoc Lockdowns und Unterbrechungen im Lieferverkehr. Daher ist mit weiteren erheblichen Störungen in den Lieferketten von und nach China zu rechnen. Auf Chinas neuntgrößtem Frachtflughafen in Xi’an kommt es nach einem neuen COVID-Ausbruch zu zahlreichen Flugstreichungen. Auch andere Teile Chinas sind von dem Virus betroffen (Quelle: theloadstar.com).

Die Fluglinie Cathay Pacific hat alle Langstreckenflüge mit Frachtern und reinen Frachtflügen von und nach Europa für das gesamte erste Quartal ausgesetzt. Hintergrund: Die Behörden in Hongkong haben die Quarantänezeit für ankommende Frachtflugzeuge von drei auf sieben Tage verlängert. Durch die zusätzliche Quarantänezeit verringert sich die Zahl der verfügbaren Piloten. Dies erschwert eine Einhaltung des normalen Flugplans. Die aktuelle Entscheidung bedeutet für alle Verlader einen erheblichen Verlust an Frachtkapazität von und nach Hongkong (Quelle: freightwaves.com).

DEUTSCHLAND

Seit 1. Januar 2022 greift eine Rechtsänderung in Bezug auf die Umsatzsteuerbefreiung von Transportdienstleistungen in unmittelbarem Zusammenhang mit der Ausfuhr oder Einfuhr von Gegenständen. In Bezugnahme auf das EuGH-Urteil C.288/16, L.C. wird die Umsatzsteuerbefreiung eingeschränkt. Die Steuerbefreiung kommt grundsätzlich nur für die Leistung des Hauptfrachtführers, nicht aber für die Leistungen der Unterfrachtführer in Betracht. Hintergrund: Die Beförderungsleistungen werden an den Hauptfrachtführer erbracht.

Dementsprechend rechnet SENATOR INTERNATIONAL Transportdienstleistungen, die in Verbindung mit der Ausfuhr oder Einfuhr von Gegenständen stehen, für die SENATOR allerdings von einem Hauptfrachtführer (z.B. Spediteur) beauftragt wurde, steuerpflichtig innerhalb Deutschlands bzw. mit Reverse Charge innerhalb der EU ab. 

Diese Änderung gilt auch für Frankreich und Spanien.

MEXIKO 

Auch in Mexiko steigt die Zahl der COVID-Fälle rapide an. Sowohl Seehäfen als auch Flughäfen sind von der Entwicklung betroffen. Abfahrt- und Flugausfälle sind die Folge. Es fehlt teilweise an genügend Personal. Für Luftfracht kommt es auf nahezu allen Routen zu einem Preisanstieg. Verfügbare Plätze sind knapp, insbesondere von und nach China. Im Verkehr mit den USA kommt es durch Personalwegfall bei Crews zu mehreren Flugausfällen.

Für Seefracht sollte auch hier im Verkehr von und nach Asien das chinesische Neujahrsfest eingeplant werden. In die LATAM-Nachbarregion verkehren einige Fahrten derzeit unregelmäßig. Abfahrtszeiten werden geändert und teilweise kommt es zu spürbar längeren Wartezeiten. Von Deutschland nach Mexiko bietet SENATOR LCL und FCL Lösungen nach Altamira und Veracruz zu leistungsstarken Raten an.

SÜDAFRIKA 

Trotz weiter hoher Fallzahlen von COVID-19 bleibt das Land in der niedrigen Abriegelungsstufe 1. Seit Montag haben die meisten Geschäfte wieder geöffnet und auch der Betrieb in Unternehmen soll langsam wieder im Büro und nicht aus dem Remote-Office möglich sein. 

Für Luftfracht waren zum Jahresbeginn Preiserhöhungen erwartet worden. Tatsächlich hat jetzt ein leichter Rückgang der Rohölpreise und die Stärkung des südafrikanischen Rand (ZAR) gegenteiligen Effekt: Die Treibstoffpreise wurden Anfang Januar leicht nach unten angepasst. Derweil haben viele Fluglinien im Dezember den Passagierbetrieb von und nach Südafrika wieder aufgenommen. Auch der Regionalverkehr ist wieder aktiv. Doch nach wie vor verkehren deutlich weniger Flüge als vor der Pandemie.

Für Seefracht beklagen Reeder und LKW-Fahrer eine anhaltende Überlastung der beiden wichtigsten Containerhäfen in Durban und Kapstadt. Die Überlastung wurde auf schlechtes Management seitens der Hafenverwaltung zurückgeführt. Zu viele Mitarbeiter seien über die Feiertage in den Urlaub geschickt worden. Die Liegezeit hat sich für Reeder im Schnitt um 2 zusätzliche Tage verlängert. 

USA  

Die US-amerikanische Fluggesellschaft Atlas Air hat vier neue B777-Frachtflugzeuge bestellt. Das Erste soll im November dieses Jahres in die Flotte aufgenommen werden. Die anderen drei sollen im Laufe des Jahres 2023 eintreffen. Die Investition folgt auf einen im dritten Quartal letzten Jahres erzielten Rekordumsatz von mehr als 1 Mrd. US-Dollar und einen Nettogewinn von 119,5 Mio. US-Dollar. Bislang verfügt die Fluglinie über 14 B777F-Flugzeuge (Quelle: theloadstar.com).

Für Seefracht verzögern die beiden Häfen von Los Angeles und Long Beach erneut die Einführung der Verweilzeitgebühr für Container. Ursprünglich war diese für den 25. Oktober 2021 angekündigt worden. Ausschlaggebend für die Verschiebung: die in den Häfen befindlichen älteren Güter waren seit Ankündigung um insgesamt 35% zurückgegangen. Wie erwartet verlangsamten die Feiertage zum Jahresende die Fortschritte im Vergleich zu den vorangegangenen Wochen. Langfristig sollen die Gebühren in Programme zur Effizienzsteigerung und Beschleunigung der Ladungsgeschwindigkeit reinvestiert werden (Quelle: splash247.com).

Mit SENATOR INTERNATIONAL bleiben Sie Up To Date

Wir nutzen Cookies, um Ihnen die bestmögliche Nutzung unserer Website zu ermöglichen und unsere Kommunikation mit Ihnen zu verbessern. Treffen Sie hier Ihre persönliche Präferenz:

Erforderliche Cookies helfen dabei, eine Website nutzbar zu machen, indem sie Grundfunktionen wie Seitennavigation und Zugriff auf sichere Bereiche der Website ermöglichen. Die Website kann ohne diese Cookies nicht richtig funktionieren.

Diese Cookies werden genutzt, um Funktionen der Website zuzulassen, die Ihnen eine möglichst komfortable und auf Ihre Interessen zugeschnittene Nutzung ermöglichen. Des Weiteren hilft uns die Analyse des Nutzerverhaltens ebenfalls, die Qualität unserer Webseite fortlaufend zu verbessern.