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Regelmäßige Informationen über aktuelle Entwicklungen

Was prägt derzeit den Markt für Luftfracht? Was für Seefracht? Was auf der Bahnverbindung mit China? Wissenswertes lesen Sie hier.

GENERELLE INFORMATION  

Sinkende Nachfrage in Westeuropa und Nordamerika bringt Bewegung in die Frachtraten. Die anhaltende Covid-Welle in Europa führt zu Personalausfällen und damit Verzögerungen, insbesondere für Luftfracht.

Der Markt ist von Preisschwankungen betroffen. Dies kann für manche Verkehrsträger Zuschläge nach sich ziehen. Nach wie vor gilt: Zu detaillierten und produktbezogenen Fragen wenden Sie sich gern direkt an Ihre(n) persönlichen SENATOR-Ansprechpartner(in).

LUFTFRACHT

Generell bleibt die Lage weltweit schwer kalkulierbar. Die Nachfrage im Westen zeigt sich weiter gedämpft. Für Import von Asien nach Europa und nach Nordamerika fallen die Raten. Dies bedeutet laut Beobachtern jedoch kein Ende der hohen Preise. Der Passagierflugbetrieb läuft zwar wieder deutlich stärker als im Sommer 2021. Trotzdem verbleiben die Kapazitäten weiter unter Pre-Covid-Niveau (Quelle: theloadstar.com).

Die Folge: die Ratensituation bleibt trotz des Rückgangs aus Asien volatil. Einerseits lassen die Lockerungen in China Raten zwar fallen. Andererseits belasten die Sanktionen gegen Russland die Kapazitäten und Preise für Jet Fuel sind in Folge des Ukraine-Kriegs extrem gestiegen. Die Kerosinpreise erreichten im Juni 2022 mit über 4,00 $ pro Gallone den bisherigen Höchststand.

Aufgrund der Sperrung des russischen Luftraums für westliche Fluggesellschaften kommt es weiter zu Umleitungen der Asien-EU-Ströme über den Nahen Osten. Das Gesamtfrachtaufkommen ging zwischen Januar und Juni 2022 im Vergleich zum Vorjahrszeitraum um 2,5% zurück. Die weltweite Kapazität lag für das erste Halbjahr 2022 4% unter dem Niveau des Vergleichszeitraums für 2019.  Besonders Routen von Asien nach Europa spüren den Rückgang: 22% Reduzierung gegenüber dem Vergleichszeitraum 2021.

Die Situation an den meisten deutschen Flughäfen bleibt schwierig. Hohe Passagierzahlen durch die Urlaubssaison sowie fehlendes Personal aufgrund von Covid, Streiks und weiteren Effekten führen zu Verzögerungen bei der Bodenabfertigung. Frankfurt am Main (FRA) bleibt besonders stark betroffen. Hier sollte für alle Sendungen vorab die aktuelle Lage geprüft werden. In Frankfurt-Hahn (HHN) kommt es momentan zeitweilig zu Treibstoffengpässen (fuel shortage). Die Folge können Flugplanabweichungen unserer "SAB" Flüge ab/an HHN sein. 

Auf der "SAB" SENATOR Atlantic Bridge von Frankfurt (FRA) nach Mexiko-Stadt (MEX) starten ab 1. August wieder 3 Flüge pro Woche. Dies sorgt für zusätzliche Kapazitäten und weitere Verbesserungen.

SEEFRACHT

Die Raten bleiben auch für Seefracht in Bewegung. Laut aktuellem Bericht von Maritime Strategies International (MSI) wird sich der Rückgang der Fracht- und Zeitcharterraten im vierten Quartal 2022 voraussichtlich verstärken. Unterbrechungen der Lieferkette und ein Nachfragerückgang in der westlichen Welt verschärfen den Ratenabfall. Laut MSI werde sich der Abwärtstrend wahrscheinlich bis 2023 fortsetzen. Zudem sei ersichtlich, dass viele Reedereien auf den Haupthandelsrouten auf Leerfahrten (Blank Sailings) zurückgreifen, um ein besseres Ratenniveau aufrechtzuerhalten (Quelle: theloadstar.com).

