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Regelmäßige Informationen über aktuelle Entwicklungen

Was prägt derzeit den Markt für Luftfracht? Was für Seefracht? Was auf der Bahnverbindung mit China? Wissenswertes lesen Sie hier.

LUFTFRACHT  

Importe in die USA boomen weiterhin. Innerhalb der USA ziehen Verkäufe stark an. Lagerbestände reichen kaum noch aus. Die Zahl der PAX-Flüge (Passagierflüge mit Fracht) liegt weiter um ca. 50% niedriger als 2019.

Folge: weiter hohe Nachfrage und steigende Raten. Die aktuelle Lage wird voraussichtlich länger anhalten. Zum 30. Juni 2021 finden zudem Veränderungen beim Air Cargo Screening statt. Konkret wird vorgeschrieben, dass reine Frachtflugzeuge demselben Standard an Sicherheitskontrollen unterzogen werden wie bislang Frachtsendungen auf Passagierflügen. Möglicherweise bedeutet dies weitere Verzögerungen und zusätzliche Kosten.

Die Lage in Chinas Häfen (vor allem Yantian / Region Shenzhen) wirkt sich weltweit massiv auf Lieferketten aus. Ladung weicht bereits zum Teil auf Luftfracht aus. Auch nach Südafrika wird erwartet, dass aufgrund Verzögerungen der Seefracht die Nachfrage für Luftfracht nochmals steigt.

SEEFRACHT   

Für Export und Import zwischen Europa und Asien mangelt es weiter an Kapazität. Hinzu kommen Schiffsverspätungen. Aufgrund eines COVID-19 Ausbruchs hatten die Behörden den Hafen Yantian (Südchina) kurzfristig geschlossen. Auswirkungen für die gesamte Region wie auch global vernetzte Fahrpläne der Schifffahrt waren - und sind - gravierend. Noch immer läuft der Hafen nicht im Regelbetrieb. Nur langsam verbessert sich die Lage. Schiffe werden teils auf andere Häfen (Nansha, Shekou etc.) umgeleitet.

Auch der Hamburger Hafen leidet unter Schiffsausfällen. Verspätungen veranlassen Reeder, Routen zu ändern. MSC und Maersk laufen Hamburg mit einigen Diensten bis Ende Juli 2021 nicht an. Allein Bremerhaven wird angesteuert. Auch Rotterdam ist betroffen. The Alliance Reeder lassen Europas größten Containerhafen auf dem FE4-Dienst bis Kalenderwoche 31 aus.

In Port Klang (Malaysia) kommt es zu erheblichen Verzögerungen. CMA CGM akzeptiert bis Ende Juli keine Ladungen in Richtung Australien/Neuseeland, die in Port Klang umgeladen werden.

Die bei einem ägyptischen Gericht angesetzte Anhörung über das dort festgesetzte Containerschiff EVER GIVEN wurde erneut verschoben. Neuer Termin: 4. Juli 2021. Damit soll den Parteien SCA (Suez Canal Authority) und dem Eigentümer des Schiffes die Möglichkeit zur Kompromissfindung eingeräumt werden.

Importe von Asien nach Europa stehen weiter vor vielen Herausforderungen. Freier Platz? Mangelware. Equipment? Mangelware. Raten? Auf Rekordniveau. Zudem verkompliziert die Lage in Chinas Häfen die Situation. Experten befürchten: chronische Überlastung in Asien, wie u.a. in Yantian, wird Raten nach Nordamerika und Europa weiter in die Höhe treiben. Hieraus könnte Verknappung von Gütern mit geringem Wert resultieren. Trotz Verbesserungen in Yantian werde es Monate dauern, bis der Rückstau komplett abgebaut ist (Quelle: theloadstar.com)

Ähnlich beim Export von Europa nach Nord- und Südamerika: volle Schiffe und hohes Ratenniveau. In den USA stauen sich Schiffe vor wichtigen Häfen. Nach wie vor fehlt es an Equipment. Hinterlandverkehre per LKW sind besonders kritisch. Es fehlt landesweit an Chassis. Raten liegen bis zu 60% über Normalniveau. Ursache: extremes Ungleichgewicht zwischen Angebot und Nachfrage. Trucker können horrende Preise erzielen. Eine Erleichterung der LKW-Situation wird bis Ende des Sommers nicht erwartet.

