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Was prägt derzeit den Markt für Luftfracht? Was für Seefracht? Was auf der Bahnverbindung mit China? Wissenswertes lesen Sie hier.

LUFTFRACHT  

Die Situation auf allen Routen bleibt extrem herausfordernd. Die jüngsten Entwicklungen der Corona-Krise erschweren die Lage zusätzlich. In Richtung USA spitzen sich die Kapazitätsengpässe weiter zu. Die erhoffte Erholung durch mehr Passagierflüge bleibt durch die hohe Zahl an Corona-Fällen aus. Die Folge: Passagierflüge mit Frachtoption (PAX) bieten momentan keine Alternative. 

Auf vielen Routen sind Charter Flüge kaum noch verfügbar. Die Preise liegen 3-4 mal so hoch wie noch vor der Pandemie. Die hohe Nachfrage durch die Vorweihnachts-Saison verstärkt die Engpässe zusätzlich. Die von Südafrika ausgehende neue Corona-Variante B.1.1.529 (Omikron) führt zu erheblichen Flugausfällen. Dies betrifft nicht nur Südafrika selbst, sondern auch weite Teile des afrikanischen Kontinents. Für Johannesburg ist die "SAB" SENATOR Africa Bridge mit 2 Flügen pro Woche von Frankfurt (FRA) nach Johannesburg (JNB) eine dauerhafte und zuverlässige Alternative.

In Deutschland wird die operative Abwicklung durch die vierte Corona-Welle gebremst. Personalausfälle führen zu deutlichen Verzögerungen. Dies betrifft auch die Bodenabwicklung an so gut wie allen deutschen Flughäfen.

SEEFRACHT   

Die Corona-Krise verzögert die Abläufe in den deutschen See- und Binnenhäfen. Aufgrund der nun auch für Arbeitgeber geltenden strengeren Corona-Maßnahmen (2G, 3G, usw.) sind teilweise Tests vor Ort, zusätzliche Nachweise von Fahrern u.ä. vorgeschrieben. Für jeden Transport sollten wenn möglich vorab sämtliche Anforderungen des jeweiligen Betriebsgeländes erfüllt werden. Dies betrifft sowohl die Be- als auch die Entladung. Die Fahrpläne und Ankunftszeiten können zurzeit nicht verlässlich eingehalten werden. Auch der See-Hinterland-Verkehr ist stark beeinträchtigt. Exportsendungen müssen oft lange in Binnenterminals auf die Verladung zu den Seeschiffen warten. Die längere Lagerung von Containern verknappt die ohnehin engen Kapazitäten der Terminals zusätzlich (Quelle: contargo.net).

Für den Export von Europa nach Asien wirkt sich die strenge Null-Covid-Strategie in China weiter auf die Lieferketten aus. So hat etwa die in Singapur ansässige Reederei ONE die Aussetzung des Feeder-Dienstes nach Südchina angekündigt. Die Dienste werden für mindestens 6 Wochen ausgesetzt. Generell gilt in Richtung Asien/Fernost weiterhin: hohe Raten, kaum freie Plätze.

Für den Import von Asien nach Europa hat sich die Lage gleichfalls kaum verändert. Die Raten liegen auf Rekordniveau, freie Plätze sind kaum zu ergattern. Verfügbares Equipment? Mangelware.

Für den Export von Europa nach Nordamerika und Mexiko dasselbe Bild: hohe Raten, volle Schiffe und ein Mangel an Equipment. Weiter führen Staus von wartenden Schiffen vor wichtigen US-Häfen zu Verzögerungen. Nach wie vor sind die Häfen an der US-Westküste am stärksten betroffen. 

Kanadas Westküste hat nach verheerenden Überschwemmungen durch heftige Regenfälle mit extremen Folgen zu kämpfen. Am Hafen von Vancouver kommt es zu spürbaren Verzögerungen. Dies betrifft insbesondere den Hinterland-Verkehr auf der Bahn und auf LKW. Auch für den Verkehr nach Südamerika bleibt die Nachfrage hoch, ebenso die Raten.

BAHNFRACHT   

China und Kasachstan haben Maßnahmen zu einer Verbesserung der Abläufe an den Grenzübergängen angekündigt. Das Vorzeigeprojekt in dieser Richtung ist der Bau einer neuen 73 Kilometer langen Eisenbahnlinie in Kasachstan am Grenzübergang Dostyk/Alashankou. Hierdurch sollen Staus vermieden werden und der Bahnverkehr auf der Neuen Seidenstraße noch flüssiger laufen (Quelle: railfreight.com).

Auf der SENATOR Asia Rail Bridge (SARB) hat sich die Kapazitäten-Situation für Import nach Europa etwas verbessert. An einigen Terminals in China sind LKW aufgrund der Corona-Krise nicht verfügbar. Hier kann es bei der Auslieferung zu Verzögerungen kommen.