Dies betrifft auch die Routen zwischen Indien und Europa. Indische Verlader melden nach wie vor erhebliche Störungen durch Leerfahrten im Schiffsfahrplan, vor allen für Export nach Europa. Kürzlich hat Hapag-Lloyd angekündigt, den Indian Ocean Service (IOS) zwischen Westindien und Nordeuropa von August bis November nicht zu bedienen (Quelle: theloadstar.com). Für Export von Europa nach Asien bleibt die Lage herausfordernd. Die Streiks in großen deutschen Seehäfen haben Staus in der Deutschen Bucht und Verzögerungen in den Häfen nicht abklingen lassen. Die Hamburger Hafen und Logistik AG (HHLA) hat jetzt über Maßnahmen an den Terminals informiert. Seit 1. Juli gilt: sollte ein Container nach dem Löschen mehr als zehn Kalendertage auf dem Terminal stehen, behält sich die HHLA das Recht vor, solche lange stehenden Importcontainer in einen separaten, bewachten Bereich zu verlagern, um ihren Terminalbetrieb zu entlasten. Sobald ein Transfer durch die HHLA tatsächlich durchgeführt wurde, wird eine Gebühr für die Räumung von Importcontainern fällig.

Ab August 2022 startet SENATOR mit neuem Consol Service von Hamburg via Bremerhaven nach Shanghai. Die Transitzeit des auf Maersk-Basis laufenden Dienstes beträgt 31 Tage. Eigene Sammelcontainer gab es auch bislang schon. Was ist neu und anders? Vorteile werden bei Durchlaufzeit und Stabilität der Prozesse in China erwartet, wo die lokale Abwicklung ebenfalls direkt über ein dortiges Maersk Lager läuft. Die Lieferkette wird dadurch voll integriert.

Für Importe von Asien nach Europa hat sich wenig verändert. Weiterhin kommt es zu erheblichen Verzögerungen. Noch immer arbeiten viele chinesische Terminals nicht im Normalmodus. Die Raten fallen vorerst.

Für Export von Europa nach Nordamerika und Mexiko kommt es gleichfalls zu Verspätungen bei Abfahrten. Laut der Reederei Hapag-Lloyd werden nach einer Intervention des Landesarbeitsgerichts Hamburg bis zum 26. August 2022 keine neuen Streiks erwartet. Der Streik in der vergangenen Woche hat die Liegeplatzbelegung im Hamburger Hafen stark beeinträchtigt. Verzögerungen könnten hier noch längere Zeit anhalten. An der Westküste der USA stauen sich weiter viele Schiffe. Los Angeles und Long Beach bleiben besonders betroffen. Auch Oakland meldet Verzögerungen. Die Raten verbleiben auf dem zuletzt hohen Niveau. 

BAHNFRACHT

Als Folge der Kriegssituation in der Ukraine wurde unser Service SARB (SENATOR Asia Rail Bridge) vorläufig ausgesetzt. Zurzeit werden keine Buchungen angenommen. Wir bitten um Ihr Verständnis und werden Sie über weitere Entwicklungen zur Bahnfracht auf dem Laufenden halten.

Der Ukraine Krieg erschwert weiterhin massiv den Bahntransport auf der Neuen Seidenstraße nach Europa. Insbesondere Osteuropa sucht nach Lösungen. Am 15. Juli startete jetzt der erste direkte Zug zwischen China und Ungarn vom Shijiazhuang International Dry Port in der Provinz Hebei. Ziel ist das intermodale Terminal BILK in Budapest. Die geschätzte Transitzeit beträgt 18 Tage. Der Zug durchquert die Mongolei, fährt dann über Russland, Belarus, Polen und die Tschechische Republik bis nach Budapest. Mit diesem Schritt soll die Zusammenarbeit zwischen der Region Hebei und Osteuropa vertieft werden (Quelle: railfreight.com).

AKTUELLE LAGE WELTWEIT

BRASILIEN

Für Luftfracht müssen weiterhin Verzögerungen in São Paulo an den Flughäfen Guarulhos (GRU) und Viracopos (VCP) berücksichtigt werden. Sendungen sollten möglichst frühzeitig angefragt werden.

Für Seefracht sind die Raten zuletzt leicht gesunken. Auch die Platzsituation hängt von der Route ab - Transpazifik verfügt über etwas mehr Kapazität als Transatlantik.

CHINA

Chinas Bankenkrise hat mittlerweile zu einer direkten Reaktion der Regierung in Peking geführt. Chinas Bankenaufsichtsbehörde treibt die Beseitigung von Risiken bei kleinen und mittleren Banken voran. Hierdurch sollen öffentliche Ersparnisse effizienter geschützt werden. Besonders ländliche Banken leiden momentan unter dem Wachstumsrückgang der chinesischen Wirtschaft. Die verantwortliche Kommission führt jetzt eine strengere Regulierung von Aktiengeschäften und damit verbundenen Transaktionen ein (Quelle: scmp.com).

