+++ ALWAYS UP TO DATE WEEK 39 +++

Regelmäßige Informationen über aktuelle Entwicklungen

Was prägt derzeit den Markt für Luftfracht? Was für Seefracht? Was auf der Bahnverbindung mit China? Wissenswertes lesen Sie hier.

GENERELLE INFORMATION 

Der Krieg in der Ukraine und die hohen Energiekosten dominieren die Marktlage weltweit. Dies betrifft alle Verkehrsträger.

SENATOR ist daher nach wie vor von schwankenden Preisen betroffen. Dies kann für bestimme Sendungen Zuschläge verursachen. Bei Fragen zu Ihren Sendungen wenden Sie sich gern direkt an Ihre(n) persönlichen SENATOR-Ansprechpartner(in).

LUFTFRACHT

Ende dieser Woche werden die Wartungsarbeiten der "SAB" Flotte vollständig abgeschlossen sein. Damit stehen ab Oktober wieder sämtliche Flugzeuge zur Verfügung. 

Die Kapazitäten in Richtung USA haben sich zuletzt kaum verändert. Trotz Ende der Feriensaison ist zurzeit kein deutlicher Rückgang an Passagierflügen zu erkennen. Hier stehen also zusätzlich PAX-Kapazitäten zur Verfügung. In Richtung Mexiko bietet die "SAB" SENATOR Atlantic Bridge von Frankfurt (FRA) nach Mexiko-Stadt (MEX) mit 3 Flügen pro Woche eine hervorragende Option.

Die Treibstoffpreise entwickeln sich nach wie vor volatil. Momentan kann in Richtung Jahresende nicht von einem Rückgang der Preise ausgegangen werden.

SEEFRACHT

Die Marktsituation ist in Bewegung. Die Spot-Raten fallen weiter. Auf den Asien-Europa und Transpazifik-Routen wurden vergangene Woche teilweise zweistellige Rückgänge konstatiert. Für 40 Fuß-Container von Asien nach Nordamerika verzeichnete die Marktanalyse-Plattform Xeneta einen Rückgang um 14%. Laut Marktbeobachtern wird dieser Trend noch einige Wochen anhalten. Erst zu Beginn des neuen Jahres könnte es wieder aufwärts gehen. Die aktuelle Preisentwicklung veranlasst einige Reeder zu „Sonderangeboten“ (Quelle: theloadstar.com). 

Die Streiks an wichtigen englischen Häfen gehen weiter. Nach einem Scheitern der Lohn-verhandlungen hat die britische Gewerkschaft Unite für den Hafen von Felixstowe einen Streik vom 27. September (7 Uhr Ortszeit) bis 5. Oktober (6 Uhr 59 Ortszeit) ange-kündigt. Im Hafen von Liverpool wird seit 19. September gestreikt. Die Arbeitsniederlegung dort soll noch bis 3. Oktober (6 Uhr Ortszeit) in Kraft bleiben. Neben Verzöge-rungen in der Lieferkette können diese Streiks auch Probleme in anderen europäischen Häfen nach sich ziehen. Weiterhin reagieren Reeder mit Notfallplänen. Teilweise wurden die Abfahrten vorgezogen oder Importe wichen auf andere britische Häfen aus. Die Maßnahmen zeigen durchaus Erfolg: bislang kam es zu weniger Unterbrechungen der Lieferkette als beim ersten Streik im August. Zudem haben Spediteure erhebliche Kapazitäten aus den Asien-Routen abgezogen, um die Auswirkungen der sinkenden Nachfrage abzumildern. Das hat die Terminals in Europa und Großbritannien entlastet (Quelle: theloadstar.com)

Die Kosten für eine Durchfahrt des Suezkanals steigen weiter. Im Laufe des Jahres hat die Suez Canal Authority (SCA) die Gebühren für die Durchfahrt bereits dreimal erhöht. Nun wurden die Reeder über eine weitere Erhöhung ab 2023 informiert. Die Erhöhung beträgt für die Durchfahrt von Tankern 15%. Für Massengutfrachter steigt die Gebühr um 10% (Quelle: splash247.com).

BAHNFRACHT

Als Folge der Kriegssituation in der Ukraine bleibt unser Service SARB (SENATOR Asia Rail Bridge) weiterhin ausgesetzt. Aktuell werden keine Buchungen angenommen. Wir bitten um Ihr Verständnis.  

Derweil bekräftigen die Duisburger Hafen AG Duisport und der Hamburger Hafen ihr Interesse an einer Aufrechterhaltung des Bahnverkehrs über die Neue Seidenstraße. Auf einer Podiumsdiskussion mit Vertretern beider Unternehmen wurde ein Engagement zum Ausbau des Seidenstraßennetzes betont. Nach Ansicht beider Häfen wird das erwartete Duisburg Gateway Terminal einen entscheidenden Beitrag zu den künftigen Seidenstraßenverbindungen leisten. Als wichtige Knotenpunkte für den europäischen Schienen-, Binnen- und Seeverkehr spielen Duisburg und Hamburg eine wichtige Rolle (Quelle: railfreight.com).

