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Was prägt derzeit den Markt für Luftfracht? Was für Seefracht? Was auf der Bahnverbindung mit China? Wissenswertes lesen Sie hier.

LUFTFRACHT  

Hohe Seefrachtraten und Verzögerungen auf dem Seeweg sorgen für sehr hohe Nachfrage bei der Luftfracht. Laut Luftfahrtverband IATA profitiert die Branche von „außergewöhnlich überlasteten" Lieferketten in der Containerschifffahrt. Kosten und Wettbewerbsfähigkeit im unmittelbaren Vergleich zur Seefracht verbessern sich deutlich. Im Gegensatz dazu hat der Passagierverkehr bedingt durch Grenzschließungen und Reisebeschränkungen mit rückläufiger Nachfrage zu kämpfen (Quelle: aircargonews.net).

Als Folge zeigen sich viele Märkte weiter überlastet. Entlastung: Nächste Woche bietet SENATOR INTERNATIONAL zusätzlich einen Charterflug nach Sao Paulo an. In Richtung USA besteht ebenfalls eine hohe Nachfrage - auch bedingt durch eine hohe Anzahl an Projektverladungen.

Nach Südafrika wird der Bedarf trotz der politisch instabilen Lage im Land voraussichtlich steigen. Um die Nachfrage zu bedienen, werden auf der "SAB" SENATOR Africa Bridge ggfs. zusätzliche Verbindungen aufgenommen.

Für Importe von China nach Europa steigen die Preise weiter an. Auch hier: die erhöhte Nachfrage treibt die Entwicklung an.

SEEFRACHT   

Die Flutkatastrophe im Westen Deutschlands hat Auswirkungen auf die Binnenschifffahrt. Für den Niederrhein (Emmelsum, Duisburg, Neuss) werden bislang keine gravierenden Beeinträchtigungen gemeldet. Der Mittelrhein bei Andernach ist vorübergehend gesperrt. Für den Oberrhein (Straßburg, Kehl, Weil CH) wird die Sperre bis voraussichtlich Mitte nächster Woche andauern.

Endlich: die M/V Ever Given ist wieder frei und wird voraussichtlich am 28. Juli in Rotterdam erwartet. Danach geht die Reise direkt weiter nach Felixstowe. Hamburg wird nicht angelaufen, sondern ab Rotterdam per Feeder M/V Ever Utile weitergeleitet. Die Ankunft in Hamburg erfolgt am 8. August - Stand heute. Betroffene Sendungen sollten im August am endgültigen Zielort eintreffen.

Für Exporte von Europa nach Asien dasselbe Bild wie zuletzt. Raten? Hohes Niveau, aber stabil. Freies Equipment? Mangelware. Buchungen? Möglichst weit im Voraus tätigen. Über die Route Nordafrika hat CMA CGM mit sofortiger Wirkung einen Buchungs-Stopp für Tunis/Rades (Tunesien) verhängt. Hintergrund: erhebliche Verzögerungen in der Abfertigung vor Ort.
Auch für Importe von Asien nach Europa gilt weiterhin: hohe Raten, kritische Platzsituation, freie Container sind schwer zu haben. Im Hafen von Yantian (Südchina) läuft der Betrieb mittlerweile wieder normal.

Für Exporte von Europa nach Nordamerika, Mexiko und Südamerika nach wie vor volle Schiffe, wenig Equipment, Raten auf Rekordlevel. Vor einigen US-Häfen weiter Staus, insbesondere an der Westküste. Für die USA kommen Verzögerungen im Binnenverkehr hinzu. Es fehlt an Fahrern und freien Chassis. Gute Nachrichten aus Chile: der Streik im Hafen von San Antonio wurde beendet.

BAHNFRACHT   

Nach den schweren Überschwemmungen der letzten Woche in Belgien, den südlichen Niederlanden und Westdeutschland ist der Schienengüterverkehr in diesen Regionen größtenteils beeinträchtigt. Besonders in den deutschen Bundesländern Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz ist das komplette Ausmaß der Katastrophe noch unklar. Die Deutsche Bahn berichtet offiziell von massiven Schäden an mehr als 80 Bahnhöfen und Gleisen auf über 600 km Länge. Die Beeinträchtigungen werden  mindestens einige Wochen andauern (Quelle: railfreight.com).

