+++ ALWAYS UP TO DATE WEEK 6 +++

Regelmäßige Informationen über aktuelle Entwicklungen

Was prägt derzeit den Markt für Luftfracht? Was für Seefracht? Was auf der Bahnverbindung mit China? Wissenswertes lesen Sie hier.

LUFTFRACHT

Weltweit melden Fluggesellschaften sehr hohe Auslastung. Der Bedarf an persönlicher Schutzausrüstung (PPE, Atemschutzmasken, Schutzkleidung, Desinfektionsmittel etc.) in Europa ist und bleibt hoch. Die Folge: Der Import von PPE aus China zieht weiter an. Die Zahl der für Frachtflüge genutzten Passagiermaschinen (sog. Pax Freighter) hat deutlich zugenommen.

SENATOR INTERNATIONAL reagiert auf die hohe Nachfrage mit zusätzlichen Verbindungen auf den "SAB" Routen. Derzeit gibt es 6 Extra-Flüge auf der "SAB" SENATOR Atlantic Bridge. Auf dem Markt zeigt die angespannte Lage entsprechende Wirkung: Raten steigen erneut und liegen wieder auf dem Niveau des 4. Quartals 2020.

Die Situation in der Abfertigung spitzt sich durch die enorme Nachfrage spürbar zu. Am Flughafen Frankfurt (FRA) beträgt die Wartezeit für Sendungsübergabe einkommender Fracht bis zu 2 Tage. Kein Abfertigungsdienstleister (Ground Handling Agent) kann aktuell reguläre Zeiten einhalten. Sendungsvolumen, Tonnage und die Schwemme loser Packstücke sind Treiber für Verzögerungen. SENATOR INTERNATIONAL umgeht das Nadelöhr FRA, wo es sinnvoll ist und zieht verstärkt Fracht über München (MUC). Doch auch hier verlangsamen sich Abläufe. Für die kommenden Wochen müssen erhebliche Verzögerungen einkalkuliert werden.

SEEFRACHT

Für den Export von Europa nach Asien bleibt die Lage kritisch. Weltweit fehlen Container, die insbesondere in Australien oder USA gestrandet sind. Allein vor den Häfen von Los Angeles und Long Beach stecken auf über 40 wartenden Schiffen etwa 600.000 TEU (20´ Einheiten) fest. Einer von vielen Faktoren: Durch Corona-Infektionen fehlt es in beiden Häfen an einsatzfähigem Personal.

In Europa mangelt es an leerem Equipment. Zugleich werden überfüllte Häfen zum Nadelöhr. Das beeinträchtigt die Fahrpläne. Verlässliche Abfahrten gibt es kaum noch. Verzögerungen sind die Regel. Das enorme Ungleichgewicht an leeren Containern führt zu Zuschlägen seitens der Reeder. Doch selbst die Zahlung der Zuschläge garantiert kein Equipment und keine Abfahrt. Wo Equipment fehlt, wird der gebuchte Transport kurzfristig storniert.

Die Schiffe nach Asien sind noch immer überbucht. Bis März geht kaum noch was. Raten bleiben vorerst auf hohem Niveau. Mit preislicher Entspannung kann voraussichtlich nicht vor Mitte April gerechnet werden. Weiterhin sind britische Häfen und auch wichtige Drehkreuze wie Port Kelang (Malaysia) überlastet. Von Europa nach Fernost sind Schiffe daher um bis zu 5 Tage verspätet. 

Auch für Export von Europa nach Nord- und Südamerika werden bis Mitte März ausgebuchte Schiffe gemeldet. Nach Mexiko ist die Situation ähnlich angespannt. Reeder reagieren weiter mit Zuschlägen wie PSS oder EIS. Momentan zeichnet sich keine baldige Entspannung ab. Nach Südamerika ist die Auslastung der Schiffe sowohl für die Ostküste (SAEC) als auch die Westküste (SAWC) hoch. Ungewöhnlich für den Jahresanfang. Auch hier: keine Indizien für baldige Entspannung.

