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Sehr geehrte Damen und Herren,

was prägt derzeit den Markt für Luftfracht? Was für Seefracht? Was auf der Bahnverbindung mit China? Wissenswertes lesen Sie hier.

LUFTFRACHT

Die Kapazitätsauslastung für Luftfracht ist weltweit angespannt. Fluggesellschaften treffen immer weniger feste Zusagen für regelmäßige Allokationen. Auf vielen Strecken sind aktuell nur ad hoc Buchungen und Preise am Spot Markt möglich.

90% der Reise einer Luftfracht finden im Durchschnitt am Boden statt. Das Ground Handling ist entscheidender Faktor für Laufzeit und Service. Bei der Importabfertigung am Flughafen Frankfurt (FRA) kommt es weiterhin zu Verzögerungen. Die Folge: lange Wartezeiten. SENATOR arbeitet daran, Engpässe bei der Bodenabfertigung aktiv zu umgehen, um Laufzeiten so gut wie möglich in dieser kritischen Situation zu beschleunigen.

Auf dem Nordamerika Trade (vordringlich Export in die USA) ist die Nachfrage durchgehend sehr hoch, auch auf der "SAB" SENATOR Africa Bridge nach Johannesburg.

SEEFRACHT

Für Importe aus Asien nach Europa spitzt sich die Lage noch weiter zu. Die ersten Reeder haben einen Buchungsstopp auf bestimmten Schiffen verhängt. Freie Plätze werden noch knapper – bis Jahresende wird die Platzsituation extrem begrenzt bleiben.

Auch die Equipment-Situation in den Häfen bleibt bis auf weiteres höchst angespannt. Kaum leere Container, Personalmangel in den Häfen durch COVID-19 und Streiks zeigen Auswirkungen: lange Wartezeiten. Alle Reeder erheben auf ohnehin stark angehobene Raten zusätzlich Zuschläge – wahlweise Emergency, Peak Season, Equipment Imbalance etc. genannt. Für Dezember spitzt sich das Ratenniveau absehbar auf deutlich über USD 5.000 per FEU (Fourty Foot Equivalent Unit = 40’) zu.

Auch der Export von Europa nach Asien zeigt Auswirkungen. Ankunft in Asien verzögert sich bis zu 10 Tage. Eine Ursache: die anhaltend starke Überlastung der britischen Häfen. Das bringt Verspätungen für die gesamte Reise und Rotation der Schiffe.

Auch hier kommt hinzu, dass Schiffe extrem voll sind. Der Cosco AEU1-Dienst läuft derzeit statt Hamburg jetzt Wilhelmshaven an. Hier sind noch einige freie Plätze an Bord verfügbar. Cosco verbringt dafür gerade extra Container von Hamburg nach Wilhelmshaven. Die Auswirkung auf die Transitzeit beträgt bis zu 10 Tage.

BAHNFRACHT

Weiterhin wird auch die Bahnverbindung zwischen Europa und China von Engpässen gebeutelt. Immerhin: leichte Entspannung lässt sich erkennen. Die Lage wird übersichtlicher. Größte Hürde sind aktuell die Verfügbarkeit freier Container und hohe Raten.

Der Rückstau an den wichtigen Grenzübergängen China I Kasachstan und Belarus I Polen hält noch an. Für alle Buchungen sollten weiterhin Verzögerungen einkalkuliert werden. Dagegen läuft der Export von Europa nach China weiter richtig rund. Echte Alternative zur schwierigen Lage der Seefracht.

AKTUELLE SITUATION WELTWEIT

CHINA

Am 15. November 2020 hat China gemeinsam mit 14 asiatisch-pazifischen Staaten des Staatenbundes ASEANdas größte Freihandelsabkommen der Welt abgeschlossen. Nach achtjährigen Verhandlungen erfolgte die Unterzeichnung in Vietnams Hauptstadt Hanoi.

Bestandteil der Vereinbarung sind eine Verringerung der Zölle, gemeinsame Handelsregeln und eine Erleichterung der Lieferketten. Das Paket umfasst Handel, Dienstleistungen, Investitionen, E-Kommerz, Telekommunikation und Urheberrechte. Die EU und USA werden sich in den kommenden Monaten unter Zugzwang sehen (Quelle: financialtimes.com).

USA

Auf der Transpazifik-Seeverbindung zwischen USA und Asien ist die Situation ebenfalls angespannt. Wegen steigender Nachfrage auf beiden Seiten des Pazifiks haben die Reeder Mühe, alle Sendungen abzuwickeln. Auch hier: Verzögerungen, explodierende Raten, nervöse Märkte. Ein positiver Trend hin zu Entspannung lässt sich auch in dieser Region noch nicht erkennen (Quelle: theloadstar.com).

Nach einem knapp zweijährigen Startverbot wird die Boeing 737 MAX ihren Flugbetrieb 2021 im Liniendienst wieder aufnehmen dürfen. Die US-Flugaufsicht hob nach langen Tests und einer technischen Optimierung das erteilte Verbot auf. Nach zwei Abstürzen mit mehr als 300 Toten war der Flugzeugtyp aus dem Linienverkehr genommen worden.

Die Airlines reagieren bislang zögerlich. American Airlines plant, die Boeing 737 MAX wieder einzusetzen. Southwest und Ryanair verhandeln noch (Quelle: aero.de).

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