AKTUELLE LAGE WELTWEIT

BRASILIEN

Inzwischen sind 115 Mio. Menschen geimpft. Viele Großstädte lockern nach und nach die strengen Maßnahmen. Die Wirtschaft hofft auf eine baldige Erholung.

Für Luftfracht beeinflussen Kapazitätsengpässe und hohe Raten weiter das Tagesgeschäft. Vorausschauende Planung ist gefragt. Für Importe hat sich die Lage leicht entspannt. Hintergrund: die Passagierflüge mit Fracht-Option (PAX-Flüge) ziehen wieder etwas an.

Für Seefracht zeigt sich die Situation komplex. Aufgrund des globalen Rückstaus nehmen einige große Reeder keine Buchungen für Brasilien an. Die Raten sind nochmals in die Höhe geschossen. Für die kommenden Wochen müssen Verzögerungen einkalkuliert werden. 

CHINA 

Chinas Wirtschaft ist im zweiten Quartal 2021 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 7,9% gewachsen. Damit blieb das Land knapp unter den Erwartungen des Informationsdienstleisters Bloomberg. Für das gesamte Jahr strebt China ein Wirtschaftswachstum von mehr als 6% an (Quelle: scmp.com).

Die inzwischen abgearbeitete Überlastung im Hafen von Yantian könnte längerfristige Folgen für den südchinesischen Containerverkehr haben. Die einwöchige Unterbrechung habe den Kunden weltweit die Augen für alternative Häfen geöffnet, sagt der Europa-Chef des Hafens von Nansha, Johannes Nanninga. Dennoch sei eine grundsätzliche Änderung der Fahrpläne seitens großer Reedereien unwahrscheinlich. Kurzfristig fehle es dazu an genügend einsatzbereiten Schiffen (Quelle: theloadstar.com).

MEXIKO  

Für Luftfracht gibt es weiter Kapazitätsengpässe. Insbesondere über wichtige Drehkreuze wie Frankfurt oder São Paulo. Auf den Routen nach und aus USA zeigt sich hingegen eine leichte Verbesserung.

Für Seefracht bleibt die Lage schwierig: kaum freie Plätze, hohe Preise. Alle Anfragen sollten möglichst vorausschauend erfolgen. Insbesondere für den Transatlantik-Verkehr aus und nach Europa bleiben die Raten auf sehr hohem Niveau. 

SÜDAFRIKA  

Nach den verheerenden Unruhen in der Vorwoche hat sich die Lage in Südafrika spürbar beruhigt. Präsenz von Polizei und Militär hat in nahezu allen Landesteilen die öffentliche Ordnung wiederhergestellt. Allerdings belaufen sich die finanziellen Schäden der Ereignisse auf Milliarden von Rand (ZAR). Der Wiederaufbau wird viel Zeit kosten.

Für Seefracht wurde der Hafenbetrieb in Durban nach Unterbrechung wieder aufgenommen. Der Containerterminal arbeitet wieder normal. Als Folge der Unruhen muss allerdings mit Staus gerechnet werden. Der N3 Highway zwischen Durban und Johannesburg ist wieder geöffnet. Brennende Lastwagen und Reifenbarrikaden hatten den Verkehr blockiert. Polizei und Armee überwachen potenzielle Brennpunkte. Dadurch sollte die Route frei befahrbar bleiben. Parallel zur politischen Lage befindet sich Südafrika weiter in einer COVID-19 Welle mit bis zu 20.000 Neuinfektionen täglich. Unternehmen arbeiten weitgehend remote vom Homeoffice aus. Daher sollte für Anfragen mit längeren Wartezeiten gerechnet werden.

USA   

Für Seefracht erwartet allein Los Angeles (ohne Long Beach) für 2021 hochgerechnet 10,5 Mio. TEU Jahresumschlag. Rekordverdächtig in der Geschichte der City of Angels. Die weltweite Lage und die Abarbeitung des Rückstaus aus Yantian bescheren dem Hafen in Kalifornien von Monat zu Monat Spitzenergebnisse. Für Juli und August werden nochmals höhere Volumina erwartet. Die Zahl der vor Anker wartenden Containerschiffe steigt derzeit wieder an (Quelle: freightwaves.com).
 

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