Infomail April 2018

USA: Trucking / EU-Überprüfungsverfahren: Organisch beschichtete Stahlerzeugnisse / Luftfracht: Export teurer / Hamburg: Beeinträchtigungen auf der Straße

Sehr geehrte Damen und Herren,

USA: Trucking

LKW-Fahrer fehlen nicht nur in Deutschland. Auch in den USA herrscht Knappheit. Weitere Faktoren beeinflussen Angebot und Nachfrage auf der Straßein Nordamerika. Wir berichteten.

Konsequenz: Vor- und Nachläufe in den USA per LKW werden teurer.Transporte in Carriers Haulage – also direkt durch die Reederei durchgeführt – verteuern sich um rund USD 300 – 400 per Container. Pauschal und unabhängig von der Entfernung. Einige Reeder bieten diese Dienste nicht mehr an.

In Merchants Haulage – also durch den Spediteur besorgte Transporte – werden analog dazu ebenfalls teurer. In jedem Fall ist gute Vorplanung erforderlich. Und oft Geduld gefragt.

EU-Überprüfungsverfahren: Organisch beschichtete Stahlerzeugnisse

Die EU-Kommission überprüft geltende Antidumping- bzw. Antisubventionszölle gegen Einfuhren mit Ursprung VR China, die mit Amtsblatt Nr. L 073 vom 15.03.13 festgesetzt worden sind. Das Überprüfungsverfahren ist wegen des bevorstehenden Auslaufens der Antidumping- bzw. Ausgleichszölle von „EUROFER“ beantragt worden. Die sogenannte”Expiry Review” kann zu zwei Ergebnissen führen: Entweder wird der geltende Antidumping- bzw. Ausgleichszoll um fünf Jahre verlängert oder er läuft aus. Bis zu einer Entscheidung besteht der Zoll fort. Mit einer Entscheidung ist im Juni 2019 zu rechnen. Zur Wahrung eigener Interessen und von Verfahrensrechten sind folgende Fristen einzuhalten:

  • EU-Einführer, denen noch kein Fragebogen der Kommission zugestellt worden ist, müssen innerhalb von 15 Tagen (d.h. bis zum 29.03.18) einen Fragebogen bei der Kommission anfordern und zwar schriftlich – vorzugsweise per E-Mail – unter Angabe des Namens, der Anschrift und Telefonnummer. Der Fragebogen muss der Kommission dann innerhalb von 37 Tagen bearbeitet vorgelegt werden (d.h. bis zum 22.04.18).
  • Alle übrigen interessierten Parteien müssen sich innerhalb von 37 Tagen (d.h. bis zum 22.04.18) selbst bei der Kommission melden und ihren Standpunkt schriftlich darlegen. Eine Anhörung muss ggf. von Einführern, Ausführern und allen anderen interessierten Parteien innerhalb von 15 Tagen beantragt werden (d.h. bis zum 29.03.18).
  • Die Kommission beabsichtigt, bei der Untersuchung von Dumping bzw. Subventionierung und Schädigung wegen der großen Anzahl der Gemeinschaftshersteller und Ausführer mit einer Stichprobe zu arbeiten. Interessierte Parteien oder Unternehmen, die hierzu konsultiert oder in eine Stichprobe einbezogen werden möchten, müssen der Kommission binnen 15 Tagen nach Veröffentlichung im Amtsblatt (d.h. bis zum 29.03.18) alle sachdienlichen Informationen übermitteln, und zwar neben Name, Anschrift und Telefonnummer weitere Angaben zu Unternehmensumsatz, Unternehmenstätigkeit, gesellschaftsrechtlichen Verbindungen etc., vgl. hierzu die Angaben in Amtsblatt C 096 vom 14.03.18. Die Antworten auf den Fragebogen der in die Stichprobe einbezogenen Parteien müssen innerhalb von 37 Tagen (d.h. bis zum 22.04.18), nachdem diese Parteien von ihrer Einbeziehung in Kenntnis gesetzt wurden, bei der Kommission eingehen.

Zuständige Kontaktadresse der Kommission ist:
Europäische Kommission
Generaldirektion Handel, Direktion H, Büro:
CHAR 04/039, B-1049 Brüssel.

Für das Antidumpingverfahren:
E-Mail: TRADE-OCS-DUMPING-1@ec.europa.eu
E-Mail: TRADE-OCS-INJURY-1@ec.europa.eu

Für das Antisubventionsverfahren:
E-Mail: TRADE-OCS-SUBSIDY@ec.europa.eu
E-Mail: TRADE-OCS-INJURY-1@ec.europa.eu

Luftfracht: Export teuer

Die Umstellung der Fluggesellschaften auf den Sommerflugplan birgt Preiserhöhungen. Vor allem auf Rennstrecken nach Shanghai und anderen Metropolen in China wie auch in die USA, Kanada und Mexiko, nach Südafrika und Lateinamerika, Japan, Taiwan, Indien und UAE steigt die Nachfrage weiter.

Kapazität ist knapp. Rechtzeitige Buchung ist empfehlenswert.

Hamburg: Beeinträchtigungen auf der Straße

Gleich mehrere Engpässe werden in den nächsten Wochen zusätzlich zu Dauerbaustellen wie entlang der A7 für Verzögerungen sorgen.

Voraussichtlich bis 22.04.2018 bleibt die zweite Röhre des Elbtunnels gesperrt. Weitere Hauptachse für Hamburg bildet die A1. Hier wird bis Ende Mai die Deckschicht zwischen Kreuz Südost und Süderelbbrücke saniert. Die A24 wird zwischen Horner Kreisel und Kreuz Hamburg-Ost zur Grundinstandsetzung vorbereitet. Rund um Harburg wird die A 253 saniert.

Insbesondere sind auch LKW-Staus mit Beeinträchtigung der Zu- und Abfahrten rund um den Hafenzu erwarten.

Gern halten wir Sie weiter informiert.
Ihr SENATOR INTERNATIONAL Team