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Regelmäßige Informationen über aktuelle Entwicklungen

Was prägt derzeit den Markt für Luftfracht? Was für Seefracht? Was auf der Bahnverbindung mit China? Wissenswertes lesen Sie hier.

GENERELLE INFORMATION  

Die Situation bleibt auf allen Verkehrsträgern einer Herausforderung. Vielfach ziehen die Raten spürbar an. Insbesondere in der Seefracht sorgen Streiks und sich verschärfende Staus für Verzögerungen und längere Wartezeiten.

Auch bei SENATOR wirken sich diese Faktoren in Form von Kostenzuschlägen auf bestimmte Sendungen aus. Nach wie vor gilt: Zu detaillierten und produktbezogenen Fragen wenden Sie sich gern direkt an Ihre(n) persönlichen SENATOR-Ansprechpartner(in).

LUFTFRACHT 

Der Krieg in der Ukraine wirkt sich weiterhin auf die Marktlage und die Lieferketten aus. Insbesondere die gestiegenen Energiepreise bleiben nicht ohne Folgen. Der durchschnittliche Preis für Jet Fuel ist in den vergangenen Monaten stetig gestiegen. Im Gegensatz zu den Vorjahren steigt der Preis dabei auf höherem Niveau als der Rohölpreis generell. In einem von der IATA veröffentlichten Artikel haben namhafte Fluggesellschaften vor einer Anpassung sowohl der Ticketpreise als auch der Luftfrachttarife gewarnt. Hintergrund ist der wachsende Druck in Hinblick auf die Betriebskosten. Treibstoffzuschläge werden aktuell zum Normalzustand sowohl bei IATA-Fluggesellschaften als auch für Charterflüge.

Weiterhin befindet sich ein Teil unserer Flotte des "SAB" Netzwerks in der Wartung. Die Ferienzeit verschafft dem Markt dank mehr Passagierflügen auch wieder mehr Pax-Optionen. Hierdurch baut SENATOR auf allen Routen – insbesondere zwischen Deutschland und den USA - zusätzliche Rotationen ein. Kapazitätsengpässe werden so vermieden, Abflüge und Frequenz gesichert.

SEEFRACHT

Am vergangenen Donnerstag hatte die verantwortliche Gewerkschaft zu einem 24-stündigen Warnstreik in allen großen deutschen Seehäfen aufgerufen. Dieser Streik hat den ohnehin vorhandenen Stau wartender Schiffe in der Deutschen Bucht verschärft. Zudem konnten Schiffe und Züge nicht wie geplant abgefertigt werden. Ohnehin angespannte Lieferketten geraten dadurch weiter aus dem Tritt. Die Forderungen der Gewerkschaft seien laut Sprecherangaben bei Verhandlungen nicht erfüllt worden. Deutschland verzeichnet momentan eine Inflationsrate von 7,9%. Das Tarifangebot des ZDS (Zentralverband der deutschen Seehafenbetriebe) habe diesen Faktor nicht genügend berücksichtigt, so die Gewerkschaftsseite. Der Zeitpunkt des Streiks ist auch aufgrund des Ladungsüberhangs infolge des monatelangen Lockdowns in Shanghai sehr ungünstig. Für ganz Europa wird mit enormem Anstieg der Importmengen gerechnet (Quelle: theloadstar.com).

Im Ost-West-Containerverkehr sind die Spotfrachtraten weiter gesunken. Ursache: Die Nachfrage lässt nach, weil die westlichen Verbraucher ihren Konsum an gestiegene Lebenshaltungskosten anpassen. Daraus resultiert ein außergewöhnlicher Effekt: laut Xeneta liegen langfristige Vertragsraten auf der Transpazifik-Ostroute jetzt höher als die Spotraten (Quelle: theloadstar.com).