Um das Transportvolumen im Hamburger Hafen zu bewältigen, sind aktuell Lkw-Anlieferungen je nach Terminal nur 48 oder 72 Stunden vor Ankunft der Schiffe erlaubt. Aufgrund des Hochwassers auf deutschen Flüssen wird auf dem Rhein momentan ein Hochwasserzuschlag erhoben. Dieser hängt vom Wasserstand zum Zeitpunkt des Transports ab. Wenn möglich wird empfohlen, auf LKW und/oder Bahn auszuweichen. Buchungen sollten überall so früh wie möglich platziert werden.

BAHNFRACHT

Die Bundesregierung hat eine Investitionsoffensive von 34 Millionen Euro angekündigt, um den Zugang zur Schiene zu verbessern. Der Bundesverband Spedition und Logistik (DSLV) und der Verband Deutscher Verkehrsunternehmen (VDV) begrüßen die Entscheidung. Teil des Pakets ist die neue Gleisanschluss-Förderrichtlinie, die zum 1. März 2021 in Kraft treten soll. Die neue Richtlinie unterstützt Eisenbahnen, Verlader und Speditionen beim Aus- und Neubau von Gleisanschlüssen. Hervorzuheben ist insbesondere die erstmalige finanzielle Förderung für die Errichtung multifunktionaler Terminals (Quelle: vhsp.de).

AKTUELLE SITUATION WELTWEIT

CHINA

Kurz vor Beginn des Chinesischen Neujahrsfestes (11. bis 17. Februar) verschärft sich die Lage in den wichtigsten chinesischen Häfen. Vor allem im Hafen von Yantian stehen LKW kilometerlang an, um zum Terminal zu gelangen. Die Kapazität an den Terminals ist erschöpft und auch Lager ringsum können das Frachtaufkommen kaum bewältigen. Eine Wartezeit von mehreren Tagen muss einkalkuliert werden. Ähnlich gestaltet sich die Situation in Xiamen, Ningbo, Shanghai und Qingdao.

DEUTSCHLAND

Die Einfuhr von persönlicher Schutzausrüstung (PPE) hat weiter Hochkonjunktur. Um die Abfertigung von PPE zu priorisieren, wurde der Unterlagencode "9DFA - Bevorzugte Einfuhrabfertigung von medizinischem Gerät und Material (Corona-Lage)" geschaffen. Was für die Einfuhr von Hilfsgütern im Detail beachtet werden muss, können Sie hier nachlesen:
https://www.zoll.de/DE/Fachthemen/Zoelle/Coronakrise/Zoelle/Hilfsgueter/hilfsgueter_node.html

USA

Miami (MIA) hat dank Nachfrageschub zum Jahresende 2020 einen neuen Rekord beim Frachtaufkommen aufgestellt. Im vergangenen Jahr verzeichnete der Flughafen in Florida einen Anstieg um 57.382 Tonnen im Vergleich zum Vorjahr. Insbesondere die Transit-Funktion Richtung Lateinamerika spielt für Miami eine entscheidende Rolle (Quelle: aircargonews.net).

Ein Containerschiff der dänischen Reederei Maersk hat auf dem Pazifik etwa 750 Container verloren. Ursache für den Zwischenfall auf der Überfahrt von China nach Los Angeles war raues Wetter. Der Schaden der verloren Ware beläuft sich auf mehrere Millionen US-Dollar (Quelle: wsj.com).

Mit SENATOR INTERNATIONAL bleiben Sie Up To Date

Wir nutzen Cookies, um Ihnen die bestmögliche Nutzung unserer Website zu ermöglichen und unsere Kommunikation mit Ihnen zu verbessern. Treffen Sie hier Ihre persönliche Präferenz:

Erforderliche Cookies helfen dabei, eine Website nutzbar zu machen, indem sie Grundfunktionen wie Seitennavigation und Zugriff auf sichere Bereiche der Website ermöglichen. Die Website kann ohne diese Cookies nicht richtig funktionieren.

Diese Cookies werden genutzt, um Funktionen der Website zuzulassen, die Ihnen eine möglichst komfortable und auf Ihre Interessen zugeschnittene Nutzung ermöglichen. Des Weiteren hilft uns die Analyse des Nutzerverhaltens ebenfalls, die Qualität unserer Webseite fortlaufend zu verbessern.