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Was prägt derzeit den Markt für Luftfracht? Was für Seefracht? Was auf der Bahnverbindung mit China? Wissenswertes lesen Sie hier.

LUFTFRACHT  

Kapazitätsengpässe dominieren weiter die globale Marktsituation. Und die Hochsaison steht erst noch bevor. Laut Analyse-Tool Seabury ist die Luftfrachtkapazität auf der Transatlantik-Route allein zwischen 23. August und 5. September 2021 im Vergleich zum gleichen Zeitraum 2019 um 10% gesunken. Die Raten könnten weiter steigen. Die Lage an Chinas Flughäfen zeigt spürbare Auswirkungen auf globale Routen. Weiter kämpfen Shanghai-Pudong (PVG) und andere Flughäfen mit erheblichen Verzögerungen bei der Bodenabwicklung. Die Personalknappheit aufgrund der harten COVID-Restriktionen der chinesischen Behörden bleibt bestehen. 

SENATOR INTERNATIONAL baut das Serviceangebot weiter aus und reagiert mit besonderen Maß-nahmen auf die Knappheit: Seit September 2021 wird der Betrieb der "SAB" SENATOR Atlantic Bridge auf 7 Flüge pro Woche zwischen Frankfurt-Hahn (HHN) und Greenville-Spartanburg (GSP) und 3 Flüge zwischen Frankfurt-Hahn (HHN) und Chicago-Rockford (RFD) aufgestockt. Bedingt durch die Situation in China wird zusätzlich die "SAB" SENATOR Asia Bridge ausgeweitet: 2 x wöchentlich verkehrt jetzt auch ein Charterflug zwischen Tianjin (TSN) und Hannover (HAJ). Somit wird China direkt an das globale "SAB" Netzwerk angebunden. Eine besondere Lösung in besonderen Zeiten. Der neue Dienst ist bis Ende des Jahres geplant.

SEEFRACHT   

Die Lage zeigt sich unverändert angespannt. Für Export von Europa nach Asien sind die Raten hoch, freie Plätze und Equipment bleiben Mangelware. Generell sind viele asiatische Häfen weiter überlastet. Der Taifun Chanthu überzieht die chinesische Ostküste. Die Behörden in Shanghai und der benachbarten Küstenregion haben Flüge gestrichen, Schulen geschlossen und Züge ausgesetzt. Konkrete Auswirkungen auf den Schiffsverkehr sind bislang nicht abzusehen. Als Folge der Hafenüberlastungen in Asien sind Umlade-Dienste nach Australien/Neuseeland ausgebucht oder werden nicht mehr angeboten. Dementsprechend ist die Nachfrage für Direkt-Dienste nach Ozeanien sehr hoch. 

Ab sofort wird die Reederei CMA CGM die Spotraten bis 1. Februar 2022 nicht weiter erhöhen. Dies betrifft alle Dienste der Gruppe: CMA CGM, CNC, Mercosul, ANL und APL. Auch Hapag-Lloyd hat angekündigt, die Raten nicht weiter zu erhöhen. Hiermit soll den Kunden mehr Stabilität und eine verlässlichere Planung ermöglicht werden.

Für Export von Europa nach Nordamerika und Mexiko bleiben die überlasteten Häfen in den USA ein Kernproblem. Besonders an der Westküste: Vor Los Angeles / Long Beach warten laut aktuellen Meldungen knapp 70 (!) Schiffe auf einen freien Liegeplatz. Zeitgleich steigt die Nachfrage in den USA. Insgesamt ist die Kapazitätssituation in Richtung Nordamerika und Mexiko durchweg angespannt. Die Preise gehen weiter nach oben. Gleiches gilt für Südamerika: eine hohe Nachfrage, besonders für die Westküste. Die Raten liegen auf einem hohen Niveau.

BAHNFRACHT   

Zuletzt haben hohe Seefrachtraten viele Kunden auf die Schienenverbindung zwischen Asien und Europa gelockt. Die Frage: Endet dieser Boom, wenn sich die Lage in der Seefracht wieder stabilisiert? Dies war Thema der Tagung „RailFreight Summit Poland“. Die dort diskutierten möglichen zwei Szenarien bestärken die Bedeutung der Neuen Seidenstraße. Sofern die chinesische Regierung weiterhin in den Schienenverkehr investiert, dürfte sich der Markt auch dank stabiler Nachfrage kaum verändern. In Bezug auf die Kosten sei der Schienenverkehr immer noch im Vorteil gegenüber der Seefracht. Die andere Möglichkeit: Falls China seine Subventionen weiter abbaut, würde die Neue Seidenstraße insbesondere für hochwertige Güter genutzt. Diese eignen sich besonders für den Schienentransport (Quelle: railfreight.com).

