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Was prägt derzeit den Markt für Luftfracht? Was für Seefracht? Was auf der Bahnverbindung mit China? Wissenswertes lesen Sie hier.

LUFTFRACHT  

Die Kapazitätsengpässe auf den meisten Routen haben sich kaum verändert. Kurz vor Weihnachten ist die Nachfrage sehr hoch. Die Folge: auf manchen Strecken verschärft sich die Lage eher noch. Um den Rückstau (Backlog) an Fracht in Richtung USA abzuarbeiten, ergänzt SENATOR in dieser Woche seine "SAB" SENATOR Atlantic Bridge um 2 Extra-Flüge nach Greenville-Spartanburg (GSP). Auf diesem Weg sollte der Großteil des Backlogs nach den Feiertagen abgebaut sein.

Für die Routen von und nach China hat sich die Lage verkompliziert. Aus Sorge vor der neuen Corona-Variante Omikron hat China die Start- und Landerechte für Flugzeuge aus Europa teilweise enorm eingeschränkt. Dies wirkt sich spürbar auf die Lieferketten aus. Ein erneuter Zuwachs an Masken- und Testkit-Transporten von China nach Europa verschärft Engpässe beim Import aus Asien.

Dagegen hat sich die Situation für Südafrika etwas entspannt. Die "SAB" SENATOR Africa Bridge verkehrt regelmäßig in der normalen Frequenz mit 2 Flügen pro Woche von Frankfurt (FRA) nach Johannesburg (JNB).

SEEFRACHT   

In Hinblick auf das kommende Jahr herrscht in der Branche Unsicherheit. Für die Container-Spotraten wird für Januar ein starker Anstieg erwartet. Insbesondere vor dem chinesischen Neujahrsfest rund um den 3. Februar 2022. Laut Branchenmedium „The Loadstar“ seien bei vielen Beteiligten auf dem Markt die Budgets für das kommende Jahr mit erheblichen Unsicherheiten behaftet (Quelle: theloadstar.com).

Ab 15. Dezember oder später planen Hafenarbeitergewerkschaften in Indien womöglich einen unbefristeten landesweiten Streik. Die Forderungen drehen sich insbesondere um das neue Hafengesetz und die damit einhergehende Umwandlung der staatlichen Häfen in unabhängige Unternehmen. Ein Streik könnte schwerwiegende Auswirkungen auf die Hafentätigkeiten in Indien und daraus resultierende Verzögerungen nach sich ziehen (Quelle: FSL Alert / Freight Systems India Newsletter). Noch bleibt es bei Ankündigungen.

Auf den wichtigsten Routen hat sich zuletzt wenig verändert. Für den Export von Europa nach Asien bleibt China aufgrund der Null-Covid-Strategie ein Bremser für die Lieferketten. Generell liegen die Raten auf hohem Niveau und freie Plätze sind knapp. 

Gleiches gilt für den Import von Asien nach Europa. Die Überlastung vieler Häfen in Nord- und Mitteleuropa hat in der zweiten Jahreshälfte 2021 die Allianzen zu Auslassungen bestimmter Schiffsanläufe veranlasst. Insgesamt beliefen sich diese von Fernost nach Europa in den vergangenen fünf Monaten laut Alphaliner auf 383. Dies entspricht fast einem Viertel aller geplanten Anläufe. Hiermit versuchten die Reedereien, Verspätungen zu vermeiden oder aufzuholen und die Zuverlässigkeit der Fahrpläne wiederherzustellen (Quelle: Alphaliner Newsletter 49/2021).

Für den Export von Europa nach Nordamerika, Mexiko und Südamerika zeigt sich dasselbe Bild wie zuletzt: Hohe Raten, volle Schiffe, Wartezeiten vor vielen Häfen. Letzteres gilt weiterhin insbesondere für die US-Westküste. Auch ein Mangel an LKW und Chassis führt im Hinterland-Verkehr der USA weiter zu Verzögerungen.

Die Container-Reederei ONE hat eine erneute Verschiebung der Einführung einer Notgebühr für Importcontainer durch die Hafenbehörde Los Angeles/Long Beach angekündigt. Nach Ankündigung der Zusatzgebühr ging die Zahl der gelagerten Container im Terminal um knapp 30% zurück. Scheinbar veranlasst die geplante Maßnahme viele Unternehmen zu einer schnelleren Abholung ihrer wartenden Container.

BAHNFRACHT  
 
China wird die Neue Seidenstraße noch bis ins Jahr 2023 mit Subventionen unterstützen. Grund für die Entscheidung der chinesischen Regierung ist die anhaltende Corona-Krise. Der allgemeine Konsens in der Branche: langfristig bestünde keine Notwendigkeit mehr für staatliche Unterstützung. Dies wurde von vielen Branchenvertretern bekräftigt. Die Transportmengen seien hoch und die Preise wettbewerbsfähig. Wenn überhaupt, seien für den Export von Europa nach China eventuell weitere Hilfen angebracht (Quelle: railfreight.com).

