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Regelmäßige Informationen über aktuelle Entwicklungen

Was prägt derzeit den Markt für Luftfracht? Was für Seefracht? Was auf der Bahnverbindung mit China? Wissenswertes lesen Sie hier.

GENERELLE INFORMATION  

Die hohen Energiekosten in Folge des Ukraine Kriegs, steigende Covid-Infektionszahlen und die angebrochene Urlaubssaison sorgen für zahlreiche Herausforderungen auf allen Verkehrsträgern. Insbesondere die Bodenabfertigung an vielen Flughäfen wird dadurch beeinträchtigt.

Bei SENATOR schlägt sich die Lage nach wie vor in Kostenzuschlägen auf bestimmte Sendungen nieder. Weiterhin gilt: Zu detaillierten und produktbezogenen Fragen wenden Sie sich gern direkt an Ihre(n) persönlichen SENATOR-Ansprechpartner(in).

LUFTFRACHT

Steigende Corona-Infektionszahlen durch den stark ansteckenden Omikron-Subtyp BA.5 und die begonnene Urlaubssaison sorgen an vielen Flughäfen für Personalausfälle. Die Zahl der Passagierflüge steigt urlaubsbedingt rapide an, während die Anzahl der Luftfracht-Importe nach der Beendigung der Lockdowns in China ebenfalls wieder anzieht. Die Folge: an vielen europäischen und US-amerikanischen Flughäfen kommt es zu enormen Verzögerungen in der Bodenabfertigung. In Deutschland sind mehr oder weniger alle Flughäfen betroffen. 

In Frankfurt am Main (FRA) ist die Lage derzeit besonders schwierig. Passagierflüge haben in der Abwicklung immer Priorität vor Frachtmaschinen, so dass die Wartezeiten für Frachtflüge noch stärker zunehmen. Die Bodenverkehrsdienste (BVD) der Fraport AG bitten um Umleitung von Cargo Flügen an Wochenenden. Damit soll der Abfertigungs-Prozess mehr Stabilität erhalten. Als Reaktion auf die momentanen Schwierigkeiten weist Lufthansa Cargo auf Änderungen im Frachtbetrieb an den Hubs Frankfurt und München hin. Für Frankfurt (FRA) gilt ab sofort bis Ende August ein Ice-Embargo. Alle Sendungen, die als General Cargo-Produkt gebucht und zusätzlich mit Trockeneis gefüllt sind, werden nicht mehr akzeptiert. Als Alternative bestehe die Möglichkeit, Fracht als passiv gekühlte Sendung aufzugeben.   Am Hub München gilt ab sofort für Trockeneis ein Ice-Transitembargo für General Cargo-Sendungen. 

Theoretisch stehen dank der hohen Anzahl an Passagierflügen mit Frachtoption (PAX) wesentlich mehr Kapazitäten zur Verfügung. In der Praxis sorgen die oben genannten Faktoren dennoch für eher knappe Kapazitäten. SENATOR kann auf allen "SAB" Routen weiter genügend Plätze anbieten, weil größtenteils Flughäfen mit Luftfracht-Schwerpunkt (wie etwa GSP oder RFD) bedient werden. Weiterhin arbeitet SENATOR zudem an kommerziellen Lösungen, um gerade in Richtung USA noch mehr Plätze zu attraktiven Preisen anbieten zu können. Bis Ende September wird die Wartung der "SAB" Flotte vollständig abgeschlossen sein. Zum Anbruch des 4. Quartals stehen damit wieder sämtliche Flugzeuge zur Verfügung. 

Die Preise für Jet Fuel verweilen auf dem zuletzt hohen Niveau. Daher ist weiterhin mit Treibstoffzuschlägen zu rechnen. Aufgrund der generellen Entwicklung der Energiepreise ist derzeit kein Ende dieser Preisspirale absehbar.

SEEFRACHT

Die aktuellen Krisen – Ukraine Krieg, wachsende Inflation, hohe Energiekosten – drosseln auch für die Seefracht in Richtung Europa und Nordamerika die Nachfrage. Hierauf reagieren die Container-Spotraten mit einem Abwärtstrend. Die in dieser Woche von der Container Trade Statistics (CTS) veröffentlichten Daten zur weltweiten Nachfrage zeigen weitere Anzeichen für eine Abschwächung des Marktes: Im Mai wurden 2,8% weniger volle Container transportiert als im gleichen Monat des vergangenen Jahres. Für Lateinamerika hingegen wird die Auslastung auf den Routen optimistischer bewertet. Die Kapazitätsauslastung liegt vergleichsweise auf hohem Niveau. Für die Routen von Asien nach Nordeuropa bewegen sich die Spotraten stabil (Quelle: theloadstar.com).

