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Was prägt derzeit den Markt für Luftfracht? Was für Seefracht? Was auf der Bahnverbindung mit China? Wissenswertes lesen Sie hier.

LUFTFRACHT  

Weltweit übersteigt die Nachfrage die verfügbaren Kapazitäten. Die Situation wird durch neue COVID-Fälle in China verkompliziert, vor allem in Shanghai. Die strengen Restriktionen der Regierung wirken sich auf die Bodenabwicklung an den Flughäfen aus. Hieraus folgen dramatische Unterbrechungen im Luftfrachtverkehr zwischen Europa / Nord Amerika und China. 

Aufgrund vorübergehender Beschränkungen des Flughafens Zhengzhou (CGO) nehmen mehrere Fluglinien derzeit keine Import-Fracht nach CGO an. Außerdem ist bis auf weiteres kein Airline-Transfer von CGO nach Shanghai Pudong Airport (PVG) möglich. Der Export nach China wird dadurch gravierend beeinträchtigt. SENATOR INTERNATIONAL reagiert und bietet ab 8. September 2021 wöchentlich zwei direkte Charter-Flüge von Tianjin (TSN) nach Hannover (HAJ). Damit wird die "SAB" SENATOR Asia Bridge erweitert. 

In Richtung USA ist die Lage ähnlich: eine hohe Nachfrage trifft auf wenige verfügbare Kapazitäten. Die "SAB" SENATOR Atlantic Bridge wird ab September 2021 ergänzt. Täglich startet ein eigenkontrollierter Direktflug von Frankfurt-Hahn (HHN) nach Greenville-Spartanburg (GSP). Hinzu kommen 3 Verbindungen pro Woche von Frankfurt (HHN I FRA) nach Chicago-Rockford (RFD).

SEEFRACHT   

Auch in der Seefracht hat der Markt hartnäckig mit Kapazitätsengpässen und mangelndem Equipment zu kämpfen. Für Export von Europa nach Asien bleiben die Raten stabil hoch. Nach wie vor sind viele Häfen in Asien überlastet. Besonders China bleibt betroffen. Im Hafen Ningbo wurde der Meishan Terminal wegen eines COVID-Ausbruchs außer Betrieb genommen. Zurzeit warten 48 Schiffe vor Ningbo auf ihre Abwicklung. Generell liegen vor den Häfen Shanghai, Yantian, Shekou Chiwan und Hongkong teilweise bis zu 70% der Schiffe vor Anker. Die Reederei Cosco hat die Umladungsroute über Hongkong wegen Kapazitätsmangel vorübergehend geschlossen. 

Für Umschlagdienste in Richtung Australien/Neuseeland wurden neue Zuschläge (PSS, Peak Season Surcharge) angekündigt. Die Folge: direkte Dienste sind ausgebucht oder Reeder lehnen neue Buchungen generell ab. Verzögerungen und Zusatzkosten müssen einkalkuliert werden.

Auch für Export von Europa nach Nordamerika und Mexiko bleibt die Nachfrage sehr hoch. Aktuell werden die Volumina für 2021 im Vergleich zum Vorjahr um 25% höher kalkuliert. Die Folge: durchweg hohe Raten. Je nach Zielort und Reeder sind Plätze um 3 - 5 Wochen im Voraus ausgebucht. Speziell zur US-Westküste bleibt die Nachfrage aufgrund fehlender Dienste extrem. In Richtung Südamerika liegt die Nachfrage ebenfalls auf einem hohen Niveau. Insbesondere für Verbindungen an die südamerikanische Westküste. Die Platzsituation ist angespannt. 

Für Import von Asien nach Europa steigen Nachfrage und Preise weiter an. Freie Plätze sind rar. Die Ausrüstungssituation verschlechtert sich. Alle Reedereien sind mit Containern unterversorgt. Fahrplanverzögerungen und massive Verspätungen werden vorerst anhalten. 

BAHNFRACHT   

Der Containerterminal in Ningbo hat seinen Betrieb nach einer Schließung aufgrund neuer Covid-Fälle wieder aufgenommen. Laut der Nachrichtenagentur Bloomberg sollte der Hafen in absehbarer Zeit wieder voll funktionsfähig arbeiten. Die Auswirkungen sind jedoch immer noch spürbar. Ningbo betreibt einen der wichtigsten Containerterminals für die Bahnfracht. Auf der Route von China nach Europa ist folglich weiter mit Verspätungen zu rechnen (Quelle: railfreight.com).

