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Was prägt derzeit den Markt für Luftfracht? Was für Seefracht? Was auf der Bahnverbindung mit China? Wissenswertes lesen Sie hier.

LUFTFRACHT

Den Großteil der Reisezeit verbringt Luftfracht am Boden. Auch in normalen Zeiten. Derzeit verschärft sich die Lage an allen großen Flughäfen Europas noch mehr. Die operative Abwicklung verlangsamt sich durch weiter wachsende Frachtmengen. Hinzu kommt der Import Persönlicher Schutzausrüstung (PPE – Masken etc.), oft ad hoc und dadurch ohne Planbarkeit. Spezielle Handling-Anforderungen für PPE-Importe sorgen für Mehraufwand und Verzögerungen. Die Situation dürfte noch längere Zeit kritisch bleiben.

Für Export von Europa in die USA bleibt die Nachfrage extrem hoch. Die Folge: Kapazitätsengpässe. SENATOR INTERNATIONAL reagiert mit Extra-Flügen auf der "SAB" SENATOR Atlantic Bridge. Nach dem Chinesischen Neujahrsfest zieht der Export von Europa nach China ebenfalls deutlich an: auch hier kommt es zu Kapazitätsengpässen.

Am 20. Februar 2021 landete der erste „SAB“ Frachtflug nonstop aus Mexiko-Stadt (MEX) in Frankfurt (FRA). Auftakt zur Erweiterung unserer "SAB" SENATOR Atlantic Bridge: ab sofort fliegt zunächst zweimal wöchentlich eine Boeing 767-300F der mexikanischen Frachtfluggesellschaft MasAir zwischen Frankfurt (FRA) und Mexiko-Stadt (MEX). Ab dem 08. März wird Frankfurt dann 3 x pro Woche angeflogen.

SEEFRACHT

Weltweit fehlen weiterhin leere Container. Equipment ist knapp. Für Export von Europa nach Asien sind freie Plätze rar, oft nur noch mithilfe von höheren Sonderraten zu buchen. BAF-Zuschläge (Treibstoffkosten) wie auch Raten steigen weiter. Erneut reagieren Reeder mit Zuschlägen, besonders aufgrund des Equipment-Ungleichgewichts sowie Mangel an Schiffsraum. Der Markt zieht nochmals an.

Auch nach dem Chinesischen Neujahrsfest bleibt die Platz- und Equipment-Situation hartnäckig angespannt. Die sonst übliche Entspannung nach den Feiertagen ist nicht in Sicht. Vor Ende April/Mai kann kaum eine Verbesserung der Raten-Situation erwartet werden.

Aufgrund der politischen Unruhen in Myanmar haben zwei Reeder bereits Dienste in dortige Häfen eingestellt. Es wird erwartet, dass weitere folgen.

Für den Export nach Nord- und Südamerika bleibt die Situation kritisch. Je nach Ziel sind Schiffe aktuell 4 bis 6 Wochen im Voraus ausgebucht. Erneut reagieren Reeder mit Erhöhung der Zuschläge (PSS, EIS). In den USA kommt es in mehreren Häfen (u.a. US-Westküste, Savannah, New York) zu teils massiven Rückstaus. Ein Hauptgrund: es fehlen LKW für die Hinterland-Anbindung und arbeitsfähiges Personal. Die Trucker Shortage spitzt sich zu.

Die Pflanzengesundheitskontrolle in Hamburg und Bremen informiert, dass ab 01. März 2021 von allen EU-Mitgliedstaaten die Durchführungsverordnung (EU) 2021/12711 umzusetzen ist. Betroffen von der Verordnung sind Sendungen aus China, Indien und Belarus, welche Verpackungsholz und/oder Stauholz enthalten, das vollständig oder teilweise aus Vollholz (= Roh- oder Massivholz) mit einer Dicke von mehr als 6 mm besteht und somit den Regelungen des Internationalen Standards ISPM 15 unterliegt. Konkret gilt dies für Sendungen zur Einfuhr in einen EU-Mitgliedstaat, in welchen das betroffene Holz entweder als Ladungsträger oder zur Ladungssicherung eingesetzt wird oder die Ware selbst darstellt (KN-Code 4415) und zu einer gelisteten Warenart (Anlage SP 042a/2021 und SP 042b/2021) gehört.

