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Was prägt derzeit den Markt für Luftfracht? Was für Seefracht? Was auf der Bahnverbindung mit China? Wissenswertes lesen Sie hier.

LUFTFRACHT  

Weltweit bleibt Bedarf für Luftfracht sehr hoch. Verzögerungen im chinesischen Hafen Yantian und Auswirkungen auf die globale Seefracht leiten überdies Sendungen auf den Luftweg um. 

Das Exportvolumen von Europa in die USA liegt weiter auf hohem Niveau. Folge: Kapazitäten sind knapp. SENATOR INTERNATIONAL bietet zusätzliche Verbindungen an, vordringlich um alle Bestands- und Projektgeschäfte reibungslos abzuwickeln.

In Südafrika wurden aufgrund einer neuen COVID-19 Welle die sogenannten "Level 4 restrictions" in Kraft gesetzt. Unter anderem bedeutet dies: mehr Home-Office, weniger Personal an den Flughäfen, schärfere Kontrollen. Gleichzeitig bleibt der Bedarf an Luftfracht konstant hoch. Hintergrund: auch hier enormer Anstieg des Exportvolumens durch von Seefracht umgeleitete Sendungen. 


SEEFRACHT   

Der Rückstau in Yantian (Region Shenzhen, Südchina) hat weiterhin enorme Auswirkungen. Für Exporte von Europa nach Asien liegen Raten weiter auf hohem Niveau. Speziell für Sendungen nach Australien/Neuseeland werden Raten derzeit massiv erhöht. Dienste nach Ozeanien sind 4 - 6 Wochen im Voraus ausgebucht. Zuschläge (PSS Peak Season Surcharge, Congestion Surcharge) werden weiter erhoben.

Abläufe in Yantian laufen noch immer verzögert. Verspätungen veranlassen Reeder, auf andere Häfen der Region wie Nansha und Shekou auszuweichen. Für Kühltransporte nach Yantian gelten aktuell Zuschläge bis 1200 USD pro Container. Generell begleiten verspätete Schiffe und Fahrplanausfälle nach Asien den Markt.

Im Hamburger Hafen wird versucht, mit zusätzlichen Binnenschiffen akute Verspätungen abzufangen. Exportsendungen in Inlandsterminals müssen lange warten. Züge starten verspätet oder werden komplett gestrichen. Für alle Buchungen sollten Verzögerungen dringend einkalkuliert werden. Bremerhaven und Wilhelmshaven können als Alternative zum Hamburger Hafen dienen.

Große Carrier reagieren u.a. mit folgenden Maßnahmen:

•    Die Allianz 2M steuert im Condor Service bis Ende Juli Bremerhaven statt Hamburg an
•    MSC akzeptiert bis Ende Juli ab Hamburg keine Ladung nach Australien/Neuseeland und in den Mittleren Osten 
•    CMA akzeptiert bis auf weiteres keine Umladungen über Port Kelang (Malaysia) nach Australien/Neuseeland

Für Importe von Asien nach Europa bleibt die Equipment-Situation angespannt. Raten? Durchgehend auf Rekord-Niveau. Speziell in Yantian massiver Mangel an leeren Containern. Fahrplanzuverlässigkeit liegt zurzeit bei etwa 33%. Durchschnittliche Verspätung für Transporte Asien nach Europa: 5,5 Tage.

Für Exporte von Europa nach Nordamerika und Mexiko übersteigt hohe Nachfrage weiterhin verfügbare Kapazität. Hintergrund: US-Importe boomen, Mangel an freien Containern, Überlastung großer US-Häfen an der West- und Ostküste. Zuschläge (z.B. EIS, Equipment Imbalance Surcharge) treiben Raten in die Höhe. Das hohe Ratenniveau wird vermutlich noch länger anhalten. In Richtung Südamerika (Ost- und Westküste) ist die Nachfrage ebenfalls sehr hoch. Anfragen sollten etwa 4 - 6 Wochen im Voraus erfolgen.

In Bangladesch sorgt die Delta-Variante von COVID-19 für erhebliche Einschränkungen. Vom 01. bis 07. Juli 2021 ist das Land komplett abgeriegelt. Folge für Seefracht: Equipment-Mangel, Verzögerungen der Abfahrten oder eventuelle Schiffsausfälle.

Gute Nachricht aus Ägypten: festgesetztes M/V Ever Given wird nach drei Monaten an der Kette diesen Mittwoch (7. Juli) den Großen Bittersee im Suezkanal verlassen. Schiffseigner und SCA (Suez Canal Authority) haben sich auf eine Entschädigung geeinigt. Die exakte Summe ist bisher öffentlich nicht bekannt.