AKTUELLE LAGE WELTWEIT

BRASILIEN   

Für Luftfracht nehmen die Kapazitätsengpässe ab USA ein wenig ab. Mehr und mehr Passagierflüge bringen dank der PAX-Option Entlastung. Die Raten liegen dennoch weiter auf einem hohen Niveau. Von Europa nach Brasilien sind Direktflüge weiter nur in geringem Maße eine Option. Eine verlässliche Lösung bieten die Flüge der "SAB" über das Drehkreuz Miami (MIA). Die beiden Flughäfen Guarulhos (GRU) und Viracopos (VCP) in São Paulo sind immer noch überlastet. Hier sollten 5 - 10 Tage Verzögerung einkalkuliert werden. 

Für Seefracht bleiben Ladungen von Asien nach LATAM die größte Herausforderung. Für Transporte von Europa sind freie Plätze ebenfalls knapp. Alle Buchungen sollten möglichst weit im Voraus platziert werden. Für den Export von Brasilien in Richtung LATAM und USA fehlt es hartnäckig an Equipment. Besonders Kühlcontainer sind rar.

CHINA 

Chinas Null-Covid-Strategie zeigt spürbare Auswirkungen auf die Lieferketten und auf den Passagierflugverkehr. Jetzt hat British Airways (BA) die Flüge nach Hongkong vorübergehend ausgesetzt. Hintergrund: mehrere Besatzungsmitglieder waren in einem Regierungszentrum unter Quarantäne gestellt worden. Die Einstellung der Flüge werde solange aufrechterhalten, bis „die betrieblichen Anforderungen für die Strecke überprüft wurden“, hieß es von BA (Quelle: bbc.com).

Auch Cathay Pacific reduziert momentan die Anzahl der Europa-Routen. Quarantänemaßnahmen und Einschränkungen in den Lieferketten wurden hierfür als Ursache genannt. Durch zahlreiche positive Corona-Fälle unter den Piloten könne der europäische Flugplan aktuell nicht normal eingehalten werden (Quelle: theloadstar).

MEXIKO  

Für Luftfracht bietet die "SAB" SENATOR Atlantic Bridge von Frankfurt (FRA) nach Mexiko-Stadt (MEX) weiter eine hervorragende Option. Die Kapazitäten wurden jetzt maximiert. Für Transporte von und nach Asien steigen die Raten weiter. Vorausschauend buchen ist hier unausweichlich.

Für Seefracht kommt es an manchen Häfen wie Lazaro Cardenas oder Manzanillo zu Verzögerungen. Die Corona-Krise verursacht Engpässe beim Personal zu Land. Die Raten steigen nach kurzer Erholung wieder auf ein hohes Niveau. Für Im- und Exporte von und nach Europa bietet SENATOR mit dem FCL- und LCL-Dienst eine gute Möglichkeit mit noch verfügbaren Kapazitäten. 

SÜDAFRIKA  

Laut Präsident Cyril Ramaphosa wird die derzeit gültige Covid-Warnstufe 1 trotz steigender Fallzahlen und der neu entdeckten Corona-Variante Omikron bis auf Weiteres beibehalten. Statt die Warnstufe zu erhöhen appelliert die Regierung an den ungeimpften Teil der Bevölkerung, sich so schnell wie möglich impfen zu lassen.

Als Reaktion auf die neue Corona-Variante Omikron haben seit 26. November viele Länder aus Europa, Nordamerika und Asien ihre Passagierflüge von und nach Südafrika gestoppt. Durch das Reiseverbot will die Politik eine unkontrollierte Verbreitung von Omikron vermeiden. Noch in Südafrika befindliche Touristen müssen auf eigene Kosten in Quarantäne gehen. Die Tourismusbranche des Landes befürchtet verheerende Folgen. Die Weihnachtssaison gehört aus finanzieller Sicht für Südafrikas Dienstleistungs-Sektor zu einer der wichtigsten Phasen des Jahres (Quelle: tagesschau.de).

USA   

Für den LKW-Güterverkehr ist die Nachfrage auf dem Spotmarkt im November gegenüber dem Vorjahr um 11% gesunken. Die Kapazität hat sich seit dem kurzzeitigen Tiefstand Anfang des Jahres wieder leicht verbessert. 

Für Luftfracht erhöht sich die Nachfrage weiter schneller als die zur Verfügung stehenden Kapazitäten.  Die Folge: die Raten auf der Asien-USA-Route erreichen derzeit einen neuen Höchststand. Die Raten nach Europa sind im Jahresvergleich um 78% gestiegen. Weil die kurzzeitig erhoffte Erleichterung durch die Rückkehr von Passagierflügen bislang ausbleibt, wird auf absehbare Zeit keine Veränderung prognostiziert.

Für Seefracht erreichte das Volumen der Container-Importe in die USA und nach Kanada im Oktober ein neues Rekordhoch. Für das Gesamtjahr 2021 wird derzeit ein Zuwachs von bis zu 25% kalkuliert. Eine Herausforderung bleiben die vor den US-Häfen wartenden Containerschiffe. In Los Angeles/Long Beach müssen weiter Verzögerungen von mindestens 15 Tagen einkalkuliert werden. Die Verweildauer der Container in den Häfen ist entsprechend spürbar gestiegen. Experten erwarten aufgrund der Corona-Krise keine nennenswerten Kapazitätserweiterungen vor dem Jahr 2023.


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