BAHNFRACHT

Die chinesische Regierung erwägt offenbar, den Schienentransport von Gefahrgut zwischen China und Europa noch in diesem Jahr zu erlauben. Ziel sei es, sowohl den Export als auch den Import entsprechender Produkte zu ermöglichen. Sollte diese Ankündigung in die Tat umgesetzt werden, wird das einen weiteren Meilenstein für den eurasischen Schienengüterverkehr bringen. Mit der wachsenden Nachfrage nach Elektroautos, E-Bikes und ähnlichen Artikeln steigt auch die Nachfrage nach Lithium-Ionen-Batterien und ähnlichem Gefahrgut über die Schiene (Quelle: railfreight.com).

Insgesamt ist die Zahl der Güterzugfahrten zwischen China und Europa im Januar 2021 auf 1.165 gestiegen, 66% mehr als im Vorjahr. Das belegen Daten der China State Railway Group Co. Ltd. Nach Angaben des Unternehmens war dies der neunte Monat in Folge, in dem die Zahl der Fahrten den Wert von 1.000 überstieg (Quelle: China International Import Expo).

AKTUELLE SITUATION WELTWEIT

CHINA

Neuen Eurostat-Daten zufolge hat China die USA als wichtigsten Handelspartner der EU im Jahr 2020 überholt. Die Exporte der EU nach China stiegen im Jahr 2020 um 2,2%, die Importe aus China um 5,6%. Im Gegensatz dazu verzeichnete die EU erheblichen Rückgang im Handel mit dem Rest der Welt, auch gerade mit den USA (Quelle: merics.de).

INDIEN

Weil sich die COVID19-Situation in Indien spürbar verbessert, steigt das Exportvolumen wieder deutlich an. Dies bringt Transporte per Seefracht in die Klemme: durch fehlende Container und Fahrplanänderungen in Folge von Leerfahrten kommt es zu extremem Rückstau an Fracht. Die Lösung der Reeder: wer am meisten zahlt, erhält den wenigen freien Platz. Erschwerend kommt hinzu, dass indische Exporteure ihre Volumina jetzt nochmals forcieren, da das indische Fiskaljahr am 31. März 2021 endet.

Es ist zu erwarten, dass die starke Nachfrage nach Frachtraum auch im März 2021 anhalten wird. Viele Kunden können geplante Versandfenster nicht einhalten, was die Nachfrage in der Luftfracht zusätzlich erhöht. Da aber auch hier freie Kapazitäten rar sind, wird auch in der Luftfracht die Preisspirale weiter nach oben gehen.

MEXIKO

Mexiko kämpft weiterhin um ein tragfähiges Impfprogramm. Bislang wurden weniger als 1% der Bevölkerung geimpft. In der mexikanischen Wirtschaft dürften in 2021 Automotive, Pharma, High Tech und verderbliche Waren die größten Zuwächse erreichen.

Seefracht Raten sind immer noch hoch, besonders für Fracht aus Asien. Nach Ende des Chinesischen Neujahrsfestes wird die Auslastung nach ZLO (Manzanillo) und LZC (Lazaro Cardenas) in absehbarer Zeit wieder steigen.

SÜDAFRIKA

Die South African Federation of Trade Unions SAFTU ruft zum Generalstreik auf. Diese Woche soll für eine Reorganisation der gesamten südafrikanischen Wirtschaft die Arbeit niedergelegt werden. Die Forderungen gehen noch weiter und reichen von einem „Green New Deal“ zur Verbesserung der Treibhausemissionen über freien Zugang zu einem besseren Bildungssystem bis zum Kampf gegen Korruption, Rassismus und Sexismus. Noch ist nicht absehbar, welche Auswirkungen die Protestaktion haben wird.

USA

Für Seefracht aus und in die USA sind Lieferketten durch das Equipment-Ungleichgewicht weiter gestört. Viele Container stecken auf Schiffen fest, die tagelang auf Reede vor den Häfen liegen und auf Abfertigung warten. Jüngst veröffentlichte Expertenberichte erwarten keine Entspannung der Ratensituation für die kommenden Monate. Der Wettbewerb um freie Plätze ist so hart, dass weiter Prämien gezahlt werden, um freie Plätze zu ergattern. Kapazitäten sind bis an die Grenzen belastet. Es wird dauern, den Rückstau abzubauen.

Für Luftfracht von Deutschland in die USA sind Preise im Vergleich zum Vorjahr extrem gestiegen. Bedingt durch COVID-19 ist die Marktentwicklung kaum kalkulierbar. Es ist zu erwarten, dass die Luftfrachtpreise angesichts des Verlustes der normalerweise zur Verfügung stehenden Passagiermaschinen-Frachträume auch 2021 auf hohem Niveau bleiben werden. Befragte Führungskräfte der wichtigsten Fluggesellschaften gehen davon aus, dass es mindestens bis 2024 dauern wird, bis der Passagierverkehr wieder das Pre-COVID Niveau erreichen könnte.

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