Für Export von Europa nach Asien sollten für viele Abfahrten Verzögerungen einkalkuliert werden. Auch der Betrieb in Shanghai läuft trotz offizieller Aufhebung der Abriegelung noch längst nicht wieder auf Normalniveau. Für Import von Asien nach Europa fallen die Raten zuletzt wieder etwas. Aufgrund der schlechten Planbarkeit durch Streiks und Verspätungen bleibt die Lage operativ nach wie vor schwierig. Für den Hamburger Hafen warnt die HHLA (Hamburger Hafen und Logistik AG) vor den weiter zu hohen Verweilzeiten von Importcontainern an den Containerterminals. Hierdurch würden Betriebsabläufe, Kapazitäten und Ressourcen belastet. Folglich müsse die Durchlaufzeit der Importe so schnell wie möglich verbessert werden. Andernfalls werde die Aufrechterhaltung des Betriebs gefährdet.  

Für Export von Europa nach Nordamerika und Mexiko hat sich zuletzt wenig verändert. Weiterhin bewegen sich die Raten auf hohem Niveau. Freie Plätze bleiben Mangelware. Staus vor wichtigen US-Häfen an der Westküste veranlassen die Reedereien weiter zur Verlagerung von Routen in Häfen der Ost- oder Golfküste.

BAHNFRACHT

Als Folge der Kriegssituation in der Ukraine wurde unser Service SARB (SENATOR Asia Rail Bridge) vorläufig ausgesetzt. Zurzeit werden keine Buchungen angenommen. Wir bitten um Ihr Verständnis und werden Sie über weitere Entwicklungen zur Bahnfracht auf dem Laufenden halten.

Könnte Griechenland als Transitpunkt zwischen China und Nordeuropa fungieren? Laut dem Konsolidierungsunternehmen Nordicon sei dies möglich. Als Schnittstelle fungiert der Hafen von Piräus. Nordicon bietet eine wöchentliche Fahrt zwischen Yantian in China und dem Hafen von Piräus in Griechenland an. Die auf dem Seeweg beförderten Güter werden in Piräus auf Züge umgeladen und setzen ihre Reise über den Balkan und Mitteleuropa bis in den Norden nach Dänemark, Norwegen und Schweden fort. Dies könnte sich zu einer Alternative zur Bahnfracht auf dem Mittleren Korridor und zur momentan mit Verzögerungen kämpfenden Seefracht von China nach Nordeuropa entwickeln (Quelle: railfreight.com).

AKTUELLE LAGE WELTWEIT

BRASILIEN

Für Luftfracht stauen sich weiterhin Sendungen auf brasilianischen Flughäfen und warten auf Verladung. Dementsprechend ist mit Verzögerungen zu rechnen. SENATOR arbeitet an Lösungen, um Fracht über andere Flughäfen zu bewegen. In São Paulo kommt es an den Flughäfen Guarulhos (GRU) und Viracopos (VCP) weiterhin zu Verzögerungen und längeren Wartezeiten. 

Für Seefracht verbleiben die Raten für Export und Import auf hohem Niveau. Für Export in die LATAM Region gibt es wieder mehr verfügbare Plätze. Peru bildet hier nach wie vor eine Ausnahme. Sendungen nach Peru können auf dem Landweg ans Ziel gebracht werden.

CHINA

Nach der monatelangen Unterbrechung der Lieferketten in China entwickelt sich Vietnam zu einer Alternative für die Hightech-Produktion. In diesem Monat beschloss Apple die Verlagerung eines Teils der iPad-Produktion nach Vietnam. Zuvor war das Unternehmen von Pekings Covid-Sperren stärker betroffen als andere Anbieter. Auch andere Hightech-Produzenten wie Samsung oder LG haben ihre Investitionen in Vietnam erhöht. The Loadstar zitiert Marktbeobachter: „Viele Unternehmen entscheiden sich für alternative Produktionsstandorte, um Geschäftsrisiken auszugleichen. Neben China ist Vietnam die erste Wahl, weil es einer Reihe von Freihandelsabkommen beigetreten ist." (Quelle: theloadstar.com)