LOGISTIK    

Weltweit sorgen Engpässe bei Halbleitern in der Automobilindustrie für Herausforderungen in der Logistik. Während der Corona-Krise ist die Nachfrage an entsprechenden Produkten mit Halbleiter-Verbauung (Smartphones, Tablets, Spielekonsolen etc.) massiv gestiegen. Produktionsausfälle bei Automobilherstellern sind das Ergebnis. Die Folge: sehr hohe Auslastung der Lagerkapazitäten und eine geringe Abnahmemenge. Freie Lagerplätze sind kaum noch zu finden. Unregelmäßigkeiten und schlechtere Planbarkeit der Lieferketten müssen bis auf Weiteres einkalkuliert werden.

AKTUELLE LAGE WELTWEIT

BRASILIEN   

In Hinblick auf die Wahlen im Jahr 2022 kommt es im ganzen Land zu Pro-Bolsonaro Demonstrationen. Die Spannungen wirken sich auch auf die Wirtschaft aus und sorgen für Instabilität.

Für Luftfracht bleibt die Situation wie zuletzt: kaum freie Plätze, hohe Raten. Vor allem für Exporte muss dringend vorausschauend geplant werden. Auch für Seefracht ist die Diskrepanz zwischen Nachfrage und verfügbaren Kapazitäten ausschlaggebend. Prognosen sagen für 2022 noch keine Besserung voraus. Auch hier sollte im Voraus geplant werden, gerade für Export in die lateinamerikanische Nachbarregion (LATAM).

CHINA 

Am Flughafen Hongkong (HKG) muss für Frachtverkehr aktuell mit Verzögerungen gerechnet werden. Hintergrund: aus dem restlichen China wird viel Ladung aufgrund genereller Engpässe nach HKG umgeleitet. Dies stellt die Abwicklung in HKG vor große Herausforderungen.

Eine Rangliste des Prognosedienstes Economist Intelligence Unit (EIU) sieht Hangzhou an der Spitze der chinesischen Städte mit dem größten Wachstumspotenzial.  Die Hauptstadt der chinesischen Provinz Zhejiang ist Sitz des E-Commerce-Riesen Alibaba. Danach folgen in der Rangliste die Städte Shenzhen, Guangzhou und Shanghai (Quelle: scmp.com).

MEXIKO  

Für Luftfracht sorgt die "SAB" SENATOR Atlantic Bridge mit dem Flug von Frankfurt (FRA) nach Mexiko-Stadt (MEX) für Entlastung auf der Transatlantik-Route. Auf den Routen von und nach USA und Kanada erreichen die Kapazitäten wieder das Pre-COVID Niveau. 

Für Seefracht zwischen China und Mexiko steigen die Raten weiter. Freie Plätze sind rar. Auf dem Transatlantik-Verkehr von Europa nach Mexiko bietet die LCL-Option von SENATOR eine gute Lösung. Platz und Preis sind attraktiv. Konkret bestehen Verbindungen jeweils von Hamburg sowohl nach Altamira als auch nach Veracruz.

SÜDAFRIKA  

Die Corona-Krise hat Südafrika trotz rückläufiger Zahlen bei den Neuinfektionen weiter im Griff. Bislang wurden erst 15 Mio. Menschen teils oder vollständig geimpft. Dieser Trend liegt deutlich unter den Plänen der Regierung. Demnach sollen bis Jahresende 40 Mio. Menschen durchgeimpft sein.

Im Straßengüterverkehr von Südafrika in die Nachbarländer kommt es je nach Grenzübergang hartnäckig zu Staus. Besonders an der Grenze Beitbridge zu Simbabwe ist weiterhin mit deutlichen Verzögerungen zu rechnen. Am vergangenen Wochenende kam es hier zu Übergriffen auf LKW, die eigenmächtig den Stau zu überholen versuchten.

USA   

Die neuen COVID-Impfregeln der US-Regierung könnten enorme Auswirkungen auf den LKW-Verkehr im Land haben. Laut der Regelung müssen Arbeitgeber mit mehr als 100 Beschäftigten sicherstellen, dass alle Mitarbeitenden geimpft sind oder alternativ dazu wöchentliche Tests durchführen. Daraus könnten weitere Engpässe resultieren. Branchenexperten prophezeien eine nochmalige Verknappung der verfügbaren LKW-Kapazitäten (Quelle: theloadstar.com).

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