BAHNFRACHT   

Der Schweizer Anbieter Hupac kündigt einen neuen Flüssiggüterverkehr zwischen Europa und China an. Die geplante Linie ist speziell für die chemische Industrie in Europa konzipiert und soll über Weißrussland-Russland-Kasachstan in die chinesische Stadt Lanzhou führen. Die praktische Umsetzung steht aufgrund der Gefahrgut-Verordnungen in China noch vor Herausforderungen. Jedes Produkt, das auf der Neuen Seidenstraße durch China transportiert wird, benötigt ein „Nicht-Gefahrgut Zertifikat“ (Quelle: railfreight.com).

AKTUELLE LAGE WELTWEIT

BRASILIEN

Die Impfkampagne schreitet voran. Bislang haben 105 Mio. Menschen ihre Impfung erhalten, davon 24 Mio. auch die Zweitimpfung. Für Luftfracht von und nach Brasilien mangelt es weiter an Passagierflügen mit Fracht-Option (PAX). Die Raten bleiben in beide Richtungen hoch. 

Für Seefracht ebenfalls stabil hohe Raten. In Richtung Nordamerika weiter Mangel an Kapazitäten und Equipment. Besonders Kühlcontainer sind kaum vorhanden.   

CHINA 

Verzögerungen im Hafen von Yantian sorgen für signifikante Auswirkungen auf den Warenverkehr zwischen China und Europa. Auch für Deutschland rechnet der Außenhandelsverband mit Preiserhöhungen und verlängerten Lieferzeiten. Es werde vermutlich noch Monate dauern, bis Abläufe sich wieder normalisieren können (Quelle: welt.de).

Im Transpazifik-Verkehr zwischen China und den USA übertrumpfen sich Reeder mit Rekord-Raten. Laut Angaben des Branchen-Beobachters The Loadstar wurden zum Teil Spot-Raten in Höhe von 21.000 USD für einen 40-Fuß-Container registriert. Dennoch zahlen viele Verlader deutlich weniger. So Patrik Berglund, Geschäftsführer der Benchmarking-Plattform Xeneta: „Wir sehen und hören von himmelhohen Raten in den Medien, aber diese Schlagzeilen sind nicht das, was aus den Daten unserer Kunden hervorgeht.“ (Quelle: theloadstar.com).

MEXIKO  

Für Seefracht von Europa und Asien nach Mexiko mangelt es an Equipment. Buchungen sollten 2 - 3 Wochen im Voraus platziert werden. Folgeeffekt: weiter steigende Raten.

Für Luftfracht von Europa und USA nach Mexiko hat sich die Verfügbarkeit freier Kapazität leicht gebessert. Dennoch bleibt auch hier vorausschauende Planung das A und O. Aus Lateinamerika (LATAM) mangelt es weiter an Passagier-Flügen mit Fracht-Option (PAX-Flüge). Immerhin: aus Chile, Peru und Kolumbien nehmen PAX-Frequenzen leicht zu. 

SÜDAFRIKA  

Aufgrund eines rapiden Anstiegs der COVID-19 Fälle hat die Regierung die Rückkehr zum sogenannten „Level 4 Lockdown" angekündigt. Die Maßnahmen umfassen u.a. eine landesweite Ausgangssperre zwischen 21 und 4 Uhr, wenn möglich Homeoffice und schärfere Kontrollen. Insbesondere der Straßengüterverkehr in die Nachbarländer Botswana, Simbabwe und Namibia bleibt von diesen Vorkehrungen betroffen. Für den Grenzübergang Beit Bridge (zu Simbabwe) ist weiterhin mit langen Wartezeiten zu rechnen. Es mangelt an ausreichender Zahl von Beamten zur Kontrolle der Maßnahmen-Einhaltung.

USA   

Für Seefracht streben Häfen an der US-Westküste Partnerschaften mit Binnenhäfen an. Hieraus erhoffen sich Hafenbetreiber eine Entlastung der seit Monaten überlasteten Terminals. Konkret hat zuletzt der Hafen von Long Beach ein vierjähriges Partnerschaftsabkommen mit der Utah Inland Port Authority (UIPA) unterzeichnet. Hauptziel der Kooperation ist die Verbesserung der Frachtströme zwischen den Bundesstaaten (Quelle: theloadstar.com). 

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