InfoMail Oktober 2014

Japan und China scheinen nach einer Eiszeit wieder diplomatische Schritte aufeinander zuzugehen. Das ist gut für den Frieden und die Völkerverständigung, doch kurzfristig Gift für die Luftfracht. Der anstehende APEC-Gipfel setzt den Luftfrachtmarkt in China unter Druck.

Luftfracht: Import Asien 

Japan und China scheinen nach einer Eiszeit wieder diplomatische Schritte aufeinander zuzugehen. Das ist gut für den Frieden und die Völkerverständigung, doch kurzfristig Gift für die Luftfracht. Der anstehende APEC-Gipfel setzt den Luftfrachtmarkt in China unter Druck. Behörden werden am Drehkreuz Beijing einige Tage schliessen. Kernzeit ist der 07. - 12.11.14. Auch davor und danach sind Verzögerungen zu erwarten. Erhebliche Einschränkungen im Strassenverkehr kommen hinzu.

Zusätzlicher Druck: denn Apple blockt erneut grosse Kapazitäten. Und alle Jahre wieder zieht die Nachfrage in Richtung Weihnachten deutlich an. So auch jetzt. In Kombination mit APEC und Apple resultiert daraus eine Peak Season Surcharge von rund RMB 4 / kg vol. ex China sowie HKD 4 / kg vol. ex Hong Kong.

Kleiner Trost für Europa: auf den Routen Transpazifik von Asien nach Nordamerika dürfte es noch enger werden.

Seefracht: Import Asien

Der November treibt auch die Seefrachtraten nach oben. Das Zauberwort heisst bei den Reedereien mal wieder: GRI = General Rate Increase. Diesmal werden USD 400 - 600 mehr per TEU (20´ Einheit) zum 01.11.14 verlangt. Offensichtlich gibt die Nachfrage es her, so die Begründung der Carrier.

Trostpflaster hier: Der geplante GRI in Gegenrichtung für Exporte nach Asien wird sich nicht duchsetzen.


USA: Trucking und Congestion

Die Häfen von Long Beach und Los Angeles wie auch New York laufen seit einigen Wochen über: Port Congestion. Die Gründe sind vielfältig. Vor allem die Knappheit an Chassis und LKW-Fahrern führt zu Rückstaus.

Zu wenig Fahrer, Equipment häufig am falschen Ort, Engpässe bei Bahn und LKW gleichermassen: diese Probleme belasten Vor- und Nachläufe in den USA seit Monaten. Linderung ist vorerst nicht in Sicht. Ab Mitte November muss mit einer neuen Gebühr gerechnet werden. Die Chassis Intermodal Door Delivery Surcharge wird USD 100 bis 150 per Container betragen.

Seefracht: Emission Control Area Charge

Ab Januar 2015 wird es amtlich. Dann werden auf westeuropäischen und nordamerikanischen Gewässern höhere Emissionsstandards für Seeschiffe eingeführt.

In Europa sind vor allem Nord- und Ostsee sowie der Ärmelkanal Teil des Programms. Für Kanada und die USA gelten die schärferen Regeln im gesamten Küstenbereich.

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Quelle: Alphaliner Der Schwefelgehalt in den Abgasen muss dann in diesen Regionen von noch 1,0% auf unter 0,1% gesenkt werden. Dies erfordert erhebliche Investitionen für die Carrier.

Einige Ankündigungen der Reedereien zur Einführung einer Gebühr liegen schon vor. Ab 01.01.15 wird die ECA (Emission Control Area Charge) kommen. Von Fernost nach Europa sollen beispielsweise zwischen USD 15 und 25 / TEU erhoben werden, von Nordeuropa zur US-Ostküste zwischen USD 55 und 75 / TEU. Am teuersten dürfte die Tradelane von Nordeuropa nach Kanada ausfallen. Hier sind die Unterschiede auch am grössten. Die Preisspanne reicht von USD 75 bis 130 / TEU.

Seefracht: Westafrika

Westafrika leidet unter den Auswirkungen von Ebola. Guinea, Liberia, Sierra Leone und Nigeria sind besonders betroffen. Während Nigeria die gesundheitliche Notlage weitgehend meistert, sind die Folgen in anderen betroffenen Ländern gravierend.

Einige Staaten untersagen das Befahren ihrer Küsten, wenn zuvor ein Hafen aus einem Ebola-Gebiet angefahren wurde: Senegal, Gabon, Kamerun, Republik Kongo. Reedereien müssen immer wieder Fahrplananpassungen vornehmen. Mit Schiffsänderungen und Verspätungen ist zu rechnen ist.

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