In Indien hatten vergangene Woche mehrere große Streiks für Verzögerungen gesorgt. Im ostindischen Chennai haben die Lkw-Fahrer ihren Streik inzwischen wieder beendet. Die Aufarbeitung des Ladungsrückstaus hat begonnen. Auch in den Häfen von Ennore (Kamarajar) und Kattupalli wurde die Arbeit mittlerweile wieder aufgenommen. Es dürfte allerdings noch einige Tage dauern, bis der Hafenbetrieb wieder mit voller Auslastung läuft (Quelle: theloadstar.com).

Für Export von Europa nach Asien bleiben Streiks an den deutschen Seehäfen eine Herausforderung. Die Gewerkschaft VVer.di hat für die Zeit vom 14. bis 16. Juli 2022 erneut zu Warnstreiks aufgerufen. Der Aufruf betrifft auch die Häfen von Hamburg, Bremerhaven und Wilhelmshaven. Infolge der zu erwartenden Arbeitsniederlegungen ist mit erheblichen Störungen im Betriebsablauf zu rechnen. Dies sollte sowohl für Import als auch Export berücksichtigt werden. Für alle Sendungen nach China bleiben längere Wartezeiten in einigen chinesischen Destinationen ein zu kalkulierender Faktor. Für Import von Asien nach Europa hat sich zuletzt wenig verändert. Viele Reedereien reagieren mit „Blank Sailings“ (Ausfall von Schiffsabfahrten) auf den Nachfragerückgang in Europa. Damit versuchen die Anbieter, ihre Rentabilität zu schützen (Quelle: theloadstar.com).

Für Export von Europa nach Nordamerika und Mexiko hat sich die Lage ebenfalls kaum verändert. An den großen Häfen der US-Westküste – insbesondere Los Angeles und Long Beach – warten wieder mehr Container als zuletzt an den Terminals auf ihre Verladung. Hintergrund sind fehlende Plätze auf den Schiffen und eine akute Überlastung des US-amerikanischen Schienenverkehrs.

BAHNFRACHT

Als Folge der Kriegssituation in der Ukraine wurde unser Service SARB (SENATOR Asia Rail Bridge) vorläufig ausgesetzt. Zurzeit werden keine Buchungen angenommen. Wir bitten um Ihr Verständnis und werden Sie über weitere Entwicklungen zur Bahnfracht auf dem Laufenden halten.

Die Folgen des Ukraine-Kriegs und der gegen Russland verhängten Sanktionen haben das Wachstum auf der Neuen Seidenstraße enorm abgeschwächt. Zum ersten Mal seit mehr als zehn Jahren stagniert die Zunahme des Güterverkehrs zwischen China und Europa. Die Zahl der Güterzugfahrten nahm im ersten Halbjahr 2022 um 2% zu. Im Jahr 2021 waren es für denselben Zeitraum noch etwa 22% (Quelle: railfreight.com). Um dem Verkehrsträger Bahn neuen Schub zu verleihen, haben die Verkehrsminister der Türkei, Bulgariens, Serbiens und Ungarns einen Koordinierungsrat und eine Arbeitsgruppe für den Schienenverkehr eingerichtet. Die neue Vier-Länder-Partnerschaft soll den Mittleren Korridor direkt an Europa anschließen. Konkret geht es in dem Strategiepapier um eine Investition in die Bahninfrastruktur und deren Ausbau. Der Schwerpunkt liegt auf dem Güterverkehr. Langfristiges Ziel sei es, „regionaler und globaler Logistikführer“ zu werden, wie der türkische Verkehrsminister Adil Karaismailoğlu betonte (Quelle: railfreight.com).

AKTUELLE LAGE WELTWEIT

BRASILIEN

Für Luftfracht ist sowohl für Import als auch für Export auf einigen Flughäfen mit Verzögerungen zu rechnen. In São Paulo betrifft dies weiterhin Guarulhos (GRU) und Viracopos (VCP). Alle Sendungen sollten möglichst frühzeitig angefragt werden.

Für Seefracht sind die Raten zuletzt stabil geblieben. Auch die Platzsituation hat sich leicht entspannt - insbesondere für Export in die LATAM Region. Im Gegensatz zu Europa und Nordamerika ist die Nachfrage in Südamerika kaum zurückgegangen.