BAHNFRACHT   

Der Anbieter Eurasian Transit hat ein neues Umschlagterminal an der kasachisch-chinesischen Grenze erworben. Die Anlage befindet sich in der ersten Phase des Aufbaus. Nach Fertigstellung liegt die maximale Kapazität bei 700.000 TEU (20-Fuß-Standardcontainer). Ziel der neuen Anlage: Erleichterung des Frachtumschlags zwischen China und Kasachstan (Quelle: railfreight.com)

AKTUELLE LAGE WELTWEIT

BRASILIEN   

Die Impfkampagne schreitet nur langsam voran. Offiziell erhielten 11,3% der Bevölkerung die zweite Dosis. Für die Wirtschaft bleibt die Lage unübersichtlich. 

Für Luftfracht ist die Zahl der PAX-Flüge (Passagierflüge mit Fracht) nach wie vor deutlich geringer als vor COVID-19. Kapazität fehlt. Allerdings steuern einige Fluggesellschaften Brasilien sukzessive wieder an. Geringes Passagieraufkommen wird teils durch Fracht kompensiert. Raten bewegen sich auf hohem Niveau.

Für Seefracht bleibt die Situation angespannt. Export und Import sind gleichermassen betroffen. Die Ostküste Südamerikas erlebt einen Aufschwung auf der Transpazifik-Route (Asien nach Amerika). Für Trans-Atlantik fehlt es an Kapazität. Für Export von Brasilien gilt: volle Schiffe, Raten nach Lateinamerika und Nordamerika weiter ansteigend. Für Kühltransporte fehlt es an entsprechenden Containern. Buchungen sollten möglichst weit im Voraus angefragt werden. 

CHINA 

Am 1. Juli 2021 feiert China 100. Jahrestag der Gründung der Kommunistischen Partei. Vom 26. Juni bis 1. Juli ist mit Verzögerungen für Transporte nach/von Peking zu rechnen. Dies betrifft Terminals, Bodenabwicklung und den LKW-Verkehr. 

Konkret sind folgende Maßnahmen zu beachten: 

Flughafen Peking und Tianjin erlaubt weitgehend keine Abfertigung von Gefahrgut bis 3. Juli. Verschärfte Sicherheitskontrollen an Terminals sowie für LKW im Grossraum Peking, ferner zeitweise Verkehrsbeschränkungen und Sperrungen.

Für Fragen erreichen Sie unser Team von SENATOR Beijing: 
Inquiries.bjs(at)bjs.senator-international.com

MEXIKO  

Für Luftfracht hat sich die Situation etwas entspannt. Passagierflüge von Europa und Nordamerika nach Mexiko nehmen zu. PAX-Optionen verschaffen aufgeheiztem Markt etwas Luft. Richtung Südamerika ist die Lage konstant kritisch.

Für Seefracht steigen die Raten beim Import aus Europa und Südamerika weiter. Für den Verkehr Asien nach Mexiko verbessert sich Verfügbarkeit von Equipment leicht. Doch auch hier steigen Raten weiter. 

SÜDAFRIKA  

Der Handel auf den Überlandrouten wird durch Regierungsmaßnahmen zur Eingrenzung von COVID-19 beeinträchtigt. An wichtigen Grenzübergängen zwischen Südafrika und den Nachbarstaaten fehlen Gesundheitsbeamte zur Überwachung der COVID-19 konformen Abläufe. Obwohl die Grenzen regulär bis 22 Uhr geöffnet sein sollten, wurden vergangene Woche einige bereits um 18 Uhr geschlossen. Die Folge: weiter lange Wartezeiten vor Grenzübergängen nach Botswana und Simbabwe. Fahrer berichten von Verzögerungen zwischen 24 und 48 Stunden.

USA   

Der Handel boomt weiter und damit die Seefracht. Viele Häfen sind überlastet. Neben der Westküste (primär Los Angeles – Long Beach) betrifft dies längst auch die Ostküste und den Golf von Mexiko: vor allem Charleston (North Carolina), Savannah (Georgia), Norfolk (Virginia) und New York (New Jersey). Es wird erwartet, dass Überlastung über den Sommer hinweg anhalten wird. Hintergrund: ein sprunghafter Anstieg des US-Importvolumens und unregelmäßigen Fahrplänen der Reeder. 

Für Luftfracht bleibt die Transatlantik-Route stark ausgelastet. Hohe Nachfrage hält Raten auf hohem Niveau. Trotz der steigenden Frequenz von Fracht- und Passagierflügen zwischen Europa und den USA liegen Kapazitäten weiter deutlich unter Niveau der Pre-COVID Zeit. Gleiches gilt mehr und mehr für den Transpazifik-Handel. Insbesondere der Import von China in die USA legt zu.


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