Chinas Null-Covid-Strategie hat die Wirtschaft Pekings schwer getroffen. Die Einzelhandelsumsätze sind im Mai im Vergleich zum Vorjahr um 25,7% eingebrochen. Hintergrund war der verhängte Lockdown zur Verhinderung einer weiteren Ausbreitung der Omikron-Variante. Obwohl diese Abriegelung auf wenige Stadtteile begrenzt und nicht auf die gesamte Metropole wie in Shanghai angewandt wurde, gingen Konsum und Produktion zurück. Dies unterstreicht die wirtschaftlichen Auswirkungen der drakonischen Coronavirus-Kontrollen. Trotz einer leichten Verbesserung der Wirtschaftslage im letzten Monat sind die chinesischen Haushalte und Unternehmen nach Ansicht von Analysten angesichts der derzeitigen Unsicherheiten immer noch zurückhaltend bei ihren Ausgaben (Quelle: scmp.com).

MEXIKO

Für Luftfracht von Shanghai sind freie Plätze weiterhin rar und die Raten liegen auf hohem Niveau. Von Europa nach Mexiko beansprucht die Automobilindustrie einen Großteil der Kapazitäten. Dies senkt die Optionen auf kommerziellen Flügen. 

Für Seefracht von Asien steigen die Preise zu Beginn der Hochsaison. Die wichtigsten Anbieter rangieren mit ihren Kapazitäten bereits jetzt am Limit. SENATOR kann ausgezeichnete Optionen und gute Transitzeiten anbieten. Von Europa nach Mexiko machen sich die Streiks in den deutschen Seehäfen bemerkbar. Auch hier bietet SENATOR für FCL und LCL Hilfe.

SÜDAFRIKA

Südafrika hat angekündigt, alle verbliebenen COVID-Beschränkungen nach 27 Monaten Pandemie aufzuheben. Unter anderem entfällt die gesetzliche Verpflichtung zum Tragen von Masken. Zuletzt ist die Zahl der Neuinfektionen deutlich zurückgegangen. Auch weiterhin propagiert die Regierung die Impfung als besten Schutz gegen COVID.

Verbraucher in Südafrika müssen für Juli mit weiter steigenden Benzinpreisen rechnen. Der Central Energy Fund hat mitgeteilt, dass alle Daten einen Anstieg auf über 27,00 Rand pro Liter andeuten. Dies wäre ein neues Rekordhoch.

In der vergangenen Woche kam es in Teilen Sowetos zu schweren Protesten in Hinblick auf die Bereitstellung von Dienstleistungen. Wütende Anwohner blockierten alle Hauptstraßen nach und von Soweto mit brennenden Reifen und Steinen. Die Proteste richteten sich gegen die lokale Regierung in Johannesburg. Diese soll sich mehr für Leistungen in Soweto einsetzen.

USA 

Die Container-Spotfrachtraten für den Transpazifik Verkehr haben zuletzt zwei Abwärtsschwellen überschritten. Laut dem Analyse- und Beratungsunternehmen Drewry’s liegt die Rate für die Strecke von Shanghai nach Los Angeles 7% unter dem Vergleichszeitraum-Wert des Vorjahres. Für die Strecke Shanghai nach New York ging die Rate ebenfalls um 7% zurück. Laut Analysten dämpft die hohe Inflation in den Vereinigten Staaten die Verbrauchernachfrage (Quelle: freightwaves.com).

Die US-Luftfahrtbehörde FAA (Federal Aviation Administration) hat einen neuen Vorschlag zur Reduzierung der Treibhausgasemissionen großer Flugzeuge im US-amerikanischen Luftraum veröffentlicht.  Die geplante Vorschrift würde eine höhere Treibstoffeffizienz für neue Düsenflugzeuge und große Turboprop- und Propellerflugzeuge vorschreiben. „Der heutige Tag ist ein wichtiger Schritt zur Erreichung des ehrgeizigen Ziels von Präsident Biden, die Emissionen bis 2050 auf Null zu reduzieren“, sagte US-Verkehrsminister Pete Buttigieg. Die vorgeschlagene Regelung beinhaltet auch eine Vielzahl von treibstoffeffizienten Maßnahmen bei der Herstellung von Flugzeugen, einschließlich einer Verbesserung der Aerodynamik, der Effizienz des Triebwerksantriebs und der Verringerung der Leermasse vor der Beladung (Quelle: aerotelegraph.com).

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