CHINA

Chinas strikte Null-Covid Politik dämpft in diesem Jahr den Handels- und Konsumaufschwung im Reich der Mitte. Handel und Binnenkonsum werden sich laut jüngsten Prognosen auch in der zweiten Jahreshälfte kaum erholen können. Die Verunsicherung in der zweitgrößten Volkswirtschaft der Welt sei zu hoch, sagen Experten. Während in der ersten Jahreshälfte das Hauptproblem Chinas die Lieferkette darstellte, bremst aktuell die sinkende Nachfrage in westlichen Industrienationen Chinas Exporte (Quelle: scmp.com).

Fünf Regionen Chinas komme laut Ministerpräsident Li Keqiang eine besondere Verantwortung bei Chinas „Covid-Erholung“ zu. Shanghai und die südöstlichen Provinzen Guangdong, Jiangsu, Zhejiang und Fujian bilden das Rückgrat der Wirtschaft, sagte Li vergangene Woche auf einem Symposium lokaler Regionalpolitiker. Daher müssten „alle Mittel ausgeschöpft werden“, um Produktion und Beschäftigung zu stabilisieren. Das Land befinde sich an einem „kritischen Punkt“.  Im Detail geht es um die Beseitigung von Engpässen in der Versorgungskette und eine wirtschaftliche Stabilisierung. Zeitgleich müssten potenzielle neue Covid-Ausbrüche unter Kontrolle gehalten werden (Quelle: scmp.com).

MEXIKO

Für Luftfracht von Asien nach Mexiko kehren einige asiatische Anbieter auf den Markt zurück, vor allem nach Guadalajara (GDL). Auch SENATOR ist hier IATA-registriert. Von Europa nach Mexiko verkompliziert der Ukraine Krieg mit seinen Folgen weiter die Lage. Kapazitäten sind generell weiter ein Problem. Unsere "SAB" von Frankfurt (FRA) nach Mexiko-Stadt (MEX) bleibt zuverlässige Option.

Für Seefracht bricht die Hochsaison an, insbesondere von Asien nach Mexiko. Die Raten steigen, freie Plätze sind schwerer zu haben als noch vor wenigen Wochen. Frühzeitige Planung ist das A und O. Von Europa nach Mexiko sind die Platzverhältnisse ebenfalls kompliziert. SENATOR bietet ab Hamburg weiterhin verfügbare Kapazitäten. Für Export in die LATAM-Region und in die USA stellt die SENATOR Gulf Bridge eine optimale Lösung für Sendungen an die Ostküste der USA dar. 

SÜDAFRIKA

Für Luftfracht liegen die Raten momentan auf hohem Niveau. Verspätungen und Probleme in der Seefracht lassen die Nachfrage für Luftfracht nach Südafrika aktuell anziehen. Unsere "SAB" SENATOR Africa Bridge nach Johannesburg bietet eine verlässliche Verbindung.

Für Seefracht prognostizieren die Reedereien die Hochsaison von Ende Juli bis hinein ins vierte Quartal. Nach wie vor sind die wichtigsten Häfen Südafrikas teilweise überlastet. Im Schienenverkehr kommt es zu Verspätungen. Dem Lkw-Verkehr fehlt es an genügend Chassis.

Die Kraftstoffpreiskrise im Land verschärft sich weiter. Letzte Woche hat die Regierung eine erneute Preiserhöhung für Diesel angekündigt. Dieser steigt um 2,31 Rand pro Liter. Als Reaktion auf die Preissteigerungen kam es auf der Autobahn N4 in Richtung Mosambik zu einer Lkw-Straßenblockade durch Demonstranten. Mittlerweile wurde die Blockade wieder aufgehoben.

USA 

Der Onlineversandhändler Amazon hat seine Pläne verworfen, am Newark Liberty International Airport in New Jersey (USA) Luftfrachteinrichtungen zu errichten. Die Hafenbehörde von New York und New Jersey (PANYNY) teilte am 7. Juli mit, dass die Verhandlungen mit Amazon über einen Mietvertrag zur Entwicklung der bestehenden Luftfrachtgebäude am Flughafen ohne Ergebnis beendet worden seien. Alternative Pläne für die Entwicklung der Gebäude wurden bislang nicht bekanntgegeben (Quelle: aircargonews.net).

Der Stau von Containern an den kalifornischen Häfen von Los Angeles und Long Beach hat sich zuletzt wieder verschärft. Die Verweildauer der Container hat wieder deutlich zugenommen. Die Gesamtzahl der Importcontainer in beiden Häfen, die 9 Tage oder länger stehen, hat sich seit Anfang Februar mehr als verdoppelt und lag am Mittwoch vergangener Woche bei mehr als 48.000 (Quelle: freightwaves.com).

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