In der zentralchinesischen Provinz Hubei hat der Flughafen Ezhou Huahu seinen Betrieb aufgenommen. Nach Angaben der staatlichen chinesischen Nachrichtenagentur Xinhua ist der Flughafen damit das „erste professionelle Frachtflughafen-Drehkreuz“ in Asien. Die Anlage verfügt über ein 23.000 m² großes Frachtterminal und ein fast 700.000 m² großes Frachttransitzentrum. Zur Effizienzsteigerung sind zwei Start- und Landebahnen vorhanden. Bislang werden zwei Frachtrouten nach Shenzhen und Shanghai bedient. Im Verlauf des Jahres sollen weitere internationale Routen nach Osaka in Japan und Frankfurt in Deutschland hinzukommen (Quelle: aircargonews.net).

Die in Hongkong ansässige Fluggesellschaft Cathay Pacific meldet spürbare Zuwächse. Strenge Covid-Vorschriften in Hongkong schränken sowohl Passagier- als auch Frachtflüge zwar weiterhin ein. Dennoch gilt in diesem Monat erstmals seit Beginn der Pandemie ein voller Frachter-Flugplan. Bis Jahresende rechnet Cathay Pacific mit dem Erreichen von 65% der Frachtkapazität von vor Covid. Die Rückkehr zu mehr Langstreckenflügen dürfte ebenfalls helfen, die Rückgänge aus der ersten Jahreshälfte 2022 auszugleichen. Im jüngsten Monatsbericht geht die Fluggesellschaft von einem Anziehen der Nachfrage in Richtung Herbst aus, weil dann die Hochsaison einsetzen sollte (Quelle: freightwaves.com).

MEXIKO

Für Luftfracht liegen die Preise immer noch auf hohem Niveau. Von und nach Europa sind freie Plätze rar. Unsere "SAB" nach Mexiko-Stadt (MEX) schafft Abhilfe. Von und nach Asien bieten Cathay Pacific und Korean Air regelmäßige Verbindungen an.

Für Seefracht sinken die Preise auf der Transpazifik-Route. Dennoch kommt es zu Engpässen durch die Überlastung in Shanghai. SENATOR ist neben dem klassischen Betrieb auch spezialisiert auf Multivendor-Konsolidierung mit der Möglichkeit, die Zollabfertigung in Mexiko durch unseren Zertifizierungsprozess zu beschleunigen. Von und nach Europa steigt die Nachfrage. Sendungen sollten minimal 14 Tage im Voraus geplant werden.

SÜDAFRIKA

Der Energieversorger Eskom hat weiter mit Versorgungsengpässen zu kämpfen. Als Folge von unangekündigten Streiks mussten Kraftwerksblöcke abgeschaltet werden. Laut aktuellen Berichten laufen die meisten Kraftwerke inzwischen wieder stabil. Damit sollte die Stromversorgung seit dieser Woche wieder gesichert sein.

Die SA Reserve Bank hat den Leitzins um 0,75% erhöht. Dies ist die dritte vierteljährliche Anhebung in Folge. Mit der Maßnahme soll die wachsende Inflation im Land bekämpft werden. Diese betrug im zweiten Quartal 7,4%. Das ursprünglich ausgegebene Regierungsziel lag zwischen 3,0 und 6,0%.

Dank des zuletzt sinkenden Rohölpreises und daraus berechneter Prognosen sehen Beobachter im August eine Chance auf einen Rückgang der Kraftstoffpreise in Südafrika. Die offizielle Bekanntgabe der Preise wird am 1. August erfolgen.  

USA 

Die Reederei Maersk forciert die Umwandlung zum Integrator. Drei neue Frachtflugzeuge vom Typ B767-300 wurden bei Boeing bestellt. Gemeinsam mit der in Miami ansässigen Frachtfluggesellschaft Amerijet werden das Fluggerät auf der Transpazifik-Route eingesetzt werden. Mit dem Dienst wird die Luftfrachtsparte von Maersk auf dem US-Markt verstärkt. Die Route zwischen Asien und Nordamerika soll noch in diesem Jahr starten (Quelle: freightwaves.com).

Am Hafen von Oakland (Kalifornien) sorgen Streiks von Lkw-Fahrern für erhebliche Einschränkungen. Aufgrund der Arbeitsniederlegungen mussten zahlreiche Terminals vorübergehend geschlossen werden. Nach Angaben des ILWU-Ortsverbands Oakland erschienen etwa 450 Beschäftigte streikbedingt nicht zum Dienst. Schiffe, die vor dem Hafen von Oakland ankern, weichen derzeit häufig auf andere Häfen aus. Dies erschwert die bereits angespannte Lage vor der US-Westküste zusätzlich (Quelle: cnbc.com).

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