AKTUELLE LAGE WELTWEIT

BRASILIEN 
  
Für Luftfracht verharren die Raten aufgrund der weiterhin starken Nachfrage auf hohem Niveau. Für Export nach Europa sollte möglichst weit im Voraus geplant werden. Die beiden Flughäfen Guarulhos (GRU) und Viracopos (VCP) in São Paulo sind weiterhin überlastet. Hier sollten nach wie vor längere Wartezeiten berücksichtigt werden.

Für Seefracht schwanken die Preise beim Import von Asien ständig. Sichere Planung wird dadurch erschwert. Für Exporte in Richtung USA müssen durch die Staus an vielen Häfen sowie Equipment- und Personalmangel im Hinterland-Verkehr spürbare Verzögerungen einkalkuliert werden. Generell gilt für Export von Brasilien: volle Schiffe und kaum verfügbare Container.

CHINA 

China hat für Passagierflugzeuge mit Fracht-Option (PAX) strengere Vorschriften erlassen. COVID-relevante Güter wie Masken oder Tests dürfen weiterhin in Kabinen geladen werden. Für andere Güter wird jede Sendung von Fall zu Fall geprüft. Dies erschwert die momentane Import-Situation für Luftfracht erheblich.

Chinas Regierung hat auf der zentralen Wirtschaftskonferenz vergangene Woche die Ankurbelung der Nachfrage durch gezielte politische Unterstützung betont. So soll etwa die Regulierung großer privater Unternehmen gelockert werden. Damit reagiert die Regierung in Peking auf den derzeitigen „dreifachen Druck“ aus Nachfragerückgang, Angebotsschock und schwächeren Erwartungen als zuvor prophezeit. Die chinesische Wirtschaft solle viel „Stabilität“ erhalten, hieß es (Quelle: scmp.com).

MEXIKO  

Für Luftfracht steigen die Preise der Importe aus Asien weiter. Freie Plätze sind rar. Buchungen sollten bis zu 2 Wochen im Voraus erfolgen. Für Import von Europa nach Mexiko bietet die "SAB" SENATOR Atlantic Bridge nach Mexiko-Stadt (MEX) weiterhin stabile Option.

Für Seefracht von Asien nach Mexiko bleiben die Preise auf hohem Niveau. Von Europa nach Mexiko bietet SENATOR insbesondere für die Automobilindustrie genügend Kapazität mit wettbewerbsfähigen Raten sowohl FCL als auch LCL. Für Export in die LATAM-Region bleibt die Lage komplex: freie Plätze und verfügbares Equipment sind Mangelware.

SÜDAFRIKA 

Die Zahl der Corona-Infektionen ist in den vergangenen Wochen durch die neue Omikron-Variante sprunghaft angestiegen. Dies spräche für eine schnellere Verbreitung der Variante. Südafrika befindet sich damit offiziell in der befürchteten vierten Welle. Die Regierung versucht jetzt den bislang ungeimpften Teil der Bevölkerung möglichst schnell zu impfen. Bisher gelten rund 26 Mio. Menschen als vollständig geimpft.

Im Straßengüterverkehr von und nach Südafrika hat sich die Situation an den meisten Grenzübergängen inzwischen entspannt. Langanhaltende Staus sind eher die Ausnahme. Ein Stau an der Grenzstation Beitbridge von letzter Woche wurde durch ein IT-Problem ausgelöst. Auch hier ist die Route jetzt nicht mehr überlastet.

Für Seefracht bereitet die geringe Verfügbarkeit von Containern vielen Beteiligten Sorgen. Dies geht aus einer Umfrage des Hamburger Containerdienstes „Container xChange“ hervor. Neben Equipment-Mangel beunruhigen die Marktteilnehmer Ratenzuschläge, die hohen Tarife generell und ein Corona-bedingter Rückgang der Effizienz und Pünktlichkeit.

USA   

Für Luftfracht geht der Streit zwischen dem US-amerikanischen Frachtflugunternehmen 21 Air und der nationalen Pilotengewerkschaft in die nächste Runde. Anstoß der Debatte ist die Beziehung zur kanadischen Fluggesellschaft Cargojet. Die Fluglinie hatte Anfang des Jahres beantragt, ihr Flottenlimit von 5 auf 10 Flugzeuge zu erhöhen. Das US-Verkehrsministerium bestätigte dies. Kritiker werfen Cargojet sogenannte Kabotage (Erbringen von inländischen Transportleistungen durch ein ausländisches Unternehmen) vor. 21 Air ist im Besitz von Avia Acquisitions. Diese hält 25% Anteile an Cargojet (Quelle: aircargonews.net).

Für Seefracht bleiben die US-Häfen weiter überlastet. Der Hafen von Savannah (Georgia) hat im November mit mehr als 495.000 TEU (Twenty-Foot Equivalent Unit) einen neuen monatlichen Umschlagrekord aufgestellt. Die Menge bedeutet einen Anstieg von 6,7% gegenüber dem Vorjahresmonat. Der Anstieg kommt zum richtigen Zeitpunkt: Die Georgia Ports Authority (GPA) versucht, die jährliche Kapazität des Hafens um 25% zu erhöhen. Damit soll das enorme Importvolumen bewältigt werden (Quelle: freightwaves.com).

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