AKTUELLE LAGE WELTWEIT

BRASILIEN   

Der Impfprozess soll weiter beschleunigt werden. Momentan haben 60% der Bevölkerung die erste Impfung erhalten. Vollständig geimpft wurden bisher 28%. Für die Wirtschaft wird eine weitere Erholung prognostiziert. In der Luftfracht bleibt die Situation angespannt. Der Mangel an Passagierflügen beeinträchtigt die Kapazität und treibt die Preise in die Höhe. Exporte sind derzeit kritischer als Importe und erfordern eine vorausschauende Planung.

In der Seefracht üben Verkehrsträger wie etwa Transpacific großen Druck auf Lateinamerika aus. Dortige Spediteure sind kaum in der Lage, den Markt mit zusätzlichen Kapazitäten zu versorgen. Die Folge: hohe Raten und Verzögerungen in der Abwicklung. Alle Buchungen sollten möglichst weit im Voraus erfolgen.

CHINA 

Chinas Null-Toleranz-Strategie gegenüber COVID-19 wirft den Luftfrachtsektor spürbar zurück. Bedingt durch die harten Restriktionen blieb das inländische Passagieraufkommen im Juli 2021 um 10,6% niedriger als im gleichen Monat 2019. Fluggesellschaften könnten gezwungen sein, die Auslieferung neuer Flugzeuge von Boeing und Airbus zugunsten von im Inland produzierten Modellen (Chinas ARJ21 und C919) zu verschieben (Quelle: scmp.com).

MEXIKO  

In der Seefracht steigen saisonbedingt die Preise. Kurzfristige Optionen sind Mangelware. Buchungen sollten 2 - 3 Wochen im Voraus getätigt werden. Auch für Import aus Asien ist eine vorausschauende Planung das A und O. Importe aus LATAM bleiben problematisch, insbesondere aus Brasilien. 

Für Luftfracht zeigt sich die Lage gleichfalls kompliziert. Für Export von Deutschland nach Mexiko sind freie Plätze rar. Unsere "SAB" SENATOR Atlantic Bridge von Frankfurt (FRA) nach Mexiko-Stadt (MEX) ist eine gute Lösung. Für Importe aus China kommt es durch die Unterbrechungen in Shanghai (PVG) zu Verzögerungen. Gleiches gilt für Flüge aus Hongkong (HKG). Mindestens 2 Wochen Vorausbuchung sind erforderlich. Auf der Strecke USA nach Mexiko erreichen die Kapazitäten fast wieder Normalniveau. Los Angeles (LAX) und Chicago O’Hare (ORD) sind derzeit die wichtigsten Abflughäfen für Fracht in Richtung Mexiko.

SÜDAFRIKA  

Covid-19 hat Südafrika mit über 10.000 neuen Fällen pro Tag fest im Griff. Trotz der Herabstufung des Lockdowns auf Level 3 arbeiten viele Unternehmen weiter komplett aus dem Remote Office. Die südafrikanischen Häfen haben sich von den Folgen des im Juli verübten Cyberangriffs erholt und ihren Normalbetrieb größtenteils wieder aufgenommen. 

Im Straßengüterverkehr hat ein Kälteeinbruch mit Schneefällen seit dem Wochenende den Verkehr auf den Hauptrouten erschwert. Mittlerweile sind die meisten Straßen wieder frei. Die normalen Abläufe an den Grenzübergängen in die Nachbarländer sind aufgrund der Covid-19 Restriktionen weiter gestört. Hier muss weiterhin mit Verzögerungen gerechnet werden.

USA   

Am 6. August 2021 kündigte der Betreiber OOCL (Orient Overseas Container Line) die Einführung eines brandneuen multimodalen Containerdienstes (Schiene-See Kombination) von China zur US-Ostküste an. Im Detail verläuft die Verbindung mit einem Ganzzugservice zwischen Xian und Kaliningrad. Von dort geht es auf einem Feeder-Schiff weiter nach Bremen. Der weitere Schiffstransport erfolgt von Norddeutschland aus zu verschiedenen Häfen an der US-Ostküste 
(Quelle: verkehrsrundschau.de).

Der Hafen von New Orleans hat den Betrieb des Containerterminals vorübergehend eingestellt. Hintergrund: Hurrikan Ida hat die USA von Ost nach Süd mit heftigen Regenfällen und Starkwind überzogen. Es wird erwartet, dass weitere Betreiber an den US-Südhäfen ihren Dienst ebenfalls kurzfristig unterbrechen müssen (Quelle: portnola.com).

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