AKTUELLE LAGE WELTWEIT

BRASILIEN

Die zweitgrößte brasilianische Fluggesellschaft Gol Linhas Aéreas Inteligentes wird zur Beilegung von Bestechungsermittlungen 41 Millionen Dollar zahlen. Dies teilten die zuständigen US-Behörden vergangenen Freitag mit. Hintergrund: die Fluglinie steht im Verdacht von Bestechungsversuchen. Das Unternehmen strauchelt finanziell seit längerem und meldete Ende Juli einen hohen Nettoverlust für das zweite Quartal (Quelle: freightwaves.com).

CHINA

Aufgrund des Taifuns Muifa mussten die Häfen von Shanghai und Ningbo-Zhoushan vergangene Woche kurzzeitig geschlossen werden. Die Ratenentwicklung wurde von diesen Störungen nicht betroffen. Auch für den Seeverkehr von und nach China sinken die Raten aufgrund des Nachfragerückgangs im Westen weiter. Dies betriff vor allem den Transpazifik-Verkehr in Richtung USA (Quelle: scmp.com).

Um die kriselnde Wirtschaft in den Griff zu bekommen, verspricht Chinas Regierung weitere Hilfsmaßnahmen. Auf einer Tagung sagte Premierminister Li Keqiang den Unternehmen Unterstützung zu und sprach von „leichten Schwankungen“ bei der wirtschaftlichen Erholung Chinas. Hierfür machen Beobachter u.a. die strikte Null-Covid-Strategie und die Nullzins-Politik des Landes verantwortlich. Laut Keqiang will die Regierung den momentanen Abwärtstrend mithilfe von Investitionen und einer Ankurbelung der Nachfrage umkehren. Das Vertrauen in Chinas Wirtschaft solle dadurch gestärkt werden (Quelle: scmp.com).

MEXIKO

Für Luftfracht bietet die "SAB" eine verlässliche Option für Export, insbesondere nach Frankfurt. Es sind noch Kapazitäten verfügbar. Die Volumina werden jedoch voraussichtlich bald steigen. Für die kommende Avocado-Saison sollten Plätze so schnell wie möglich gesichert werden. 

Für Seefracht sinken die Raten auf den meisten Routen weiter. Für den Transpazifikverkehr von und nach Asien stehen einige freie Kapazitäten zur Verfügung. Für den Containerverkehr von und nach Europa hemmen Streiks in wichtigen britischen Häfen den Handel: viele Fahrten starten mit Verspätung, Terminals sind überlastet. SENATOR bietet einen guten LCL-Service nach Mexiko mit neuen Routen an. 

SÜDAFRIKA

Der Stromversorger Eskom kämpft weiterhin mit Stromausfällen. Hierdurch bleibt das nationale Stromnetz instabil. Eskom nimmt inzwischen Lastabwürfe der Stufe 6 vor. Dies ist die höchstmögliche Stufe. Die meisten Verbraucher werden mit Stromabschaltungen von etwa 9 Stunden pro Tag konfrontiert. Eskom erklärte, dass man nicht in der Lage sei, das Stromnetz zu stabilisieren. Es bleibt fraglich, wie lange die Versorgungsengpässe anhalten werden.

Südafrikanische Gewerkschaften und Hafenbetreiber Transnet befinden sich weiter im Streit über Lohnerhöhungen. Der Dienst in den Häfen und auf der Schiene könnte unterbrochen werden, wenn es zu Streiks kommen sollte. Die Gewerkschaften bringen diese Option bei Nichterfüllung der Tarifforderungen immer wieder ins Spiel.

Für Luftfracht sorgt eine Erhöhung der Flugfrequenzen verschiedener Fluggesellschaften für mehr Kapazitäten. Zuletzt hatten einige Anbieter auch neue Verbindung von und nach Südafrika angekündigt. 

USA 

Der Anteil der Westküstenhäfen an US-Importen ist in den vergangenen Wochen deutlich gesunken. Dies sei laut Beobachtern eine Folge der monatelangen covid- und krisenbedingten Überlastung der Häfen, insbesondere in Los Angeles und Long Beach. Während die Importanteile an der Westküste im August um 11,5% sanken, stiegen die Einfuhren an der Ost- und Golfküste um 12%. Diese Verschiebung der Frachtströme bescherte im August 2022 den Häfen der Ost- und Golfküste den besten Monat ihrer Geschichte. Der Anteil der Westküstenhäfen am Gesamtumschlag sank auf 45%. Das sind 9% weniger als im Februar 2021 (Quelle: freightwaves.com).

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